Kurzurlaub 

Wir waren einen Tag im Urlaub. Ganz nah dran, bei einem lieben Freund von früher, auf dem Land. Auf dem Programm stand Grillen und Klönen mit ein paar Leuten aus unserer Schulzeit. Das Häusle ist für unsere Verhältnisse sehr ländlich gelegen. Die Kinder haben Garten, Kletterbaum und angrenzendes Feld sehr genossen, fast so sehr wie unsere kinderlosen Freunde, die sich haben beklettern lassen. Für und war es wie Urlaub!! 

Viel zu lange wusste ich nicht, ob man unser Leben mit Kindern noch mit den Leben unserer alten Freunde verbinden kann. Heute bestätigt sich, was ich zunehmend vermutet habe: Es passt. Irgendwie war ich stets davon ausgegangen, dass wir nerven und sich kein kinderloser Mensch dieser Welt freiwillig mit uns abgeben würde. Wie eine Art selbstgewählte Isolation habe ich es hingenommen wie es war. Wie dumm. Danke für den tollen Tag, wir hatten einen super Urlaub. 

   
 

Long live the Ferien

Wieder einmal sind die Ferien zu ende und wieder einmal freuen sich viele Eltern, ihre Kinder endlich wieder los zu sein. Wieder einmal finde ich das traurig. Ja! Ich bleibe dabei: Wegen mir könnten immer Ferien sein. Ich, also mein innersten ‚ich‚, nicht diese Kunstfigur der Gesellschaft, die sich anpassen muss um zu überleben, brauche keinen Kindergarten, der es mir abnimmt meine Kinder zu guten Menschen zu machen. Tatsächlich glaube ich, dass ich es besser könnte. Nur leider kommt dann in großen schritten die Realität.

Ich muss arbeiten um zu leben, oder sagen wir: Ich muss Geld ranschaffen um nach meinen Wünschen unabhängig vom Staat leben zu können. Leider sind die Kinder hierbei weitestgehend im weg, denn unserer Arbeitswelt ist nicht auf Kinder ausgerichtet, auch nicht auf Eltern. Hinzu kommt, dass die so wichtigen Sozialen Gefüge, die Kinder brauchen und formen, schwer zu simulieren sind, schließlich sind ja nahezu alle Kinder im Kindergarten. Und auch in der kargen Freizeit der Kleinen ist es oftmals stressig und einsam zu gleich. Viele Kinder rennen unter der Woche von Kurs zu Kurs, besuchen Musikschulen und Vereine, nur das was eigentlich so wichtig ist kommt dabei gnadenlos zu kurz: Das Spielen mit anderen Kindern. Sich auszuprobieren, dreckig zu werden und sich jeden Tag mit einem anderen besten Freund zu streiten.

Der optimale Rahmen um Kinder großzuziehen ist in meinen Augen ein mittelgroßer Stamm  an festen Personen, auf die die Kinder sich verlassen können. Ich stelle mir zum Beispiel ein Dorf oder eine Kommune vor, in dem Kinder mehrere Ansprechpartner und Bezugspersonen haben. Der Fokus liegt hierbei auf der Bezugsperson. Denn rein logisch sind Kinder durchaus in der Lage, sich mehrere Bezugspersonen zu suchen und sich an ihnen zu orientieren. Sich nur bei den eigenen Eltern was abzugucken, und vielleicht ’nen Erzieher zu haben, den man als Vorbild annehmen kann, ist eigentlich unnatürlich und hemmend. Leider bietet der Erziehungsort ‚Großstadt‘ da kaum Möglichkeiten. und leider haben zumindest wir den Absprung in eine andere Welt nicht geschafft. Und so besuchen meine Kinder eine Kita in der Großstadt um ideal auf das Kunstgefüge ‚Schule‘ vorbereitet zu werden um dann später optimal in diese Welt zu passen. Schrecklich.

Hörnchen-Tag III

Und heute zelebrierten wir dann den 6. Hörnchentag des B-Hörnchens. Der Tag begann sehr früh, nicht etwa weil das Kind schon wach war, sondern weil der Menne und ich zeitig zur Arbeit mussten. Böses Gift für meine Mama-Seele, wünsche ich mir doch für meine Kinder eher ein langes, gemütliches Geburtstagsfrühstück. 

Nun gut, Geschenke sind auch um 6.00 Uhr toll und so startete der Tag aufregend und schön. Nach dem Kindergarten gab es Besuch von Oma und Tante mit Cousin. Mehr Geschenke und zum Abschluss einen Ausflug ins Restaurant. Herrlich. 

Und ganz, ganz besonders süß: Mein drei Jähriger Neffe, der auf dem Land groß wird. Für ihn war der Ausflug zum Lökal ein einziges Abendteuer. Jede Straßenbahn, jedes Taxi und jedes Flugzeug wurden staunend und begeistert kommentiert. Ich könnte mir das ewig angucken. Meine Großstadtkinder bemerken so etwas nicht, dafür Staunen die über Kühe.