6 Mütter 

Auf VOX kommt demnächst die Sendung :6 Mütter. In der werden sechs Promi-Muttis durch ihren turbulenten und aufopferungsvollen Alltag begleitet. Spannend, bestimmt. Oder zumindest sowas ähnliches. Prinzipiell finde ich es eine gute Idee Mütter in ihrem Leben zwischen Beruf und Kindern zu begleiten. Sofort würde ich mich selbst begleiten lassen und gern würde ich anderen Mamas zugucken. 

Auch bei genauerem Überlegen fallen mir viele Settings ein, die ich gern kennenlernen würde, schon einfach um mir mal ein sinnvolles Bild davon machen zu können. Was läuft in einer wirklich großen Großfamilie, wie geht so ein ganzes langes Wochenende bei Alleinerziehenden. Wie ist der Alltag mit Zwillingen oder Drillingen und wie lebt es sich mit zwei Vollzeitjobs und ner Nanny. Alles interessant und bestimmt wäre es auch ein sinniges Format um Vorurteile abzubauen. Aber wozu denn soll ich diesen Promi-Mamas zugucken?

Ohne es bisher gesehen zu haben wächst der Verdacht in mir, dass diese Mütter ein Leben führen, dass mit dem der deutschen Durchschnittsmutter wenig zu tun hat. Das mag zwar auch spannend sein, jedoch liegt der Fokus der Sendung hierdurch definitiv nicht auf der Tatsdache, dass diese Damen Kinder geboren haben. Es fehlt eine Identifikation; wir Otto-normal-Frauen haben nicht so ein Leben, Job, Haus und vor allem nicht diese Möglichkeiten. Wir leben viel rustikaler und haben in der Mehrzahl vor allem eins: Existenzielle Sorgen. Und die, so würde ich vermuten, haben diese Damen nicht. 

Zu früh gefreut

A-Hörnchen war heute allein mit der Straßenbahn auf Tour. Die Anweisungen an ihn waren denkbar einfach: 

An Haltestelle ‚xx Krankenhaus‘ steigen die anderen aus. Dann rufst du mich bitte an! 

Zur erwarteten Zeit klingelte mein Telefon und das Hörnchen war dran:“xx Krankenhaus war jetzt. Tschüss!“ Aufgelegt. 

Mein super Plan war es, ihm nun zu sagen, wann wir uns wo treffen. Sein Plan war, dass das schon irgendwie klappt. Also sprang ich auf mein Fahrrad und für fix an die Haltestelle ‚drei nach xx Krankenhaus‘, an der A-Hörnchen aussteigen sollte. 

Ich wartete. Ich wartete lange. 10 Minuten, 15 Minuten, 20 Minuten. Ich wurde nervös, sehr nervös. Sein Handy hatte er ausgemacht. Klar. Und ich wartete und redete mit gut zu, dass er sich ja melden würde, wenn etwas wäre. 

Und ich wartete. 30 Minuten lang, und da kam das Hörnchen aus der Bahn. Er strahlte mich stolz an, ich glotzte ihn perplex an. „Wo warst du?“ Sagte ich ruhig aber bestimmt. A-Hörnchen verstand nicht und entgegnete:“In der Bahn?! Und außerdem,“ führte er fort „waren es bis hier her, vom Krankenhaus nicht 3 Haltestellen sondern 12!“  

Da dämmerte es mir! Auf der Strecke waren zwei Krankenhäuser! Er hat alles richtig gemacht, an der Haltestelle mit dem Krankenhaus-Mama anrufen! Nur dass Mama ein wichtiges Detail vergessen hatte.. Die anderen waren tatsächlich bis zum 2. Krankenhaus mitgefahren. 

Feriengaudi

Meine drei Großen sind (wie schon in den letzten Jahren) in den ersten zwei Wochen der Sommerferien tagsüber im Feriencamp des Arbeitgebers meines Mannes. 

Auf einem weitläufigen, wunderschönen Gelände verbringen die Hörnchen ihre Tage zwischen urigen Wohnzelten. In diesem Jahr ist das Thema ‚Kinderzirkus‘, was sich bei der großartigen Umgebung anbietet. 

Und nun Dauerregen.  Dauer Dauer Dauerregen und mein Mutti-Hirn läuft heiß. Was sollen die Armen Kinder den ganzen Tag tun, werden die da auch nicht kalt; nass werden sie bestimmt. Und wird das auch nicht doof. Soll ich sie lieber zu Hause (bei Muttiiii) lassen?

Und nachher werde sie strahlend ankommen weil es bestimmt ganz ganz toll war! Und nass werden sie sein. Och manno!