In seinem schönsten Gewandt

Ab und zu bin ich bei Menschen zu Besuch, bei denen sieht es unsagbar aufgeräumt aus. Alles hat seinen Platz, im Allgemeinen steht ganz wenig rum. Kein Staubkörnchen, kein herab gefallenen des Blatt. Selbst die Regale scheinen nach Größe und Farbe sortiert bestückt zu sein und alles wird wirklich tadellos. Bei mir ist das irgendwie anders. Also, es ist nicht schmutzig! Das kann man wirklich nicht sagen, ich putze glaube ich relativ viel. Trotzdem leben wir in einem durch aus sortiert im Chaos.

Heute haben meine Hörnchen etwa 1 1/2 Stunden oben im Wohnzimmer gespielt. Sie waren alle vier da, haben friedlich miteinander gespielt und waren einfach mal weg. Viel später, am Abend, kam mich dann in mein Wohnzimmer und fand es in seinem wunderschönsten Gewandt:

Mal im Ernst, kann es etwas schöneres geben? Für mich kaum. Sie fragten, ob sie es stehen lassen dürfen und ja, natürlich. Und ganz bestimmt auch wieder ein bisschen zu lange. Nein, steril ist es hier nicht, dafür aber liebevoll belebt, in jedem Winkel. Und ich mag es wie es ist.

Aufräumen.

Manchmal ist es schwer Prioritäten zu setzten, manchmal offenbar schier unmöglich. Seit drei Tagen wollen B- und C-Hörnchen gemeinsam in C-Hörnchen’s Zimmer übernachten. Und seit drei Tagen lautet meine einzige Bedingung: Räumt das Zimmer so auf, dass man auf dem Boden ein Matratzenlager bauen kann.

Seit dem spielen sich jeden Tag die selben Szenen ab. Die Mädels gehen motiviert in das recht chaotische Zimmer des C-Hörnchen’s. Der Auftrag ist klar, die Aufgabe zu bewältigen. Playmobil in Kiste 1, Lego in Kiste 2, Barbie in Kiste 3, Reste in die Restekiste. Und so beginnen sie also mit Schritt eins und räumen alles Playmobil in die erste Kiste. Danach das Lego; na ja. Einen Teil des Legos, denn das schlimme an Lego ist ja, dass es immer mit einem spielen will. Nach einer halben Stunde ist also Playmobil weg, Lego halb und aus der anderen Hälfte werden Dinge für die Barbies gebaut. Und weil das so ein Spaß macht, macht man das auch eine ganze Weile. Und irgendwann, so mirnichts dirnichts, kommt das Playmobil auch nach und nach wieder aus der Kiste. Erst nur ein bisschen und dann… eben alles.

Wisst ihr was das dümmste ist? Ich verstehe die beiden total! Manche Dinge eignen sich eben nicht zum aufräumen – heißt ja auch Spielzeug und nicht Aufräumzeug. Ich habe ihnen nun geraten, in einem Zimmer zu spielen und in einem zu schlafen. Das könnte mittelfristig klüger sein.

Der hässliche

D-Hörnchen ist im Bob der Baumeister-Wahn. Er ist ein echter Bauarbeiter; er ist eben Bob. Oft spielen C- und D-Hörnchen auch Bob. Dann ist D-Hörnchen Bob und C-Hörnchen Wendy. Kürzlich wollte ich mich in das Spiel einklinken und fragte freudig wer ich denn mal sein könnte. D-Hörnchen grübelte kurz nach und sagte dann:

„Der hässliche Mann der komisch läuft!“ 

Nachdem ich mich weigerte im Spiel der hässliche Mann zu sein, bot mir D-Hörnchen noch an Heppo zu sein; der ist auch doof, so das Hörnchen. Einfach entzückend, wenn man so nett und umsichtig ins Spiel einbezogen wird. 

Spielplatz 4.0

Im weiteren Verlauf des Tages haben wir den Wasserspielplatz besucht. Beworben war ein großzügiger Wasserspielpatz mit Bachlauf und allerlei Spielemöglichkeiten. Als wir ankamen fiel uns zunächst die Seilbahn und verschiedene Klettergerüste und Auge. Nicht schlecht, aber trocken. Erst auf den 2. Blick fanden wir den angekündigten Bachlauf. Und die böse Überraschung:


Er war trocken. Nach 10 Minuten intensiver Suche teilte uns eine andere Mutter mit, dass der Bach von der Stadt gespeist würde. In diesem Jahr hätte er noch kein Wasser geführt. Der Aufenthalt wurde somit zur Folter. Ein Bach, 1000 Möglichkeiten, die Fantasie auf Hochtouren und kein Wasser. Gemein! 

