Over and done

Ganz bald sind die Sommerferien zu Ende. Zum einen sagt dies der Kalender, zum anderen gibt es klare Vorzeichen.

-alle Kinder sind saftig braun, wir benötigen kaum noch Sonnencreme

– ich habe just noch mal Sonnencreme gekauft

– die Träger der Badeanzüge sind klar an Schultern und Rücken zu erkennen

– wir sind abends länger wach, schlafen morgens lang und sind glücklich und entspannt

– auf dem Küchentisch liegen wieder diese Zettel…

Genauer gesagt sind es Kolonnen von Listen mit zu besorgenden Schreibwaren. 15 Schnellhefter, 20 Schreibhefte, 4x Buntstifte, 10 Bleier, Radiergunmies, Spitzer, Goedreieck, 2 30cm Lineale, 6 College-Blöcke und ein Notenheft. 12 Klebestifte, 1 Schere, einen Füller und ein Dutzend Patronen außerdem 2 Pakete Fineliner und 9 Textmarker, einen Aktenordner und Klarsichtfolien. Natürlich sind die Hallenturnschuhe aller Hörnchen zu klein geworden in 6 Wochen Ferien, ebenso die Hausschuhe. Die eine oder andere Turnhose ist weg; einfach weg und die Turnbeutel sind dubios zweckentfremdet. Auch die Schulranzen sind nicht alle da wir sie sein sollen, schon gar nicht leer.

Alles auf Anfang also. Zunächst suchen wir Sachen und dann gehen wir shoppen; zwischendrin nehme ich einen Kleinkredit auf. Wessen dumme Idee war das noch mal, vier Kinder zu haben? Und wie genau soll das die kommenden… Jahre so weiter gehen. Oohhhh wei!! Ich ahne Fürchterliches.

Fahrgemeinschaft

Damit meinem B-Hörnchen auf dem Schulweg nichts schlimmes passiert, soll sie den Weg zusammen mit einigen anderen Mädchen zurücklegen. Morgens treffen sie sich vor unserer Tür, Mittags sollen sie sich auf dem Schulhof treffen und dann gemeinsam los fahren. 

Was so einfach klingt, hält inzwischen den halben Stadtteil in Atem. B-Hörnchen schafft es mit einer Verlässlichkeit von 100% am falschen Ort zu stehen, die Verabredung ganz zu vergessen oder wie heute, mit einer Namensfetterin des eigentlichen Dates mitzugehen und das dann auf halber Strecke erst zu bemerken. Und so fährt die 50% der Strecke mit Hanna 2 und lässt mich dann von deren Mutter anrufen, um das Versehen zu schildern. Ich rufe die Mutter von Hanna 1 an und erkundige mich, ob Hanna 1 inzwischen ohne B-Hörnchen aufgetaucht sein. Zu Glück hat Hanna 1 B-Hörnchen aber auch vergessen. Und so verbleiben drei etwas verwirrte Mütter…

Eingeschult

Wie habe ich diesem Tag entgegen gefiebert! Nachdem ich die Einschulung des A-Hörnchens wegen der Geburt des D-Hörnchens verpasst habe, (manche Dinge lassen sich enorm schlecht miteinander vereinbaren…) war ich nun heute endlich bei einer Einschulung dabei. 

Wie die Ölsardinen saßen wir mit hunderten anderen Eltern und Fans in der Aula. Die Neulinge saßen ganz vorn und waren aufgeregt. Alles fotografierte und war warm. Sehr warm. Und dann begann die Schulleitung zu reden.

Und sie redete, und sie sprach. Und sie redete und sie hörte nicht wieder auf. Und nachdem ich nun zwei Jahre lang diesem Moment entgegen gefiebert hatte, fragte ich mich schon nach wenigen Minuten, worauf ich mich eigentlich gefreut hatte. Man man, war das langweilig..

Egal!!! Ich platze vor Stolz!! Mein kleines Mädchen ist ein Schulkind!!! Sie war großartig und hat souverän alles ganz ruhig und gelassen mitgemacht. Strahlend schön und wie ein Fels in der Branddung nahm sie alles hin. Was für ein tolles Kind!!

Nach der zweistündigen Schlacht in der Schule folgte ein leckeres Essen und eine tolle Party. Moi, war das schön!!! Moi, bin ich stolz!!

Nachtrag zum Countdown 

Sowas!! Da überreiche ich dem Hörnchen gestern Nachmittag feierlich die Liste zum Abstreichen der Tage bis zur Einschulung, und was macht die???

Sie blickt etwa 3,5 Sekunden auf den Zettel und sagt:“Die 29 fehlt.“ 

In der Tat habe ich doofe Mama versehentlich 2×28 und keine 29 getippt. Grober Frevel!! Sie hat es dann schnell korrigiert und sich danach dann sehr gefreut.