Pferderennen

Bei Twitter begegnete mir ein virtuelles Pferderennen.

Mit fast 50% liegt das 3. Pferd vorn und die Gemeinschaft wundert sich nun, wieso das so ist. Psychologisch betrachtet gibt es zwei Modelle, sozusagen zwei Verhaltenstypen die beide erklären, warum Antwort C am wahrscheinlichsten ist.

Zunächst ist für beide Modelle zu postulieren, dass die Pferde in einer Reihenfolge stehen und keinerlei weitere Merkmale aufweisen. Alle vier Möglichkeiten a,b,c und d sind identisch. Das Gehirn konzentriert sich von hier an auf das einzige Unterscheidungsmerkmal, den Stellenwert in der Reihenfolge. Nun gibt es die genannten zwei Verhaltenstypen:

1. Der Helfer

Der prinzipiell unterstützende Typ sieht die Positionen der Pferde wie folgt:

a) wahrscheinlicher Gewinner

b) hat eine faire Chance

c) >sinnvolle Investition

d) wahrscheinlicher Verlierer

Die Investition wird also sehr wahrscheinlich für Pferd c getätigt, einfach weil es es brauchen kann.

Der zweite Typ ist der

2. Gewinner-Typ

Er sieht die Pferde wie folgt:

a) den nehmen alle

b) den nehmen auch noch welche

c) >nimmt kaum einer

d) nimmt keiner

Da dieser Typ gewinnen möchte, und es dafür notwendig ist auf ein Pferd zu setzen, dass sonst kaum einer nimmt, trickst er seine Mitwetter aus und nimmt Pferd c. An dieser Stelle muss noch einmal auf das Fehlen weiterer Parameter verwiesen werden. Mit Hilfe vorhandener Laufstatistiken etc. wäre die Sache natürlich eine andere. So aber ist es logisch. Bei Variante a) ist der mögliche Ertrag minimal, bei Vatiante b) kaum besser. Variante d) ist zu riskant und so bleibt c).

Diese Einfache Herleitung funktioniert nur aufgrund der wenigen Parameter. Die Hinzunahme von zB. Farben oder eine vertikale Verschiebung der Pferde im Balken, würden das Ergebnis potentiell verändern, denn dann kommen andere Wahrscheinlichkeiten ins Spiel. Dennoch bleibt es berechenbar. Denn auch Lieblingsfarben oder favorisierte Laufrichtungen sind statistisch zu erfassen und damit einzuberechnen. Gehirne sind so durchschaubar.

Hohl und leer

Ich bin hingegangen. Das war für mich bis zu letzt nicht sicher. Ich habe die Klausur geschrieben und sitze nun in einer Blase aus Unsicherheit. Keine Ahnung ob es gereicht hat. Keine Freude, keine Entspannung. Hohl und leer. Ergebnis in 6 Wochen. Bestenfalls bestanden, schlechtestenfalls Wiederholung im September. Nur schwarz und weiß. 

Multiple Choice auf ‚wahr‘ und ‚falsch‘. 42 x 4 Antworten zu beurteilen. Etliche konnte ich durchaus lösen, einige habe ich tapfer geraten. Das Format der Klausur macht es mir jedoch unmöglich einzuschätzen, ob es am Ende zu 50% gereicht hat. Bei meinem Glück habe ich 49%…

Abwarten. Und Bier trinken

Dann find‘ ich’s eben geil!

Ich hatte ja schon erwähnt, dass die Uni mich grad gut ausfüllt. Die letzten Tage hat die schiere Masse des zu lernenden Stoffes mich gelähmt; wo anfangen? Vor mir ein riesen Stapel Karteikarten und ich so leer. 

Gesten Abend lag ich im Bett und sinnierte über meinen vorprogrammierten Misserfolg. Und da fiel es mir ein: Find’s doch einfach geil!! 

Es ist doch so: Wenn ich auf ne Party gehe und vorher sage, dass es eh kacke wird, dann wird es kacke. So ist es! Ich finde lernen jetzt so richtig gut, ja großartig. Methodik ist unfassbar wissenswert und spannend. Und gegen Klinische Psychologie kann man gar nichts haben. Was gibt es besseres als wunderbare ICD 10 Klassifikationen auswendig zu lernen? Nichts. Und Diagnosekriterien gehen mir runter wie Butter. 

So bin ich es heute angegangen. Und es war gut. Nein, es war richtig geil! Und es wird einfach mal kein Problem sein!!

Statistik 

Eine Margarine wird aktuell damit beworben, dass sie

52% weniger Fett hat, als Butter mit 82% Fett. 

Das ist toll, zumindest klingt das so. Aber was ich mich frage ist, wieviel Prozent der Werbekonsumenten und Innen kapieren eigentlich, was das jetzt heißt? 

Ich für meinen Teil ess‘ weiter Butter. Die hat Fett und macht fett. Da weiß man was man hat.