Wahre Größe 

„Darf ich ich in dein Zimmer?“ Fragt C-Hörnchen das D-Hörnchen. „Nein! Geh raus!“ antwortet D-Hörnchen. C-Hörnchen geht in ihr Zimmer und beginnt allein zu spielen. D-Hörnchen stellt sich in die Tür und fragt:“Darf ich in dein Zimmer?“ „Nein!“ antwortet C-Hörnchen bestimmt. „Ich darf ja auch nicht in dein Zimmer

!“ 

Für eine halbe Minute sind beide in ihren Zimmern, Tür an Tür. D-Hörnchen klagt:“Ich will nicht alleine spielen!“ und C-Hörnchen klagt:“Allein spielen ist doof!“ Sie geht zu D-Hörnchen’s Tür, klopft und fragt:“Darf ich in deinem Zimmer mitspielen?“ D-Hörnchen keift abermals:“Nein!!“ C-Hörnchen geht wieder rüber, traurig. D- Hörnchen heult:“Ich will nicht allein spielen!“ Er geht zu C-Hörnchen’s Tür, öffnet und fragt ob er mitspielen darf. 

C-Hörnchen schaut ihren Bruder mitleidig an und sagt:“Dann komm rein!“ Sie sah zu mir und sagte:“Sonst müssen wir ja beide allein spielen.“

Zu mir oder zu dir?

Es gibt eine Geschichte aus meiner Kindheit, die meine Mutter immer wieder gern erzählt: Nach der Schule saß ich mit meinem Freund Kai noch lange im Gebüsch vor der Schule und diskutierte die wichtige Frage: Zu mir oder zu dir? Keiner von uns wollte, dass seine Mutter sich sorgte weil er nicht käme, und so kam es, dass beide Mütter sich sorgten und uns schlussendlich ratlos vorfanden. 

Heute Morgen sollten B-Hörnchen und ihre Freundin Hanna sich entscheiden, bei wem sie nach der Schule spielen wollten. Ich wies sie an, auf dem Schulweg zu entscheiden, und uns Eltern das Resultat dann nach der Schule mitzuteilen. Um halb acht fuhren die beiden los. 

Um viertel vor acht standen sie wieder vor der Tür! Sie hätten sich jetzt geeinigt, dass sie bei B-Hörnchen spielen wollten. Ich fiel aus allem Wolken und wies etwas deutlicher darauf hin, dass sie sich schleunigst in die Schule bewegen sollten. Als die Tür wieder zu war, musste ich sehr schmunzeln. Immer diese schweren Entscheidungen…

20. Dezember 

Wusstet ihr, dass Nikolaus dieses Jahr auf den 20. Dezember fällt? Sehr erstaunlich, ohne jeden Zweifel. Die Gründe hierfür sind jedoch banal. 

Wie viele Kinder in unseren Breitengraden, bekamen auch meine am 1.12. einen Adventskalender. Die drei großen Hörnchen sind mit dem Prozedere inzwischen vertraut. D- Hörnchen ist leicht überfordert. Er fand am 1. Tag einen kleinen Playmobil- Mann und ist seit dem damit zufrieden, auf dem Kalender mit dem Männchen zu spielen. Hierbei ist leider die 20 aufgegangen. Was liegt also näher, als morgen dann halt mal die 20 aufzumachen. Easy! Außer für die großen Hörnchen; die finden das so ziemlich unter aller Sau. 

Eine wichtige Frage:

Manchmal muss man sich sehr wundern. Eben waren wir am Strand. Es regnete als wir zwischen rund 300 Strandkörben tobten und buddelten. 

Etwa 1/3 der Körbe war dicht und unvermietet. 2/3 waren offen aber verwaist. Um fast alle Körbe waren Ruinen von Burgen, Mauern und Kunstwerken. 

Meine Kinder spielten zwischen den Burgen und Wällen und machten sich daran, durch die eine oder andere Mauer einen Tunnel zu graben. 

Nach rund zwei Stunden angestrengtem Buddeln kam eine Frau mit drei recht großen Kindern (ca. 8,10&12), wir waren just im Aufbruch. Sie baute sich vor uns auf und sagte:“Jetzt müssen Ihre Kinder unsere Burg aber auch wieder aufbauen! Sie haben ja Schaufeln dabei!“ In der Tat war der Wall der Damen etwas angegraben. Das Schlimmste Unheil hatte der Regen geleistet, das zwei-schlimmste unser böses D-Hörnchen, dass auf dem Po etliche Male den Haufen runtergerutscht ist. 

So, nun aber die wichtige Frage: Sind wir jetzt schlechte Menschen? Wir haben gar nichts repariert und sich kichernd abgezogen. Soll sie doch beim nächsten Mal ’n Schild aufstellen; oder ’nen Wachhund!!  

Schön mal daddeln

Haha! Der große Sohn wollt‘ heut Abend sein blödes Spiel mal schön im Garten daddeln. Das Ergebnis hat ihn höchst massiv total genervt! 

Die drei Kleinen scharrten sich um ihn und quatschten ihn ununterbrochen voll. Das Highlight bildete D-Hörnchen, der immer wieder seine kleinen, klebrigen Finger Richtung Computer schob und ambitioniert „druck“ sagte.