Urlaubshörnchen

Familie Hörnchen war im Urlaub über Weihnachten. Das erklärt die Stille hier im Blog und meine dauerhaft laufende Waschmaschine ab heute. In Dänemark waren wir, eine Woche. Ein hübsches Haus mit alles was man braucht und einem kleinen aber feinen Highlight: Einem Pool! 

So haben wir die Feiertage zusammen mit meiner Schwester und Ihrer Familie zwischen Pool, Whirpool, Dünen und Sturm verbracht und es genossen dem Trubel entkommen zu sein. Minimalistisch war es, und gemütlich. Anstatt eines Pompösen Baumes hatten wir einen stylischen Vorhang mit Tannenbaum-Druck, jedes Kind bekam ein Geschenk und zu essen gab es Kekse. Als Weihnachtsessen hatten wir Dänischen HotDog und alle waren glücklich und zufrieden. 

Es kommt ein Sturm

Da draußen braut sich großer Wind zusammen. Ich mag das sehr. Wind kann mir kaum genug sein, ich liebe es zuzugucken wie die Bäume sich biegen und mag das Ächtzen des Hauses. Sturm ist einfach super. Irgendwie liegt die Erwartung von etwas Grossem in der Luft, alles ist möglich. Sturm ist gemütlich und anheimelnd. Alle versammeln sich zu Hause am Fenster, trinken heißen Kakao und schauen aus dem Fenster.  

Nur eine einzige Frage habe ich an den Sturm. Warum kommst du immer an dem Tag, an dem der gelbe Sack abgeholt wird? Hier in der Gegend haben wenige Menschen die gelbe Tonne. Und so stellen die Menschen am Abend ihre gelben Säcke an die Straße und du Sturm, du alter Kindskopf, spielst dann damit. Morgens ist es dann immer das selbe Bild. Hinter dem Haus: Herbstliches Sturmchaos aus Ästen und Blättern. Vor dem Haus: Herbstliches Müllchaos. Elend. Doof. Und dann plötzlich gar nicht mehr gemütlich. 

Herbst, der Herbst, der Herbst ist da!

Heute habe ich offiziell den Herbst ausgerufen. Es ist windig, kalt und nass. Die ersten Triefnasen haben uns erreicht und alles ruft nach 

ERBSENSUPPE !

Gesagt getan. Ich koche sehr gern dicke, fette Suppen. Eine kräftige Brühe mit mächtig Einlage. Mettenden (oder Tofu) und ein paar Tüften; ich mag es wenn es schon den ganzen Tag im Haus nach den riecht, was es abends gibt. Ich finde es ungeheuer gemütlich wenn abends alle mit verwehten Haaren zusammenkommen und gemeinsam essen. Hallo Herbst; schön dass du da bist. 

Und wie ich grad erfahren habe dann ja auch schon wieder „Tschüss“. Ab morgen erwartet uns ein hohes Hoch mit viel Sonne und hohen Temperaturen. Na ein Glück, dass es die Suppe heute gibt und nicht etwa morgen. Ich hoffe jedenfalls, dass ihr einen schönen ersten Herbst hattet!

Es reicht jetzt!

Es ist nicht mein Lieblingsthema und eigentlich habe ich es mir zum Grundsatz gemacht, es zu so mögen wie es ist. Jede Ausprägung hat was für sich! Schnee ist wunderbar still und sinnlich. Er glitzert und verzaubert alles. Sturm ist beeindruckend und imposant! Gewitter sind faszinierend und ein Platzregen kann mich zum staunen bringen. Die erste Wärme im Frühling ist betörend und noch ganz unwirklich, und wenn es das erste mal wirklich warm ist freut sich jede Zelle meines Körpers. Tatsächlich bin ich am Ende eines jeden Winters wie erfroren. Ich habe das Gefühl der Kälte nichts mehr entgegenzusetzen zu haben, ich bin unbeweglich und schleppe Wärmflaschen mit mir spazieren. Bis auf die Knochen friere ich dann, dauernd und schnell. 

Und so kommt es, dass in mich nun doch einmal über das Wetter beschweren muss. Es ist so entsetzlich kalt. Ich kann jetzt nicht mehr. Kaffee, warmer Tee, Lage um Lage an Klamotten und auch Decken nützen nichts mehr. Mein Sonnenspeiche ist aufgebraucht. Ich will Sonne. Ich will bitte bitte einfach malwieder einen Tag lang nicht frieren.  Ich möchte auf einer Bank sitzen ohne zu bibbern, ich möchte Fahrrad fahren ohne es zu verfluchen. Ich möchte im Garten sein, ich möchte das frische Grün genießen. Schluss jetzt! Ich will Sonne.