Palindrome

Nachdem ich heute morgen feststellte, dass ich noch gut 30 Jahre bis zur Rente habe, möchte ich nun zu weit erfreulicheren Themen kommen. Das schöne Wort „Rentner“ ist nämlich ein besonderes Wort: Es ist ein Palindrom. Ein Wort, dass aus beiden Richtungen gelesen das selbe bedeutet. Weitere Beispiele sind zum Beispiel: Otto, Anna, naben oder Reittier. Das längste deutsche Palindrom ist Reliefpfeiler.

Man unterscheidet zwischen Satz- und Wortpalindromen. Satzpalindrome sind zum Beispiel: „Die Liebe ist Sieger, stets rege ist sie bei Leid.“, „Dreh Magiezettel um, Amulette zeig am Herd!“ oder „Einhorn roh? Nie!

Das längste Palnindrom aller Sprachen ist das Finnische Wort: saippuakivikauppias, was soviel bedeutet wie „Seifensteinverkäufer“.

Das Wort Palindrom stammt übrigens aus dem Griechischem und ist zuerst im späten 17. Jahrhundert verzeichnet. Es setzt sich aus den Worten „daramein“ und „palin“ zusammen die „rennen“ und „nochmal“ bedeutet. Palindrom bedeutet also „nochmal rennen“.

Slang

Was jedes Kind von zu Hause mitnimmt ist der Sprachgebrauch der Familie, der Slang. In jeder Familie gibt es ihn und in jeder bringt er zauberhafte Wortkreationen zu Tage, die nur von den Mitgliedern der Familie verstanden werden.

Fleischwurst heißt bei uns Schnitzwurst, weil man sie am Rand einschnitzen muss um die Pelle abzubekommen. Zu Joghurt sagen wir Gngnt, weil das A-Hörnchen das einst sagte. Selbst auf unseren Einkaufszetteln steht Gngnt. Schlafanzüge heißen Baggelanzug oder Bankzug. Unsere Katze heißt Pardona, nennen tun wir sie meistens Döner – weil das so ist. Wenn man bei uns ein Müsli möchte, bittet man um ein Mufli, was gleich viel besser klingt. Jedes meiner Hörnchen besitzt einen Jumpsuit, bezeichnet werden diese Anzüge als Tabbies. Jedgliche Sprays, also Deo, Haarspray oder ähnliches werden hierzulande kurzum als Sprüh bezeichnet. Ach hübsch: Käse mit Kräutern heißt Günabunda.

Besonders hübsch finde ich den Bupft, das ist ein Stift, und die beliebte Fortführung: Den Leih-Bupft. Dies ist ein Bleistift, aus dem sich wiederum der Leih-Leih-Bupft entwickelt hat: Ein Bleibstift, den man sich ausgeliehen hat. Logo. Unser Auto nennen wir übrigens das Mammut; schließlich ist es groß.

Neben den vielen Begriffen, die sich gebildet haben, trägt jeder von uns eine Vielzahl von unterschiedlichsten Spitznamen. Viele davon haben jeden Bezug zum eigentlichen Namen verloren, so dass ich euch problemlos mitteilen kann, dass Tuk, Puk, Getzi, Pupsu, Ugug Nunis oder Gugsu hier vollkommen gängige Namen sind, die zu keinerlei Verwirrungen führen. Ob das irre oder kreativ ist? Keine Ahnung!

Löllewöfellewelsprallewachellewe

Kallewann jelewemallewand vollewon elleweuch dillewie Löllewöfellewelsprallewachellewe? Illewich hallewabellewe sillewie illewin dellewer Grullewundschullewullellewe gellewelellewernt ullewund nielleiwie wiellewiedellerwer vellerwergellewesellewen. Illewinzwillewischellewen sprellewechellewen aullewauch diellewie zweillewei grollewossellewen Höllewörnchellewen diellewie Löllewöfellewelsprallewachellewe fliellewiessellewend. Ellewes mallewacht ullewuns eilleweinellewen Heilleweidellewenspallewass ullewuns illewin Löllewöfellewelsprallewachellewe zullewu ullewunterllerwerhallewaltelewen – wellewenn ellewes, zullewugellegellebellewenellewer weilleweisellewe aullewauch ellewetwallewas ullewumställewändlilliwich illewist. 

