Moin Montag

Zuletzt war es mir egal ob es ein Montag oder ein Mittwoch war, an dem ich mäßig müde den Tag bestritt um abends platt auf dem Sofa zu kollabieren und um Punkt 23.00 Uhr zu wach zu sein um zu schlafen. So ist es immer, so war es immer, besser kann ich nicht. Heute allerdings muss Montag sein, und er gibt alles. Es ist 8.17 und ich mag nicht mehr.

In Sachen Müdigkeit befinde ich mich auf dem Level, auf dem die Gliedmaßen schmerzen und jede Bewegung der Besteigung des Everest ohne Sauerstoff gleicht. An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich bereist geduscht habe (schlimm), Frühstück gemacht (wirklich schlimm) und die kleinen aus dem Bett geholt habe – im 3. Stock (fast tödlich). Alle vier Kids am Ende, dem B-Hörnchen laufen unentwegt Tränen übers Gesicht. Um vier habe sie noch mal auf den Wecker geguckt…

Und so bringe ich das B-Hörnchen wieder an den Ort, an den sie ganz offenbar gehört – in ihr Bett, brennend vor Neid an der Bettkante. Was hätte ich für eine Stunde Schlaf gegeben? Statt dessen beginne ich noch einmal den Berg zu besteigen, quäle mich zur Kita, und dann ins Büro. Habe einen Stehplatz in der Bahn, leide sehr und lese bei Twitter, dass Kelly Bishop, die Darstellerin der Emily Gilmore bei den Gilmore Girls, ebenfalls die Mutter von Baby in Dirty Dancing gespielt hat.

Immerhin! Etwas positives hat der Tag also, für was genau mir diese wunderbare Erkenntnis jetzt nutzt werde ich erleben. Wenn ich geschlafen habe und einen Sitzplatz habe.

Insomnia

Ich konnt nicht schlafen; mein Hirn.. Schwachsinnige Gedanken reisen von a nach b, untermalt von Jeopardy-Musik. *Bidiidiidibidiidii bidiidibidi bidiiidiiidiiidii bididibibididi bi diidii bidididi*. Wieso heißt Gardinen-Bleiche eigentlich Gardinen-Bleiche? Unsinnig, ist doch das Ziel der Behandlung nicht die Gardinen auszubleichen, sondern ihren ursprünglichen Farbton wieder herzustellen, *Bidiidiidibidiidii bidiidibidi bidiiidiiidiiidii bididibibididi bi diidii bidididi* weiß warscheinlich. Ich denke bei weiß ist es warscheinlich egal ob man den ursprünglichen Farbton auffrischt oder bleicht, ist halt am Ende weiß

Wie in einem Flipper gehen die Gedankenfetzen hin und her, mein Kopf fügt zu der Jeopardy-Mudik die Soundeffekte eines Flipperautomaten ein und erzeugt lustige bunte Lichtblitze. *Bidiidiidibidiidii bidiidibidi bidiiidiiidiiidii bididibibididi bi diidii bidididi*

Angenommen man nimmt die Anzahl der Straßenlaternen auf dem Weg zur Arbeit und die Anzahl der Streifen auf meinem Schlafshirt, nimmt beides mit 70 mal, bedenkt aber, dass ich 13x krank bin, was ist dann mehr? ^^ich könnte mal wieder Kartoffelpuffer machen! *Bidiidiidibidiidii bidiidibidi bidiiidiiidiiidii bididibibididi bi diidii bidididi* Die geschätzte Anzahl der Streifeb ist 27, die genaue Anzahl der Laternen ist 35.

„Weißt du wie viele Laternen auf deinem Arbeitsweg sind?“, frage ich den Menne. Er weiß es nicht. Piling pling, zirrr, pling pling zoooom. Wieso weiß der das nicht

70×27 ist jedenfalls 1890, sind es denn eigentlich 27 Streifen? Ich machte das Licht an, zahle nach. 27! Wahnsinn, bin ich gut. *Bidiidiidibidiidii bidiidibidi bidiiidiiidiiidii bididibibididi bi diidii bidididi* 1890 also, 35×70-13×70 ist 1540. fertig langweilig Pling pling, zirrr, pling pling zoooom Ping pling, zirrr, pling pling zoooom zoom pling Pling pling, zirrr, pling pling zoooom.

Schlafen wäre ja auch geil, bin sowas von müde. Ich denk an langweilige Dinge. Warten vor der Kneipe; Kopf plant Gespräche – böse Falle. Wirres bunt wandelt sich in lineare Strunkturen, planen. Was plane ich hier eigentlich und habe ich genug Eier für Puffer im Haus? Ich könnte aus den Äpfeln über auch Kompott

*Bidiidiidibidiidii bidiidibidi bidiiidiiidiiidii bididibibididi bi diidii bidididi* Silbermond. Die Frau heißt doch Stephanie Kloß. „Gib mir’n kleines Bisschen Sicherheit, in einer Welt in der nicht s..“ Boa, Silbermond kann ich ja auch nicht so gut leiden,

*Bidiidiidibidiidii bidiidibidi bidiiidiiidiiidii bididibibididi bi diidii bidididi*

Kompott also, witzig die Wortähnlichkeit von Kompost zu Kompott. Haha

Ich muss mal pennen… Langsames zählen

1…

2…

3… ich verwechsle ständig Geranien und Tagetis

1…

2….

