Berlin II

Aus Kostengründen nächtigen wir in der Jugendherberge, zusammen mit ca. 100 Jugendlichen. Die Teens auf Ausreise sind ein beschauliches Volk. Sie treten in Kleingruppen auf und essen im Rudel. Zum Frühstück und Abendbrot müssen wir dringend vor ihnen kommen, sonst geht für 60 Min. nichts; das kann man organisieren. Ansonsten ist es ein wenig wie ein großer Rückblick in eine vergangene Welt.

Kichernd schieben sich vier bis sechs Mädchen in HotPans über den Flur, irgendwas ist ja immer erstaunlich komisch. Zeitgleich verlässt eine Gruppe angehender Bartträger ein Zimmer. Lauthals tun sie kund, dass Digga noch nicht ferddisch is und der annere, alda noch scheissen gehen muss. Einer verbirgt eine offenbar geschmuggelte Dose Bier unter dem Shirt; zu auffällig. Die Mädchen kichern sich weiter Richtung Tür und der verlassen den Flur außer Atem, ohne ein vollständiges Wort gesprochen zu haben.

In den Toiletten stehen sie, ganz ohne Übertreibungen, Wache wenn eine mal Groß muss. „Achtung!!“, piept eine und die andere unterbricht offenbar hektisch, während mein Hörnchen die danebenliegende Kabine bezieht und laut kundtut, wie genau die riesige Kaka-Wurst aussieht, die sie da produziert. Die Teens sind unbeeindruckt.

Beim Essen sind sie sich alle einig, egal ob Junge oder Mädchen: „Fick dich Alder, ich ess nur Nachtisch!“ blökt ein Prolo vom 1.45 m durch den Speisesaal und meine Hörnchen stimmen alle zu.

Plötzlich groß

Mein Kleinster kann schwimmen, ist das zu glauben? Eigentlich schon, denn auch die drei Großen haben in den Monaten vor ihrer Einschulung schwimmen gelernt. Auch auf die Tellerschaukel im Garten kommt er seit heute problemlos und beim Abendessen stellte er selbst fest: „Grad ist die Zeit, wo ich ganz viel lerne!“ Da hat er recht, grad geht es schnell und fast jeden Tag lassen wir ein Stück hinter uns und betreten neue Welten.

Schon lange macht keiner mehr Mittagsschlaf, seit zwei Jahren können alle radfahren. Ewig schon muss ich keinen mehr füttern und inzwischen putzen alle allein ihre Zähne. Meine Kinder werden groß, und ich bekomme Woche für Woche ein kleines Stück Freiheit zurück. Dennoch ist es schmerzlich sich von so manchem zu verabschieden; mit flauem Gefühl im Magen denke ich an den Sommer und die letzten Tage mit Kita-Kind. Ab August habe ich vier Schulkinder! Schritt für Schritt gehen sie da raus, in diese große Welt und Schritt für Schritt brauchen sie mich immer ein bisschen weniger.

Und ganz so drastisch ist es dann doch nicht. Bevor sie mich weniger brauchen, brachen sie mich erst mal anders. Aus der „Versorgerin“ wird eine „Beraterin“. Hausaufgaben, Referate, Liebeskummer. Das erste Deo, Pickel auf der Nase und Stress mit dem Kumpel; klar, die Probleme änderen sich und doch bleibt man noch ganz schön lange die Ansprechpartnerin Nr.1. Hoffentlich! Denn wenn meine zukünftigen Teenies mit all ihren Sorgen zu mir kommen können, ohne sich albern, dumm oder sonst was zu fühlen, dann ist alles ok. Und bis das so weit ist, freue ich mich wie eh und jeh über jeden Fortschritt, jedes Schwimmabzeichen und alles andere was sie so großartig schaffen, an dem ich nie Zweifel hatte.

first love

„Mama, hast du noch alte Sachen von früher?“, Fragte mich das A – Hörnchen vor ein paar Tagen. Und ja! Ich habe noch alte Sachen von früher. Unendliche Massen alter Sachen von früher, vornehmlich aus den Jahren 1995 bis 1997. Und so stiegen wir heute auf den Dachboden um in der alten Zeit herum zu forsten und mal zu gucken, was die Mama so getrieben hat als sie 12 oder 13 Jahre alt war.

