Wusstet ihr xx ……?

…dass es ein normiertes Standartverfahten zum Test von Toiletten gibt? Neben einem Test, in dem es um das Herunterspülen von Sägespäne geht, geht es in zwei weiteres Tests um

Pflaumenmus.

In einem werden mit Kunstfäkalien befüllte Kunstdärme von außen mit Pflaumenmus bestrichen um eine möglichst optimale Kopie von menschlichem Kot zu erstellen. In einem andern Test werden mit einem Tupfer 100 Pflaumenmus- Punkte in der Schüssel verteilt, die dann weggespült werden sollen.

Bei den Tests geht es unter anderem um die ausreichende Spülintensität aber zum Besitzt auch um die Qualität von Lotus-Beschichtungen. Es versteht sich von selbst, dass die Anordnung der Punkte aber auch das Gewicht der Kunst-Kacke streng normiert sind. Auch die jeweilige Wassermege ist streng vorgegeben. Außerdem erwiesen ist, dass Pflaumenmus der deutschen Durchschnittskacke am aller nächsten kommt. Wie man das herausgefunden hat… Was für ein beschi**enes Forschungsgebiet.

Nazis sind scheiße!

An der Straße stand eben ein Auto. Grau mattiert. Unter den schmalen Scheinwerfern waren Aufkleber angebracht, die fließendes Blut zeigten. Links und rechts vom Kennzeichen klebten Eiserne Kreuze, auf der Motorhaube war ebenfalls ein nobles, als Edelstahl gefertigtes Exemplar. Am Rückspiegel hing der Wimpel irgendeiner Vereinigung, Runen zieren das Konterfei. Das Kennzeichen enthielt viele Hs udn achten; wohl das Maximum, das seit dem Verbot bestimmter Kombinationen, zu bekommen ist. Das Auto wirkte ganz ohne Halter schwer bedrohlich.

Das A-Hörnchen sah es genau an, fragte dann, ob das nicht verboten sei. Ich verneinte und erklärte, dass ich es jedoch entsetzlich fände und am liebsten drauf pinkeln würde. A-Hörnchen nickte verständig und sah sich um. „Zu viele Leute! Autos anzupinkeln ist ja leider verboten.“ Hilflos starrten wir den Blech-gewordenen Ausdruck von Hass und Menschenverachtung an, sinnierten darüber, dass ja auch keiner was tut. Nach ein paar Minuten schloss das A-Hörnchen den Moment mit der Feststellung, dass er in Zukunft IMMER „Scheißverein“-Aufkleber mitnehmen werde. Man weiß ja nie.

Früher, in meiner frühen Sturm- und Drangphase, fanden wir es hoch revolutionär und sinnig den Mercedessen die Sterne abzubrechen. Mercedes fahren Bonzen, Bonzen sind Kapitalisten und Kapitalisten sind scheisse. Es war so einfach… Heute fahre ich selber Benz, bin kein Kapitalist und so sicher wie eh und jeh, dass ich Nazis auch in 20, 25, 50 und 100 Jahren noch scheiße finden werde.

Stinkalarm

Vergangene Nacht wankte ich zum Klo und nach einer  Sekunde war trotz Halbschlaf klar: Hier stimmt was nicht. Im Mini-Gästeklo stank es erbärmlich. Nicht nach „Rest“ oder „Vorgänger“ sondern bäh. Ich beschloss das Problem auf meine Müdigkeit zu schieben und kroch wieder ins Bett. 

Am Morgen verließ ich zunächst die Etage und nutze das untern gelegene Hauptbad. Den unattraktiven Geruch hatte ich vergessen. Nach dem Frühstück kam die Arbeit, nach der Arbeit der Garten und erst am frühen Abend betrat ich wieder das Stinkebad. Und es stank immer noch. Erbärmlich. 

Ich putzte die Schüssel und leerte den Mülleimer. Und tatsächlich, in diesem unscheinbaren Ding verbarg sich das dunkle Geheimnis: Auf einem Haufen Taschentücher und einer leeren Klopapierrolle thronte ein Häufchen Scheiße; notdürftig in etwas Klopapier gehüllt. 