Und? Wer kann’s verstehen? Bei uns in der Schule, Ender der 80er, hieß es Löffelsprache. Sicher gibt es 1000 verschiedene Dialekte und Bezeichnungen. Erklärt mir mal die Welt:)

Da-‚ain 

C-Hörnchen konnte früher nicht ’nackedei‘ sagen. Ihr Wort dafür war „da-‚ain“. D-Hörnchen kann ganz hervorragend ’nackedei‘ sagen. Tut er aber nicht, denn hier sagen immer alle da-‚ain; weil es so niedlich ist. 

Nun ist es aber so, dass D-Hörnchen nicht da-‚ain sagen kann. Da er aber ’nackedei‘ für albernen Unfug hält, benutzt er den Ausdruck ‚a-dein‘. Damit wäre die Verwirrung dann komplett, denn ich finde ‚a-dein‘ durchaus auch niedlich und weiß gar nicht mehr was ich denken soll. Außer, dass es unter Umständen klug wäre dem Kind das echte Wort beizubringen. 

Welches war jetzt noch gleich das echte?

Battariert

Heute schenke ich euch eine wunderbare Wortschöpfung des D-Hörnchens:

Wenn etwas kaputt geht, macht Papa es heile; er repariert es. Und ganz oft, wenn die Hörnchen etwas für kaputt befinden, muss Papa eigentlich nur die Batterie wechseln. 

Gestern war ein Druckknopf am Kindersitz los. D-Hörnchen versuche emsig ihn wieder zu befestigen. Als dies nicht klappte bat er seinen Papa darum, doch bitte den Kindersitz zu batterieren. 

Papa hat das hinbekommen. Ganz ohne Batterie sogar, einfach batteriert. 

Wörter

Gestern fragte mich das B-Hörnchen, wieviele Wörter es denn wohl gäbe. Tante Google wusste schnelle Hilfe! 

Die Deutsche Sprache verfügt über rund 5.300.000 Wörter. Weltweit gibt es etwa 7000 Sprachen. Das macht also Summa Summarum eine Zahl von rund 37.100.000.000 Wörtern weltweit. 

Ganz klarer Fall also! Sollte euch malwieder ein Wort einfach nicht einfallen; argumentiert doch einfach damit, dass es einfach mal zu viele gibt. Wie soll einem bei 37,1 Mrd. Wörten denn bitte immer das richtige einfallen. 

Rudeln gehen

Wie ja bereits erwähnt, liegt hier Schnee. Für hiesige Verhältnisse sogar sehr sehr viel Schnee. Die letzten zwei Tage haben wir somit mit all dem verbracht, was man halt im Schnee so macht: Schneemann, Schlitten, Schneeballschlacht. 

Ganz besonders herrlich war dabei immer wieder eine Wortschöpfung meines C-Hörnchens: Sie geht besonders gern rudeln

Ich denke, dass dieser Begriff der Tatsache zu verdanken ist, dass wir ja ziemlich viele Leute  sind. Wenn Einzelpersonen oder Kleinfamilien auf dem Schlitten einen Berg runter fahren, nennt man das rodeln. Wenn eine größere Familie den Berg auf dem Schlitten runterfährt, dann heißt das eben rudeln. Eigentlich logisch. 

Steak Board

Ganz kurz wollte ich noch schnell die aktuell hübscheste Wortschöpfung meines C-Hörnchens mit euch teilen: 

Das Steak-Board. 

Das ist so ein Brett, aus Kuh oder so, und da sind dann Räder dran. Oder so. Keine Ahnung. Finde ich ein wunderschönes Bild, mit dem im Kopf ich jetzt einschlafe. 

Nose Nuggets 

Mir ist ein Begriff begegnet, der so putzig  ist, dass er etwas ganz und gar unschönes ganz schnell in etwas ganz und gar putziges verwandelt. Der Begriff, von dem ich so angetan bin, lautet: ‚Nose Nugget‘. Die Person zum Nose Nugget ist folglich der ‚Nose Nugget Miner‘. 

Ich bin mir vollkommen sicher, dass es im gesamtdeutschen Sprachraum keinen Begriff gibt, der das Popeln und sein Resultat auch nur annähernd so hübsch beschreibt. Duden sagt dazu schlicht:

in der Nase bohren; (norddeutsch umgangssprachlich) pulen; (norddeutsch salopp) in der Nase polken

,was jawohl genau so dämlich, unattraktiv und ekelig klingt, wie es eigentlich ist. Folgende Beschreibung hingegen, sagt das selbe, ist aber einfach hübsch:

 A nose nugget is one of those wonderful little green suprizes that you discover fluttering in your nostril. Sometimes they are hard and crunchy, and sometimes they are soft and mushy.

Danke MXC für diese Sicht der Dinge; auch wenn ich diese Sendung zum Glück noch nie gesehen habe.