Die Suche ging schnell und so standen wir ruckzuck vor drei wirklich großen Kisten, voll gestopft mit Kram. Zugegeben ein klein wenig hatte ich vergessen was dort alles drin ist. Uns erwartete eine wahre Flut aus Take That- Fan Artikeln. Neben einiger Kilo Videocassetten, Audio Kassetten, Postern und Zeitungsartikeln fanden wir natürlich auch die obligatorischen Bravo- Autogrammkarten, Briefmarken, Klebe- Tattoos, Bügelbilder und Song-Books. All das Zeug war fein säuberlich sortiert, die einzelnen Blätter ein geklebt, in den Ordnern hatte ich Inhaltsverzeichnisse angelegt. Auch diverse Panini Alben, Sticker Alben und sündhaft teure Fanzeitschriften fanden sich, so dass ich mich schnell fragte, wie ich das überhaupt finanziert habe? Nun ja, Prioritäten muss der Mensch setzen und so habe ich das eben finanziert – weil es das allerwichtigste auf der Welt war. Einige Minuten später schmunzelte ich sehr; hätte ich in meinem späteren Leben die Schule mit einer solchen Sorgfalt behandelt, mein Abi hätte sicherlich nicht die Note 3,6 gehabt! Nun gut, man kann nicht alles haben. Prioritäten muss man setzen, und auch später hatte ich diese deutlich formuliert. Wie dem auch sei, wir gruben weiter und fanden neben einem Take That Kopfkissen, 25 T-Shirts, dieversen Mützen und Caps, einen Rucksack, einer Reisetasche, einem Duschgel, Schmuck, dutzender Schlüsselanhänger und zwei Jacken auch die damals unglaublich begehrten Take That- Barbie Puppen. Leidenschaft und Hingabe, ja das konnte ich schon immer gut. Was ich in dieser Zeit an Zeit, Geld, Gehirnsschmalz und Emotionen ausgegeben habe und diesen Kult gerecht zu werden… Es ist unglaublich!

Wie alles im Leben endete diese Phase recht abrupt im Sommer 1997. An die Stelle von Mark, Robbie, Gary, Jason und Howard trat der erste echte Freund. Für alberne Schwärmerei, Poster und Zeitungsartikel war nun keine Zeit mehr. Ein neuer Lebensabschnitt begann und auch dieser endete, sowie viele andere es bereits taten und noch tun werden. Ich bin wahnsinnig gespannt, was mich in den kommenden Jahren erwartet. Welche Teenie- Idole gehuldigt werden, welche Poster aufgehängt und welche Konzerte wir gemeinsam besuchen werden. Wenn meine Kinder ähnlich begeisterungsfähig sein, wie ich es war oder wird sie all das völlig kalt lassen? Ich werde es erleben, und wenn ich mir überlege, dass der Wahnsinn bei mir mit zwölf Jahren begann, dann ist es gar nicht. Mehr lange hin. Überhaupt gar nicht mehr!

Greena

Gestern Abend um 22.00 klingelte mein Telefon. Meine Mama rief aus dem Urlaub an. Sie waren am Seewasseraquarium in Greena/ Dänemark vorbei gekommen und da musste sie mich anrufen.

Vor ungefähr 25 Jahren waren wir schon einmal in Greena. Ich war damals ein angehender Teenager, bereit die Welt zu beherrschen nur leider noch etwas unbeholfen. Nach dem Eitritt in das Aquarium kam es zum Streit. Ich wollte A, meine Familie wollte B. Natürlich weiß ich nicht mehr im entferntesten, worum es ging. Jedoch war es wichtig, elementar wichtig. So wichtig, dass ich völlig außer mir geriet und furchtbar kämpfen musste. Ich verließ die Familie und zog einige Zeit allein durch’s Aquarium; unendlich wütend. Die Familie hatte sich inzwischen ins Bistro gesetzt und etwas zu trinken bestellt. Immer noch kochend vor Wut kam ich dazu. Meine Mama schob mir ein Glas Fanta rüber, bot Frieden an. Ich groß das Getränk wie von Sinnen auf den Tisch und rastete aus. Wegen A oder B oder dem Ende der Welt.