3…….. wo war ich

ach ja Tagetis

1…..

1……..

1…….

Baumscheibe.

1………

Ist doch für’n Arsch.

Spätzle gehen auch mal wieder und Buntwäsche morgen.

1……

Fuck

1…..

1………

2…………

2……………

3……………..

4………………..

5…………………..

Rest bedenke ich morgen; lasse mich von Silbermond in den Schlaf jaulen.

Zombiealarm

Es ist erstaunlich, was man nach fast sechs Wochen Ferien morgens um sieben in den Kinderzimmern findet. Meine morgendliche Runde startete ich im Zimmer des B-Hörnchens. Nach ausgiebigem Rütteln und Schütteln gelang es mir den Zombie aufzusetzen. Ich bat sie sich anzuziehen und ging nebenan zum A-Hörnchen. Der wurde zwar zögerlich und schlecht gelaunt wach, sprang dann aber zügig an. So ging ich abermals zum B-Zombie und fand sie an der Bettkante sitzend. Die Beine verkeilt, die Arme fast am Boden. Der Oberkörper zusammengesunken, ihr Kopf weit nach links abgekippt. Der Mund war leicht offen; sie schlief. 

Ich ging nach oben um die Kleinen Hörnchen zu wecken und hatte beim C-Hörnchen Glück. Sie stand, ebenso wie das A-Hörnchen, missmutig aber auf. Das D-Hörnchen war wie im Koma. Ich weckte ihrn liebevoll und er brummte etwas wie: „Noch schlafen..“ Wie eine Made wand er sich im Bett immer der Decke nach. Sobald er Kontakt hatte zerrte er am entsprechenden Zipfel seiner Decke und stammelte weiterhin: „Noch schlafen!“ Ich versuchte es eine Weile ihn zu wecken; erfolglos. Somit begann ich ihn irgendwie aus- und wieder anzuziehen wobei er sich weiterhin in wobbeligen Bewegungen seiner Decke hinterher bewegte. Als er fertig angezogen war, stellte ich ihn schlafend neben das Bett. 

Das C-Hörnchen fand in nach dieser Episode verzweifelt im Bett mit einer Hose kämpfend. Sie hatte sich in eine Leggins gequält und dann festgestellt, dass sie die Unterhose vergessen hatte. Sie hatte die Leggins wieder ausgezogen und dabei auf links gedreht. Nachdem sie dann die Unterhose anhatte gelang es ihr nicht die linksradikale Hose wieder unter Kontrolle zu bekommen. Armes Kind. Wer hat nur erste Tage nach den Ferien erfunden. 

Plötzlich Sommer 

Der eine oder andere von euch hat es vielleicht schon ganz ohne mein Zutun bemerkt: Plötzlich ist es Sommer. Die Temperaturen im Außenbereich sind erstaunlich angestiegen und ich bin nach und nach von Pulli auf T-Shirt von Jeans auf Shorts umgestiegen. Sommer halt, soweit so gut. 

Wie in jedem Sommer, klagen alle Menschen über die Temperatur im Schlafzimmer. Das eine hat 30 Grad, das nächste 34 und mein eigenes nur 26. Der Erste berichtet eine Klimaanlage im Haus zu haben, der Zweite nun gar nicht mehr schlafen zu können. Ich selber habe vor Jahren beschlossen es zu nehmen wie es kommt und mich somit wenig mit meiner eigenen Situation beschäftigt. Schlafen war so lala, aber egal. Gestern Abend folgte dann die Erleuchtung! 

Mich überhaupt gar nicht mit dem Thema Schlaf zu beschäftigen, macht offenbar auch keinen Sinn. Denn im Zuge meines Übermutes habe ich vergessen mein Bett umzuziehen. So ergab es sich, dass ich einige Nächte bei 26 Grad unter einem Daunenbett mit Bieberbezug geschlafen hatte, obendrein noch ein Wollüberzug auf der Matratze hatte. Schön muckelig warm! Aber für diese Temperaturen doch etwas übertrieben.  

Out of Thermometer error 

Pfffff…. Ich pfeife aus dem letzte Loch. Japp, das war wirklich mal ein warmer Tag. Wirklich wirklich. 

Und nun sitz‘ ich hier auf meinem Lieblings-Fernsehplatz und vegetiere weiter vor mich hin. Und zu allem Übel kann ich kein Thermometer finden. Folglich weiß ich nicht, wie warm es denn nun wirklich ist. Also warm, bestimmt auch sehr warm, aber ich glaube ziemlich sicher, dass es weniger warm wäre, wenn ich einen reellen Wert hätte, mit dem ich verfolgen könnte, wie es langsam kühler wird. Logisch oder?

Übrigens sind auch die Kinder kaputt. Keiner kann so recht schlafen. Warscheinlich ist ihnen auch zu warm, oben steht nämlich auch kein Thermometer.