Warum machen Sie denn sowas

Ich saß gestern Abend in der Straßenbahn. Draußen regnete es junge Hunde und ein Mann stieg mit seinem Fahrrad ein. Der Reifen war platt und nass, der Mann auch. Ächzend bugsierte er das tonnenschwere Rad an einen der raren Stellplätze und fummelte mit seinen klammen Händen Kleingeld aus der Jackentasche. Er stellte fest, dass der nächste Fahrkartenautomat einige Meter entfernt war, was ich gut daran erkennen konnte, dass er mit Kleingeld und Fahrrad in der Hand dort stand um hilflos um sich schaute. Ich stand auf und fragte, ob ich kurz sein Rad halten sollte. Der Mann bedankte sich und zog los, sich eine Fahrkarte zu kaufen.

Ich stand da also, hielt das Riesenrad am Lenker und hatte so meine mittlerer Mühe das wirklich große Herrenfahrrad in der fahrenden Bahn zu halten. Egal, für die drei Minuten wird es gehen. Am Heck des Rades sass eine ältere Dame, die sichtlich Bedenken hegte, das böse (erstaunlich saubere) Fahrrad könnte ihre Jacke berühren. Übertrieben rückte sie immer weiter ab und verzog ein Gesicht als hätte sie im Regen einen Platten gehabt. Dann sah sie mich pikiert an und sagte:„Warum machen Sie denn sowas?“ Wiedereinmal stand ich sprachlos in der Bahn. Ich habe faktisch fast nichts getan. ich habe ein lächerliches Fahrrad festgehalten, wenige Minuten lang. Ich habe mich nicht angestrengt, kein Geld ausgegeben, mich nicht in Gefahr gebracht oder sonst irgend ein Opfer gebracht. Ich habe ein Fahrrad festgehalten. Man man. Ich blickte die Dame fragend an und sagte:“ Damit der Herr sich eine Fahrkarte kaufen kann.“ In diesem Moment kam der nasse Mann zurück. Er bedankte sich noch einmal, nahm sein Rad. Ich setzte mich wieder und die Frau schüttelte fragend den Kopf.

Einfach ekelhaft!!

Was mir heute morgen widerfahren ist hat mich wirklich entsetzt und fast zum öffentlichen Ausrasten gebracht. Ich sass mit den Hörnchen in einer gut besetzten Straßenbahn. Eine ältere Frau stieg ein und ich checkte kurz ab ob ich für sie aufstehen müsste. Da aber auf dem Sitz hinter meinen Hörnchen noch ein Platz frei war, bewegte ich mich nicht. Die Bahn fuhr an und die Frau stand immer noch im Gang. Sie pikierte sich darüber, dass ich gefälligst aufstehen sollte um ihr den Platz neben dem D-Hörnchen frei zu machen. Verwundert wies ich sie auf das kleine, verängstigte Kind hin UND auf den freien Platz in ihrem Rücken. Die Frau guckte abfällig zu diesem Platz und teilte überlaut mit, dass sie sich DA bestimmt nicht hinsetzten würde. Ich erstarrte. Auf dem Nachbarsitz saßen etwa 12 Jahre alter Junge und hörte Musik. Dann begriff ich: Der Junge hatte dunkle Haut.

Ich blickte die Kuh mit aller Verachtung an und schrie:“Sie sind das mit Abstand ekelhafteste was ich bisher erlebt habe!!“ Ich war wirklich ausser mir, nahm mein Kind und setzte mich neben den Jungen der zum Glück sehr laute Musik hörte. C-Hörnchen fragte mich was mit der Frau sei und ich klärte sie ebenfalls laut und deutlich auf, dass die Frau sehr sehr dumm wäre und einfach nicht wisse wie man sich benimmt. Auch andere Leute stimmten zu und so saß die olle Nazi-Kuh zwar auf ihrem Wunschsessel, aber auch nur weil ich mich ganz bestimmt nicht auf ihr Niveaus herablassen wollte. EKELHAFT. nicht mehr und nicht weniger.

Was soll das denn?