Heute, 25 Jahre später, können wir über diesen Tag lachen. Damals muss es für meine Eltern entsetzlich gewesen sein. Den Inhalt eines Teenie-Kopfes zu verstehen ist schier unmöglich und die Masse an Emotionen zu lenken für alle Beteiligten eine riesen Herausforderung. Ich war eine Bestie, damals. Ich habe meine Eltern traktiert, in den Wahnsinn getrieben und um jeden Millimeter Freiheit gekämpft. Und bei all dem Theater, dem Streit und dem Stress war es jeder Millimeter wert, hat mich jeder Disput zu dem gemacht, was ich heute bin.

Ich hoffe, dass auch meine Kinder kämpfen werden, dass sie sich sicher genug fühlen um das zu tun. Und ich hoffe, dass ich die Kraft meiner Eltern haben werde diese Rebellionen zu ertragen und eines Tages über sie lachen zu können.

Bamf II

Gestern nahm ich Stellung zu dem soganennten Skandal um das Bamf, das angeblich unerlaubt Asylbewerbern gestattet hat hier in Deutschland zu bleiben. Heute möchte ich etwas genauer hinsehen. Eine Leserin bat mich die Rolle der unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge zu betrachten.

Exemplarisch für die tausenden von jungen Menschen, halben Kindern und Teenagern, die in den Jahren hier angelandet sind, stellen wir uns also einen 16 jährigen Teenie in Syrien vor. Mutter tot, Vater verfolgt. Würde dieser Junge in Deutschland leben, deutscher Staatsbürger sein, würde er bereits an dieser Stelle als schwer traumatisierte gelten. Er bekäme alle Hilfen dieser Erde um den Verlust der Mutter zu verkraften, die Familie bekäme Schutz. Unser Teenie ist aber nicht in Deutschland. Er lebt in Syrien, er bekommt nichts; nur Angst.

Der verfolgte Vater beschließt mit dem Jungen zu fliehen. Sie lassen alles zurück, Haus, Freunde, Familie, den Ort an dem man immer gelebt hat. Sie machen sich auf eine lange, beschwerliche und lebensgefährliche Reise. Würde die Familie in Deutschland leben, waren an dieser Stelle alle Behörden alarmiert. In Syrien ist die Flucht jedoch der bessere, der sicherere Ausweg. Für einen Teenie ist es ein schweres Trauma alles zurück zulassen, inklusive der Erde, auf der die Mutter starb.

Auf der Monatelangen Flucht wird das Geld knapp. Schlafen im Freien, Kälte und Hunger machen jeden Tag zu einer Qual. Der Vater des Jungen wird schwächer. Er schafft es nicht. Als Vollwaise schlägt er sich allein durch, hilflos, allein gelassen und voller Angst. An was soll man sich halten, wenn alles was man erfährt Schmerz, Elend und Angst ist. Da es für den Rückweg allein zu spät ist, zieht der Junge weiter. Immer mit der Masse, nach Europa. Nach Monaten erreicht er ein Auffanglager in Deutschland.

Endlich angekommen und auf Hilfe hoffend, ausgezehrt udn schwer traumatisierte von den vergangenen Monaten wird nun geprüft. Ob er wirklich 16 wäre, ob er wirklich allein sei. Anstatt sorgsam mit den seelischen Wunden des Teenies umzugehen, zwingt man ihn immer und immer wieder seine Identität zu beweisen, seine Geschichte zu erzählen. Für einen traumatischen Menschen ist dies eine Qual. Während das Gehirn versucht die Ereignisse zu vergraben, sie unzugänglich macht, zwingt das Außen zum Graben. Helfen würde hier eine gute, sensible, langjährige Therapie – sicher aber keine Befragungen.

Nach weiteren Monaten des Wartens im Lager bekommt der Junge eine Aufenthaltserlaubnis. Er darf bleiben. In der letzten Zeit hatte er zaghaft erste Schritte in sein neues Leben gemacht. Eine Schule besucht, die neue Sprache erlernt und endlich Kontakt zu netten Menschen hergestellt. Sogar seine schweren Verluste durfte er endlich vorsichtig bearbeiten, es ging voran.