Am Abendbrottisch befragte ich die Hörnchen wie es dazu gekommen wäre und C-Hörnchen kannte die Antwort: Als es am Vorabend nicht schnell genug gegangen war, hatte sich ihr Darm versehentlich auf den Teppich entleert. Sie hatte alles selbst behoben, schließlich sei sie ja schon groß. Der Rest ist Geschichte. 

Heute bin ich scheiße 

Heute bin ich scheiße. Ich motze alle an. Den Mann, die Kinder, die Nachbarin, die Katzen und das Flugzeug das eben über unseren Garten geflogen ist. Ich bin gereizt und unzufrieden. Alle sind doof zu mir. Der Mann, die Kinder, die Nachbarin und die Katzen. Und bestimmt auch der blöde Pilot des blöden Fliegers. Alles ist schlecht. 

Bestimmt habe ich schlecht geschlafen, zu viel geträumt, bekomme meine Tage oder habe mich an einem Hustenbonbon verschluckt. Bestimmt ist eine höhere Macht schuld, ein Phänomen, eine Naturgewalt. Bestimmt kann ich nichts dafür. Und auch sonst keiner. 

Und wenn es doch ich bin die scheiße ist? Wenn der Fehler doch bei mir liegt, und nicht bei allen anderen, der großen weiten Welt und dem Universum? Dann ist es plötzlich besser auszuhalten. Dann sind wenigstens die Menschen in meinem Umfeld gut, dann muss ich die wenigstens nicht mehr anmotzen. Dann kann ich einfach mal, ganz frei und ungeniert, scheiße sein. Nicht schön, nicht heldenhaft. Aber manchmal nicht zu ändern. 

Da war was

C-Hörnchen sitzt im Flur. Sie soll sich Regenhose und Stiefel anziehen. Wir so oft dauert es lange und ich entscheide sie nicht zu drängen. So tüddel ich also auch noch zwischen Bad und Küche und lasse dem Kind die Zeit, die es zu brauchen scheint. 

„Mama!“ ruft es mich plötzlich. „Da war was an mein Schuh! Ist aber nicht schlimm, hab ich abgepult.“ Was ich nicht für wahr haben wollte bestätigt sich schnell: Im tiefen Profil der Winterstiefel war Hundekacke. C-Hörnchen hatte sie pflichtbewusst rausgepult und zu einer Kugel geformt. Ich wollte am liebsten sterben. 

Immer der Nase nach

C-Hörnchen hatte heute Besuch. Und für die Anwesenheit von zwei vier-jährigem ging es erstaunlich friedlich vonstatten. Erst gegen Abend kam ich am oberen Klo vorbei und dachte mir, es hätte wohl jemand nicht gespült. Was ich dann vorfand war echt … Sau ekelhaft!!!

Die Damen hatten Aa in das Töpfchen des D-Hörnchens gemacht. Und – Danach ganz allein alles wieder sauber gemacht. Dass Ergebnis war ein tatsächlich tadellos sauberes Töfchen, und ein Klo, dass so mit Aa verschmiert war, dass ich mir nicht hätte vorstellen können, dass das möglich ist. In das Inferno integriert waren Fußmatte, Handtücher sowie der Fußboden. Brrrrrrr! 

 

Gnadenlos; im Schwimmbad

Im Schwimmbad erinnerte ich das D-Hörnchen etwas regelmäßiger daran, dass er das Aa nicht ins Wasser machen dürfte, sondern ins Klo. Einige Male tappte ich mit ihm zum Klo und erinnerte ihn auch hier noch das eine oder andere mal. 

Zurück im Kleinkinderbecken saß ich dicht gedrängt zwischen den anderen Eltern und beglotzte meinen Nachwuchs. Irgendwann stellte sich mein D-Hörnchen vor mich, hob mahnend den Zeigefinger  und erklärte mit viel Nachdruck:“Du nis Aa machen Wassa! Du Lo!“ 

Die anwesenden Eltern waren herrlich amüsiert, D-Hörnchen sehr stolz und ich versprach artig aufs Klo zu gehen.