🌷200 🌷

Ich möchte diesen Moment kurz mit euch teilen, mit euch 200, denen Menschen, die diesem Blögchen tatsächlich folgen. Denn heute sind es ganz genau 200. Ich bin begeistert!

Als ich 2015 startete, tat es des Schreibens wegen. Schreiben tut mir gut und ich tue es bei weitem nicht nur hier. Jeden Schritt, jeden Pups in meinem Leben schreibe ich auf. Nun, jedenfalls startete ich den Blog primär für mich und freue mich umso mehr, das jeden meiner Wirren Gedanken so vielen Menschen lesen. Natürlich ist mir bewusst, dass 200 Menschen im großen weiten Internet nix sind, dennoch freue ich mich über jeden einzelnen von euch!

Um es nicht unerwähnt zu lassen; Mütterchen•Frost gibt es auch bei Facebook; auch da gibt es eine Schar von 93 Menschen die mich lesen und auch die sind alle sowas von willkommen.

1653 Artikel haben ich bis heute verfasst; das ist viel! Und zumindest bis dato habe ich immer noch jede Menge zu sagen! Also; keep on reading. Thx!

Anne Frank

‚Das Tagebuch der Anne Frank‘ läuft im Kino. Und als ich grad die Vorschau sah stellte ich fest, dass das Thema so brisant wie lange nicht mehr ist. Guter grausamer Zeitpunkt. 

Anne Frank, das war damals das erste Buch, dass ich zum Thema gelesen habe; nein, ich habe es verschlungen. Seit diesem Buch lese ich Jahr für Jahr immer mehr Bücher, Zeitzeugenberichte, Studien, Analysen und alles was es sonst gibt. In vielen Werken habe ich tief in die Abgründe des menschlichen Handels und Denkens geschaut, voller Entsetzen konnte ich nächtelang nicht schlafen. Ich habe versucht zu verstehen, habe strategisches Vorgehen und Beweggründe studiert, habe mich, nicht zuletzt im Studium, mit  menschlichem Denken, Fühlen und Handeln beschäftigt. Und doch stelle ich fest, weiß ich heute nicht, wie man es verhindert, dass sich wieder Menschen verstecken müssen, sie verfolgt und getötet werden. Es ist so bedrohlich und macht gleichzeitig so hilflos. 

Und während ich früher nicht gezögert hätte mich selbst in Gefahr zu bringen, bin ich heute ‚viele’und handle nicht mehr nur auf meine Rechnung. Aber kann man andererseits als Mutter zusehen, wie andere ihr Wertvollstes verlieren? Ich möchte es nicht erleben 

Liebes Tagebuch 

Ich habe meine ganze Jugend über akribisch Tagebuch geführt. So kommt es, dass in etwa jedes wichtige Ereignis zwischen der 5. und 13. Klasse gut dokumentiert ist. Heute habe ich nach bestimmt 10 Jahren malwieder in den Büchern gelesen. Einige Male habe ich wirklich laut gelacht:

Meine Ratte Batida war mir ausgebüchst und hatte sich leider unter dem Bett meiner Eltern verschanzt. Es dauerte 1,5 Tage bis sie wieder aus kam. Meine Eltern waren Not amused. 

Am ersten Schultag in der Oberstufe schrieb ich:“Gestern Abend waren wir noch bis 0.30 Uhr im Pub. Viel Bier getrunken, war cool.Heute war mein erster Schultag am AG. Leider 4 Stunden zu spät gekommen. Aber war ok sonst.“ 

Des Nachts schrieb ich etwa 10 Zeilen; am nächsten Tag kommentierte ich:“Shit, kann gar nicht lesen was da von gestern steht. War aber glaub ich gut!“

Meine Mutter war den Streit zwischen mir (15) und meiner Schwester (14) leid und pampte mich an. Ich dokumentierte die Unzulänglichkeiten von Schwester und Mutter und musste dann doch zugestehen, dass ich sie vielleicht eines Tages verstehen würde, wenn ich selber mal ne 14 jährige Tochter hätte. (…7 Jahre noch…)

Ich berichtete über meine neue Schule und fasst zusammen:“Der Englisch-Lehrer hat voll einen an der Waffel! Zum Glück sehe ich den ja eigentlich nie!“ 

Herrlich. Teenie sein ist so cool!!!