Seit einigen Wochen nun ist es wieder aus mit der Ruhe. Der Skandal um die Asylverfahren lässt alles wieder aufkochen. Aus wohlwollenden Mitmenschen werden plötzlich Zweifler. Jeder, Asyl bekommen hat, muss sich nun rechtfertigen. Ist das alles rechtes? Haben die dich vielleicht auch einfach nur durchgewunken? Ging es dir denn wirklich so schlecht? Und an dieser Stelle ist es nicht das Bamf, dass die Wellen hochschlagen lässt, es sind die von den Medien aufgepeitschten Bürger, die wieder zweifeln, wieder skeptisch sind.

Liebe Leute, wer alles zurück lässt, sich Monate lang auf eine furchtbare Flucht begiebt, wer friert und hungert, in kauf nimmt, dass Familienangehörige sterben, der tut dies weil die Situation im eigenen Land es verlangt. Jeder, der diesen Scheiss auf sich nimmt, sucht Hilfe, weil er Hilfe braucht. Oder was müsste alles passieren, damit DU noch heute mit einem Rucksack, deinem Pass und deinen Kindern losziehst; nach Finnland.

Postnatale Abtreibung

Beim Abendessen hat das A-Hörnchen gestern massiv genervt. Er meckerte alle an, kritisierte jede Bewegung und benahm sich im allgemeinen wie ein Idiot. Irgendwann, gegen Ende der Mahlzeit, jagte ich ihn dann weg. Er solle in sein Zimmer gehen, wenn wir so schlechte Gesellschaft wären. Laut und vernehmbar meckerte er sich also davon.

C-Hörnchen betrachtete die Szene kopfschüttelnd und dachte gut nach. Kurze Zeit später stemmte die entschlossen die Hände in die Taille und sagte:“ Können wir A-Hörnchen nicht einfach einschläfern lassen?“. Wir mussten schmunzeln, vermuteten schon, dass C-Hörnchen nicht wusste, was einschläfern ist, und gaben unsere Bedenken kund. Wir glaubten nicht, dass das erlaubt wäre und überhaupt würden wir keinen kennen, der sowas macht. Da holt C-Hörnchen nich einmal aus und fügt hinzu:“Ist aber auch schwierig. Wo soll man den danach ablegen?!“

Dieses gut durchdachte Kind! Wir haben uns gegen dieEinschläferung entschieden. Die Frage nach einer Babyklappe für Teenies kam auf und in letzter Instanz schlug C-Hörnchen dann vor, ihn doch zu Oma und Opa zu geben. „Die mögen ihn doch!“ erklärte sie noch schnell. Und ich freue mich jeden Tag mehr auf die Zeit wenn die Hörnchen alle zwischen 10 und 16 sind. Dann gehe ich nämlich zu Oma und Opa. Hoffe die mögen mich dann noch.

Regenwetter 

Für meine kleinen Hörnchen ist Regen das größte. Eingepackt in Regenhose, Gummistiefel und Regenjacke hüpfen sie leidenschaftlich in Pfützen und stolzieren mit ihren Regenschirmen auf und ab. Regen rockt, ganz klar! Das B-Hörnchen mit ihren acht Jahren, lässt sich zumindest noch ohne Widerwille in Regenzeug verpacken und kommt so trocken in der Schule an. Und dann, irgendwann beginnt es kompliziert zu werden. A-Hörnchen findet nass arg uncool; Regenhose jedoch noch viel mehr. Und was ich heute morgen auf dem Schulhof sah war noch viel unglaublicher als die immerhin wasserdichte Softshell-Jacke des A-Hörnchens. 

Bauchfreies Top, nass. Durchgeregneter Kapuzenpulli und ein Mädel hielt sich hilflos ihre „The North Face“ Jacke mit sagenhafter 8000er Wassersäule über den Kopf – um wenigstens die Frisur zu schützen. Das sündhaft teure Teil anzuziehen, wäre ihr im Traum nicht in den Sinn gekommen. Irre, bedenkt man, dass diese Teenies im Prinzip alles das selbe Problem haben. Würden sich die bekloppten dieser Welt halt darauf einigen, dass trocken sein der letzte Schrei ist, ginge es vermutlich allen besser. 

