Sandsektoren

Am so einem Strand gibt es ja recht viel Sand. Trotzdem finden meine Hörnchen leider allzu oft trotzdem einen Grund herumzustreiten. „Dein Loch ist zu nah an meinem Loch!“, „Dein Sand fällt in mein Loch!“, „Du nimmst immer den guten Sand!“ und „Deine Mauer ist zu nahe an meiner Burg!“ Sind nur wenige Beispiele für den herrschenden Krieg. 

Heute Abend schlug ich vor den Stand morgen in vier Sektoren einzuteilen. So konnte jeder in seinem Sektor graben, Grenzen bauen oder sich verbünden. Ich sagte dies in deutlich genervtem und leicht verzweifeltem Ton und bedauerte es sehr, dass ich überhaupt an eine so dämliche Lösung denken musste, da erhob das A-Hörnchen die Stimme und motzte barsch in meine Richtung:“Da mach ich nicht mit! Dann mach ich alles kaputt bei den anderen!“ 

Kopfschüttelnd gab ich auf. Alle streiten und zetteln Krieg an, das Kampfgebiet wird aufgeteilt; drei machen mit und einer motzt immer noch. A-Hörnchen scheint der geborene Diktator. Was habe ich nur falsch gemacht..! 

Sachensuchersäckchen 

In diesem Jahr hat Oma sich etwas ganz besonderes für die Hörnchen einfallen lassen. Jedes Hörnchen hat ein höchst eigenes Sachensuchersäckchen bekommen. Ein kleines Täschchen zum umhängen, in das man alles die tollen Schätze laden kann, die einem am Meer über den Weg laufen. Die Taschen sind ein voller Erfolg. Die Hörnchen tragen sie mit viel Stolz und sind sehr fleißig am suchen! 

Urlaub 2016.1

Familie Hörnchen war auf großer Fahrt. In den vergangenen 12 Tagen habt ihr lauter altes und vorgekautes Zeug von mir gelesen und in den kommenden werde ich den Urlaub skizzieren. Natürlich nicht in epischer Breite, aber das eine oder andere Highlight wird sich finden lassen!

Ich fand es irgendwie klug nicht im livestrem zu bloggen, dass wir a) nicht da sind und b) wo wir sind. So lege ich nun allen Stalkern und Einbrechern eine geschickte Finte und jage sie an den jeweils völlig falschen Ort. Gefickt eingeschädelt!

So freut euch also auf die eine oder andere Urlaubsanekdote und bestimmt auch ein paar Bilder vom Meer.  

Flaschenpost 

Auf dem Rückweg aus unserem Urlaub, haben wir mitten im Watt eine Flaschenpost von der Fähre geworfen. Die Idee stammte vom A-Hörnchen und ganz knapp vor der Abreise haben wir das Ding dann schnell fertig gemacht. Nachdem sie am 22.8. ins Wasser geflogen ist, habe ich keinen halben Gedanken mehr an sie verschwendet.

Heute dann die große Überraschung! Unsere Post ist angekommen und gefunden worden. Auf Spiekeroog, der direkten Nachbarinsel unserer Urlaubsinsel, ist die Buddel genau neun Tag nach ihrem Seegang gefunden worden. 

Ist das aufregend! Jedenfalls bekamen wir heute eine Postkarte von einer Familie aus München, die auch sehr, sehr aufgeregt war, und unsere Buddel am 31.8. gefunden hat. Toll!! Ganz super toll!! Das A-Hörnchen dreht durch wenn er von seinem 1. Schultag nach den Ferien nach Hause kommt. Uiuiuiuiuiiii!

Eine wichtige Frage:

Manchmal muss man sich sehr wundern. Eben waren wir am Strand. Es regnete als wir zwischen rund 300 Strandkörben tobten und buddelten. 

Etwa 1/3 der Körbe war dicht und unvermietet. 2/3 waren offen aber verwaist. Um fast alle Körbe waren Ruinen von Burgen, Mauern und Kunstwerken. 

Meine Kinder spielten zwischen den Burgen und Wällen und machten sich daran, durch die eine oder andere Mauer einen Tunnel zu graben. 

Nach rund zwei Stunden angestrengtem Buddeln kam eine Frau mit drei recht großen Kindern (ca. 8,10&12), wir waren just im Aufbruch. Sie baute sich vor uns auf und sagte:“Jetzt müssen Ihre Kinder unsere Burg aber auch wieder aufbauen! Sie haben ja Schaufeln dabei!“ In der Tat war der Wall der Damen etwas angegraben. Das Schlimmste Unheil hatte der Regen geleistet, das zwei-schlimmste unser böses D-Hörnchen, dass auf dem Po etliche Male den Haufen runtergerutscht ist. 

So, nun aber die wichtige Frage: Sind wir jetzt schlechte Menschen? Wir haben gar nichts repariert und sich kichernd abgezogen. Soll sie doch beim nächsten Mal ’n Schild aufstellen; oder ’nen Wachhund!!  

Das große, salzige Nass

Der erste Tag liegt hinter uns, das erste Mal Durchregnen auch. Aber sehen wir der Wahrheit mal ins Gesicht: Nass werden vom Regen ist fast egal wenn man in der Brandung steht und das Salzwasser einem in den Klamotten hochsteigt. 

Das Meer. Es ist so wunderschön! Meine Kindheit und frühe Jugend verbrachte ich zu großen Teilen auf einem Segelboot. Was ich als Kind liebte, dass begann ich als Teenie zu hassen. Aber die Liebe zum großen, salzigen Nass ist geblieben. 

Zum krönenden Abschluss dann heute Abend eine Runde laufen im Sand. Gibt’s denn was besseres? 

Urlaubswetter

Langsam wird es spannend. In fünf Tagen geht es in den Urlaub und das bedeutet: so ganz langsam kann man die Wetterprognosen ernst nehmen. 

Es ist schon so ein Phänomen. Seit dem der Menne und ich gemeinsam in den Urlaub fahren, also seit Ca. 16 Jahren, fahren wir in Dreckswetter. In den Ferien bereisen wir immer die Woche, in der es regnet. Die letzten Sommerurlaube an der Nordesee verbrachten wir in Regenhose und Gummistiefeln. Ein Elend, habe sich doch die Kinder vor Jahren Luftmatratzen zum Plantschen gekauft, die sie wohl nie benutzen werden. 

Und wer jetzt denkt: Regen an der Nordsee, das kann doch jeder! Wir hatten auch schon:

  •  Camping im Schnee, mitten in Berlin  oder 
  • Sturm und Kältewelle in Ägypten 

Also, irgendwie haben wir es voll drauf. 

Unerwartet aber willkommen

Vollkommen unerwartet ereilte mich, mitten in den Prüfungsvorbereitungen, eine nette, willkommene Überraschung. 

Es ist Sommer! Und obwohl die Sommerfigur auch dieses Jahr auf sich warten ließ, bin ich überglücklich. 

Endlich tauscht sich ‚Schneeanzug anziehen‘ in ‚Sonnencreme verteilen‘. Aus ’nasse Stifel trocknen‘ wird ‚dreckige Sandmonster waschen‘ und aus ‚Dauerbrandofen‘ wird ‚dauerhaft im Garten‘. Ich finde: Mehr braucht’s nicht!!! Hallo lieber Sommer!!