Manches verstehe ich nicht. An unserer Bushaltestelle sind Hocker.  Ganz stylisch und in verschiedenen Höhen. Schön und gut, doch heute morgen sah ich, dass man vor die Hocker einen Pfosten gestellt hat:  

Hübsch, nicht wahr? Ihr seit herzlich eingeladen mir zu erklären, was DAS soll. Warscheinlich habe ich nur wieder irgendwas nicht kapiert.. Was fällt euch dazu ein?

Der Busfahrer 

Manchmal trifft man Menschen…Man man man.  Eben im Bus mit dem B-Hörnchen:

Wir steigen ein, der Fahrer grüßt sehr freundlich:“Guten Morgen, Sie haben freie Platzwahl.“ Ich halte es für einen Witz und gehe mit dem Hörnchen weiter Richtung Stempelautomat. Auf die Frage des Hörnchens, wie herum sie die Fahrkarte hineinschieben soll, kommt der Busfahrer gelaufen und hält ein Referat über den Fahrkartenautomaten. Oh man. Wir setzen und weiter hinten in den Bus und eine Frau betritt selbigen. Als sie bemerkt, dass die mittlere Tür verschlossen ist, steht der Fahrer abermals auf und demonstriert ihr an jeder der drei Türen, welches die Schalter für Notöffnungen sind, wo man drücken kann und welche der Türen nur er bedienen kann. 

Als einen Dame mit Rollator einsteigen will, gibt es eine Durchsage:„Der Busfahrer bittet Personen mit Rollatoren, Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer die zweite Tür zu benutzen. Diese ist für Sie geöffnet und das Fahrzeug wird abgesenkt. Danke!“ Inzwischen dachte ich, schlecht zu träumen. Aber es ging no weiter. Nach unendlichen Minuten  an der selben Haltestelle, bewegt hatte der Bus sich zu diesem Zeitpunkt noch keinen Meter, ließ er den Motor an. Ich erwartet schon die Hinweise zu den Schwimmwesten, da kam tatsächlich eine erneute Ansage:„Sehr  verehrte Fahrgäste, soeben ist am Bahnsteig gegenüber die Linie xx eingetroffen; wir werden noch etwa eine Minute warten, damit die Fahrgäste zusteigen können.“ Wieder öffneten sich Türen, wieder wurde erläutert. Ein Traum, das musste ein schlechter Traum sein. Dann fuhr der Bus endlich los. Als unsere Haltestelle kam, drückte ich den Stop-Knopf und stand auf. Da ertönte schon wieder eine Ansage:„Verehrte Fahrgäste, bitte beachten Sie, dass es beim Aussteigen links eine kleine Stufe zu überwinden gibt; der Bus wird zusätzlich abgesenkt. Ich wünsche Ihnen eine angenehme Weiterreise.“

WAS UN ALLES IN DER WELT REITET DIESEN BUSFAHRER??? 

Hörnchen-Tag III

Und heute zelebrierten wir dann den 6. Hörnchentag des B-Hörnchens. Der Tag begann sehr früh, nicht etwa weil das Kind schon wach war, sondern weil der Menne und ich zeitig zur Arbeit mussten. Böses Gift für meine Mama-Seele, wünsche ich mir doch für meine Kinder eher ein langes, gemütliches Geburtstagsfrühstück. 

Nun gut, Geschenke sind auch um 6.00 Uhr toll und so startete der Tag aufregend und schön. Nach dem Kindergarten gab es Besuch von Oma und Tante mit Cousin. Mehr Geschenke und zum Abschluss einen Ausflug ins Restaurant. Herrlich. 

Und ganz, ganz besonders süß: Mein drei Jähriger Neffe, der auf dem Land groß wird. Für ihn war der Ausflug zum Lökal ein einziges Abendteuer. Jede Straßenbahn, jedes Taxi und jedes Flugzeug wurden staunend und begeistert kommentiert. Ich könnte mir das ewig angucken. Meine Großstadtkinder bemerken so etwas nicht, dafür Staunen die über Kühe.