Ich habe heute morgen pflichtbewusst meine Regenhose angezogen und natürlich auch die dazugehörige Jacke. Meine wasserdichten Stiefel hatte sich das A-Hörnchen geschnappt; na gut! Als ich raus kam hörte der Dauerregen auf. Ich fuhr mit dem Bus um nicht vollkommen durchzuregnen und kein Tropfen fiel mehr. In Jacke und Hose schwitze ich erbärmlich und ein kleines bisschen dumm kam ich mir vor. Aber wo bitte liegt denn die Wahrheit? Irgendwo dazwischen schätze ich. 

Jungs in deinem Alter

A-Hörnchen trägt zur Zeit fast rund um die Uhr einen Strohhut; so wie Papa. Leider verstarb der Hut gestern, so dass A-Hörnchen und ich heute in die Stadt fuhren einen Neuen zu besorgen. Im ersten Geschäft gingen wir in die Abteilung für Teenies und suchten. Es gab viele Strohhüte. Mit Blumen, mit rosa, mit Glitzer und sogar mit Anna & Elsa. Neutrales war nicht zu finden. An der Kasse erkundigten wir uns nach Strohhüten für Jungs. Die Verkäuferin schaute etwas zweifelnd und sagte:“Sowas tragen Jungs in deinem Alter nicht!“ Schluck! Das gesessen; dachte ich. Wir zogen um in die Damenabteilung, in der es leider auch nichts passendes gab. Im nächsten Geschäft ein ähnliches Schauspiel in der Abteilung für Teenies: Pink und Rosa wohin man schaut, nicht neutrales, nicht jungenhaftes. Wieder fragten wir eine Verkäuferin, wieder gab man uns eine vernichtende Antwort:“Sowas trägt man nicht als junger Mann.“ Die Frau bot meinem Hörnchen Cappys an und zog von dannen. Ich stand neben meinem Hörnchen und schaute ihn fragend an. Er aber hatte Kampfgeist im Blick und sagte:“Lass uns mal bei den Männersachen gucken! Vielleicht tragen kleine Männer ja Strohhüte!“

Gesagt getan. In der Herrenabteilung gab es etwa 10 verschiedene Modelle. Die kleinste Größe passte gut und so verließ mein Hörnchen stolz und zufrieden das Geschäft; mit Hut! Ich war ebenfalls stolz! Auf mein selbstbewußtes Hörnchen, das unbeirrt nach dem fragte und suchte was er wollte, auch wenn gesagt wird, dass es angeblich das Falsche wäre. Draußen, vor dem Laden, nahm ich ihn in den Arm und sagte ihm, dass ich stolz auf ihn bin. Wenn man zu sich selbst steht und einen Schei** drauf gibt was andere sagen, dann ist man echt ein toller Typ!!

Er fehlt mir

Mein A-Hörnchen wird groß, in den letzten Wochen ganz besonders doll. Nach der Schule geht er noch hier und da hin. Er meldet sich zuverlässig ab und kommt um sechs nach Hause. Alles gut. Am Wochenende, oder wir jetzt in den Ferien, schläft er bis 11 oder 12. Er frühstückt dann schnell was wärend ich putze. Wenn wir dann Mittag essen, ist er noch satt und hockt in seinem Zimmer. Zufrieden

Er fehlt mir, der kleine, nervige Kerl. Plötzlich ist er so weg und so selbstständig. Das ist toll und ganz bestimmt genau richtig, aber auch wirklich beängstigend. Ich muss meine Rolle ganz neu definieren. Mutti bleibt Mutti, aber ich muss feststellen, dass ich von ihm in Zukunft auf eine ganz andere Art gebraucht werden werde. Die dauerkuschelde Grundversorgerin braucht er nicht mehr. Ich werde zu einer Art abrufbarem Ohr, das man bei Gelegenheit nutzt und ansonsten liegen lässt. Autsch