5 Liter Apfelsaft 

Mein Opa hat letzten Herbst mosten lassen. Fast 100 Liter Apfelsaft waren das Ergebnis; abgefüllt in praktische 5 Liter Säcke, aus denen man dann zapfen kann. Lecker und hier bei uns der letzte Schrei. Opa-Saft ist ja einfach noch drei mal besser als Saft-Saft. 

Zuletzt lagen in unserem Kühlschrank noch zwei Beutel des kostbaren Gutes. Bis gestern Abend das Allerdümmste passierte. Beim Öffnen des Kühlschranks geriet ein Sack ins Rutschen und plumpste aus gut 1.50m Höhe auf den Boden. A-Hörnchen, der den Schrank geöffnet hatte, war machtlos. Er konnte nur noch schreien und dem Sack beim Platzen zusehen. 

Es war ein Schlachtfest. Überall Saft. Unter den Schränken, unter dem Laminat, überall. Nun steht der Kühlschrank mitten in der Küche, das Laminat ist zum Teil raus. Das Zeug ist in jede Ritze gelaufen und klebt jetzt vor sich hin. Trotz inzwischen dreimaligem  Wischen wird es nicht wieder weniger eklik. So ein Saukram. Und das schlimmste: Seit der Putzorgie habe ich einen Ohrwurm von den Fanta 4: Gib mir deinen Saft ich gib dir meinen…. 

Das Zwei-Topf vielschicht verfahren

Heute gibt es Milchreis. Und von jeh her habe ich eine ganz besondere Begabung Milchreis zu kochen. Ich gehe wie folgt vor:

1. Ich kippe 2L Milch, 500g Milchreis und etwas Zucker in einen großen Topf. Ich stelle den Herd voll an. 

2. Die Milch kocht entsetzlich über. Es stinkt erbärmlich. Ich stelle die Flamme klein und nehme den vollkommen eingesauten Deckel ab. Beim Rühren stelle ich fest, dass es nicht angebrannt ist. 

3. ich lasse den Milchreis auf kleiner Flamme köcheln und vergesse ihn. 

4. Der Milchreis macht sich mit enorm schlechtem Geruch bemerkbar. Hektisch schütten ich die oberen 2/3 in einen sauberen Topf und stelle fest, dass es nun doch angebrannt ist. 

5. Ich lasse die übrigen 2/3 ohne weitere Hitze ziehen, nach 20 Minuten können wir essen. 

6. Alle essen, außer Mama. Der schmerzliche Verlust von 1/3 Milchreis führt dazu, dass ich tapfer zuschaue… 

Immer der Nase nach

C-Hörnchen hatte heute Besuch. Und für die Anwesenheit von zwei vier-jährigem ging es erstaunlich friedlich vonstatten. Erst gegen Abend kam ich am oberen Klo vorbei und dachte mir, es hätte wohl jemand nicht gespült. Was ich dann vorfand war echt … Sau ekelhaft!!!

Die Damen hatten Aa in das Töpfchen des D-Hörnchens gemacht. Und – Danach ganz allein alles wieder sauber gemacht. Dass Ergebnis war ein tatsächlich tadellos sauberes Töfchen, und ein Klo, dass so mit Aa verschmiert war, dass ich mir nicht hätte vorstellen können, dass das möglich ist. In das Inferno integriert waren Fußmatte, Handtücher sowie der Fußboden. Brrrrrrr! 

 

Lebkuchenhäuser

Heute war Groß-Backtag. Wir haben Lebkuchen gebacken, Häuser gebaut und verziert. 

Zugegeben war es eine massive Sauerei aber die Ergebnisse sind großartig. Der Lebkuchen schmeckt irre gut und lässt sich perfekt verarbeiten. 

Hier das Rezept:

750 g Roggenmehl 

500 g Rohrzucker

5 Eier

5 g Natron

5 EL Honig

1 Pck. Lebkuchengewürz

etwas Zitronenschale 

1 Ei zum bestreichen

Das ganze wird eine irre klebrige Masse, die man dann ausrollen kann, mit viel Mehl. Bei 180 Grad ist es nach 20-25 Min. eine perfekte Platte. 

   
  

    
    
 

Nach fest kommt ab!

Mein A-Hörnchen kam gestern mit einem Fläschchen Scribtol in die Küche. Man müsse ´sau-doll`draufdrücken und es komme trotzdem nichts raus.

Pah, entgegnete ich. Du bist bestimmt nur nicht stark genug. Er lachte schon; ich dachte noch ich wäre schlauer. Ich hielt das Fläschchen lässig über das kleine Schälchen, in das  Scribtol sollte, und zeigte meinem Söhnchen mal, was doll drücken ist.

Nun, also. So eine Flasche Scribtol ist so aufgebaut, dass da ein dicker Flaschenbauch ist, daran mündet dann ein kurzer Flaschenhals. In diesen ist das Teil mit der Öffnung fest eingesteckt. So tricky mit vielen Riffeln und so, damit auch ja nichts raus kommt oder daneben geht.

Ich drücke also und dann ging es ganz einfach. Zu einfach. Dieser trickyge Flaschenhals war kurzerhand explodiert und hatte das Scribtol überall im Umkreis von 2m hingespritzt. In einer Küche von ca. 2×3 Metern ein voller Erfolg.

Toll Mama, super das du so stark bist. Aber neben Kraft ist vielleicht ein bisschen Hirn auch mal ganz gut.