Sandsektoren

Am so einem Strand gibt es ja recht viel Sand. Trotzdem finden meine Hörnchen leider allzu oft trotzdem einen Grund herumzustreiten. „Dein Loch ist zu nah an meinem Loch!“, „Dein Sand fällt in mein Loch!“, „Du nimmst immer den guten Sand!“ und „Deine Mauer ist zu nahe an meiner Burg!“ Sind nur wenige Beispiele für den herrschenden Krieg. 

Heute Abend schlug ich vor den Stand morgen in vier Sektoren einzuteilen. So konnte jeder in seinem Sektor graben, Grenzen bauen oder sich verbünden. Ich sagte dies in deutlich genervtem und leicht verzweifeltem Ton und bedauerte es sehr, dass ich überhaupt an eine so dämliche Lösung denken musste, da erhob das A-Hörnchen die Stimme und motzte barsch in meine Richtung:“Da mach ich nicht mit! Dann mach ich alles kaputt bei den anderen!“ 

Kopfschüttelnd gab ich auf. Alle streiten und zetteln Krieg an, das Kampfgebiet wird aufgeteilt; drei machen mit und einer motzt immer noch. A-Hörnchen scheint der geborene Diktator. Was habe ich nur falsch gemacht..! 

Sand


Wir sitzen in dieser riesen Sanddüne. Die drei Hörnchen spielen begeistert. Ganz oben, an einer kleinen Hütte, steht das B-Hörnchen und gibt Kommandos. Ein lautet:“C-Hörnchen! Bring mal Sand hier rauf!“ Das Kind steht umringt von Sand. C-Hörnchen jedoch reagiert versiert und tut das einzig richtige: Sie schleppt schaufelweise Sand den steilen Hang hinauf. Wird schon stimmen; wenn B-Hörnchen Sand will, dann bekommt B-Hörnchen Sand.

Manchmal ist selber-denken total schlau. Manchmal macht es Sinn, ein und dasselbe Problem von zwei Seiten zu betrachten. Aber klar, warum einfach wenn es auch kompliziert geht.

Planungen 

Unser Tagesplan für morgen:

Nass machen, dreckig machen, blau frieren, trocken machen, weiter dreckig machen, Essen, wieder nass machen, wieder dreckig machen, wieder kalt werden, wieder trocken machen, weiter dreckig machen, Essen, Radfahren, Essen. 

Das muss reichen. Wir werden alles mit größter Sorgfalt ausführen und alle uns anvertrauten Aufgaben sehr ernst nehmen. 

Eine wichtige Frage:

Manchmal muss man sich sehr wundern. Eben waren wir am Strand. Es regnete als wir zwischen rund 300 Strandkörben tobten und buddelten. 

Etwa 1/3 der Körbe war dicht und unvermietet. 2/3 waren offen aber verwaist. Um fast alle Körbe waren Ruinen von Burgen, Mauern und Kunstwerken. 

Meine Kinder spielten zwischen den Burgen und Wällen und machten sich daran, durch die eine oder andere Mauer einen Tunnel zu graben. 

Nach rund zwei Stunden angestrengtem Buddeln kam eine Frau mit drei recht großen Kindern (ca. 8,10&12), wir waren just im Aufbruch. Sie baute sich vor uns auf und sagte:“Jetzt müssen Ihre Kinder unsere Burg aber auch wieder aufbauen! Sie haben ja Schaufeln dabei!“ In der Tat war der Wall der Damen etwas angegraben. Das Schlimmste Unheil hatte der Regen geleistet, das zwei-schlimmste unser böses D-Hörnchen, dass auf dem Po etliche Male den Haufen runtergerutscht ist. 

So, nun aber die wichtige Frage: Sind wir jetzt schlechte Menschen? Wir haben gar nichts repariert und sich kichernd abgezogen. Soll sie doch beim nächsten Mal ’n Schild aufstellen; oder ’nen Wachhund!!  

Lauwarmer Salat

Mein lieber großer Sohn bot mit heute Mittag an, mir meinen Spinat zu zupfen. Ist das lieb!! Und so stand er 20 Minuten lang in der Küche und zupfte Strunk um Strunk und ich war so froh!

Wirklich sehr froh. Denn so gern ich auch Spinat esse, dieses Zupfen verdirbt mir alles. 

Als er fertig war, warf ich die Blätter voller Vorfreude in die Pfanne und verfolgte das Schauspiel der zusammensinkenden Blätter. Hähnchenbrust dazu, und Pilze und fertig ist Mamas gesundes Fresschen. 

Hätte Mama da nicht eine Kleinigkeit vergessen. Vor lauter Freude und Euphrie vergaß ich das Waschen und somit war auf meinem Teller ein lauwarmer Spinatsalat mit Hähnchenbrust und Sand. 

Viel Sand. 

Zu viel Sand!!

Mein Kind ist komisch 

Alle meine Kinder sind Matschwürmer. Dreckspatzen, Schmuddelkinder. Auf jeden Spielplatz, Strand oder Baggerloch sind sie schnell und zuverlässig die ersten die am schnellsten am dreckigsten sind.  Und stets kann man am Dreckstand den Grad der Zufriedenheit ablesen. 

Genau so war es bisher. Und jetzt kommt das D-Hörnchen und ist ständig damit beschäftigt, 
sich abzuwischen. 

Hände entstanden

Gesicht abwischen 

Tisch putzen. 

Die ganze Zeit geht das so. Er kann gar nicht gut genug geputzt, entsandet und abgewaschen sein. Sehr seltsam. Woher hat er das? Von mir bestimmt nicht. Oder ist das etwa seine Art sich abzugrenzen?

Kennt ihr das noch?

Oh ja!! Das kenne ich noch. Das Gefühl, wenn man sich von zwei Seiten durch eine Sandburg gräbt, und sich dann die Hände in der Mitte treffen. Großartig!! 

Nach langer Zeit habe ich mich heute wieder daran erinnert. Euphorie, Freude, Stolz und Erleichterung. Das alles ist plötzlich da, und das wärend man bis zur Schulter im Sand steckt und bestenfalls die Hand des besten Kumpens hält. 

Sand auf meinem Flur

Gestern Abend war es bei uns richtig sauber. Aus lauter Langeweile hatte ich kräftig geputzt und alles war porentief rein. 

Dann war es Abend. Meiner drei großen Hörnchen kamen nach Hause. Ordnungsgemäß zogen sie ihre Schuhe aus und kippten den Sand aus..

.. auf den Flur. Dann hat es geknirscht beim gehen.