Schweine 

Wir waren im Tierpark. Rehe, Schafe, Gänse, Lamas und dann auch ein kleines Gehege mit Mini kleinen Häuschen. Tiere waren hier nicht zu sehen. D – Hörnchen stand am Zaun und sah gespannt hindurch. „Wer wohnt hier?“ fragte er.  „Hier wohnen Meerschweinchen. Aber die sind gerade in ihrem Häuschen. Wahrscheinlich ist es ihnen zu kalt“ antwortete ich ihm. D-Hörnchen sah gebannt zu den kleinen Häuschen. Sah wieder mich an. Sah wieder zu den Häuschen und setzte dann ein sehr sehr zweifelndes Gesicht auf.

„ So klein sind Schweine im Winter?“ fragte er mit weit aufgerissenen Augen. Einen Lachkrampf unterdrücken berappelt ich mich schnell und erklärte ihm in aller Ruhe den Unterschied zwischen Meerschweinchen und Schweinen. Zum Glück befand sich einige Meter weiter tatsächlich das Gehege der richtigen, echten Schweine, so dass der Unterschied vollkommen klar und deutlich wurde. Seine Verwunderung, als er feststellte dass die riesigen Schweine in diesem kleinen Häuschen überwintern, kann ich nur allzu gut nachvollziehen. Was für eine großartige Theorie, dass die Tiere im Winter einfach kleiner werden um in die Häuser zu passen. Das mache ich in Zukunft auch so! Nächsten Monat ziehe ich in eine Streichholzschachtel – mit Fernwärme!

Küken im Zoo

Wir waren im Zoo und bald kamen wir zu den Erdmännchen. Für uns jedesmal eine große Freude; mäkeln wir Großen doch bei den meisten Tieren über schlechte Haltungsbedingungen und bemängeln das Gesamtkonzept ‚Zoo‘. Tatsächlich frage ich mich nach drei Schrittten im Zoo, warum um alles in der Welt ich überhaupt Eintrittsgelder an einen Zoo zahle, um dann zu denken, wenn ich es nicht täte, würde es den Tieren noch schlechter gehen.. Zoo stresst mich ungemein. 

Nun also zurück zu den Erdmännchen, die wir immer alle sehr niedlich finden. Alle hüpft also vergnügt an die Scheibe und findet das:


Familie Erdmännchen beim Mittag. Es gibt: Küken. Winzig, plüschig und am Stück. Es ist ein Graus mitanzusehen, wie die winzigen Gedärme der Tierbabys aus ihren kleinen Körpern quillen. Die Kinder sind irgendwie pikiert und interessiert zu gleich und ich beisse mir auf die Zunge. In meinem Kopf formt sich ein Beitrag über Küken und Hennen und Hähne und Eier und Schreddern und.. Ich schlucke die grausame Wahrheit herunter, bestätige, dass die Babys bestimmt nicht leiden mussten und spare mir den bissigen Kommentar über diese vergleichsweise nette Todesart. 

C-Hörnchen lenkt meine Gedanken wieder in etwas seichteres Fahrwasser als sie sagt:“Aber den Schnabel lassen Sie über!“ Ja, so ist es. Der liegt wohl schwer im Magen!