BAMF

Das Bamf Bremen ist derzeit in aller Munde. Auch mich lässt das nicht kalt. Hat doch das Bamf in rund 4500 Fällen offenbar falsch entschieden. Um es zu sagen wie es ist: Die Menschen im Amt haben gemacht, dass Flüchtlinge, die gar nicht ganz in akuter Lebensgefahr schweben, hier bleiben durften. Ein Skandal, so Seehofer. Ein Skandal, so ganz Deutschland.

Ein Skandal, sage ich auch. Jedoch funktioniert meine Welt da etwas anders herum. Ich kann nicht verstehen, was das Problem sein soll; Menschen suchen Zuflucht, Menschen bekommen Zuflucht. Wer um Hilfe bittet, dem wird geholfen, Not ist doch schließlich nicht in eine Norm zu quetschen. Wie soll man denn aus dem muckelig warmen Büro, zwischen Frühstück und Mittag entscheiden, ob die Not eines anderen so groß ist, dass sie ein Hier-bleiben rechtfertigt. Albern!

Der wahre Skandal ist in meiner Welt ein ganz anderer und befasst die jenigen, die nicht hier bleiben durften. Weil sie nur ein bisschen Hungern, oder in ihrer Heimat nur ein paar Bomben fallen. Weil in ihrem Land nur eine fast radikale Miliz regiert oder nur jedes 2. Kind verhungert. Was um alles in der Welt maßen sich Menschen an, die über Leid und Not und Bedürfnis anderer entscheiden. Es kotzt mich so an!

Mich kriegst du nicht 

Vor einigen Tagen waren der Menne und ich auf einem Depeche Mode Konzert in Hannover im Stadion. Ein großartiges Konzert, ohne jeden Zweifel. Ich bekam alles was ich wollte, 40.000 Menschen feierten. Es war super. Im Rausgehen dann eine ernüchternde Erkenntnis. Wir schoben uns, gemeinsam mit tausenden anderen, eine enge Passage zwischen Gastronomie und den oberen Rängen entlang. Vor uns Menschen, hinter uns auch. Und dann kroch es ganz langsam meinen Nacken hinauf; das fade Gefühl. Zum ersten Mal hatte ich in einer solchen Situation das beklemmende Gefühl, nicht weggehen zu können und mir wurde klar, wenn es jetzt irgendwo knallt, irgendwas passiert, dann trampeln die mich tot. 

Mich macht diese Erkenntnis wütend und traurig zugleich. Bisher war ich ein großer Freund aller Massenveranstaltungen. Ich hatte nie ein Problem mit Menschen, mit Mengen und Massen. Im Gegenteil, ich habe es genossen in der Woge der Menge zu feiern und die Musik zu zelebrieren. Um so wütender macht es mich, dass der scheiss Terror mich nun doch erreicht hat. Wieder allem wissen und obwohl ich es ihm nicht lassen will ist dieses ungute Gefühl in mir geboren und ich befürchte es will bleiben. Terror, du bist ein Arschloch! Ich werde weiter feiern, tanzen und genießen. Mich bekommst du nicht! 

St. Petersburg 

Seltsamerweise treffen mich einige Terroranschläge mehr als andere. Ich weiß selber nicht woran dies liegt, ist es das betroffenes Land, die Stadt oder der Moment in dem ich es erfahre? Hat es mit der Nähe zu mir zu tun oder ist es die Art und weise. Ich hab wirklich keine Idee. Möglicherweise aber hat es mit der Frequenz zu tun, mit der Häufigkeit, in der Anschläge  passieren. Es kommt mir tatsächlich vor, als verweigere mein Hirn eine ständige Auseinandersetzung mit Angst und Gewalt. Ernsthafte Empathie schaltet sich schon lange nicht mehr bei jedem Anschlag hinzu. 

Und so komme ich mir irgendwie abgestumpf vor. Ich höre die Nachricht „Terror in England, Bangladesch, Paris“ aber irgendwie kommt sie kaum noch bei mir an. Schwer erschreckend, ich dachte immer ich hatte mich bemüht eben nicht so ein stumpfer Block zu werden. Und trotzdem gewöhnt man sich irgendwann an alles. Es ist wie mit einer chronischen Krankheit. Sie ist da, stört und beeinträchtigt einen, man lernt mit ihr zu leben und sich zu arrangieren. Im Falle von MS oder Asthma ist das sich er klug; aber im Falle von Gewalt? Bestimmt nicht!

Es ist kompliziert. Denn geht man davon aus, dass die Angst und der Schrecken das Mittel der Wahl sind, um den Terror wirksam zu machen, sind Panik und Rückzug ebenfalls vollkommen falsch. Das was fehlt ist Empathie. Echtes, bloßes Mitgefühl mit den Opfern und den Angehörigen, emotional am Ball zu bleiben. Eben nicht abzustumpfen. Und das Ganze bitte ohne panisch im Kreis zu laufen und schlimmsten Falls  selber Hass zu produzieren. Mensch bleiben, nicht mehr und nicht weniger! 

Ziele des Terrors

Stunden nach dem Unglück in Berlin will das Land geschützt werden. Poller sollen um die Weihnachtsmärkte, und Polizisten. Am besten Polizisten mit Pollen. Und Maschinengewehren. Und Hunden! Vergesst nicht die Hunde. Möglicherweise, so kommt es einem vor, ist doch die mangelnde Sicherheit an allem schuld, oder wer? In Zeiten von Angst, Panik und Unsicherheit werden Lösungen gesucht und zur Not an den Haaren herbei gezogen, aber helfen Poller gegen Terror? Und wenn nicht, was hilft denn dann gegen den Terror?

Terror ist ein Machtmittel. Das Ziel des Terrors ist es das Sicherheitsgefühl der Menschen anzugreifen, sie aus der Reserve zu locken und somit für einen so empfundenen Missstand zu sensibilisieren. Die Toten und Verletzten bei den Anschlägen sind nur Beiwerk, quasi ein Kolateralschaden der Aufmerksamkeit. Die Ziele, also das World Trade Center, der Marathonlauf oder die Promenade in Nizza, werden ausgewählt, weil sie eine breite Fläche bieten und besonders schockieren. Es geht viel weniger um die Anzahl von Toten und Verletzten, vielmehr sind diese das in Kauf genommene Resultat der getroffenen Wahl. Die entführten Flugzeuge vom 11. September folgen nicht aus dem Grund in die Twin Towers weil dort besonders viele Menschen sterben würden. Die vollbesetzten Flugzeuge wurden zur besten Geschäftszeit in die Türme geflogen, weil die vielen Toten, Verletzten und die allgemeine Katastrophe besonders viel Aufmerksamkeit erregen würde. Die Gestorbenen und Verletzten werden somit zum Mittel zum Zweck, sie werden eingesetzt um uns abzuschrecken, uns Angst zu machen und uns davon abzuhalten unbeschwert zu leben. Wir selbst halten den Terror so am Leben, wir lassen ihn Teil unseres Lebens werden, Teil unseres Alltags und füttern ihn somit jeden Tag.

Was hilft also gegen den Terror? Poller und Polizisten sind es ganz bestimmt nicht! Gegen den Terror hilft es, ihn am Arsch zu lecken, ihn zu mißachten und ihn verhungern zu lassen. Angst sollen wir haben, starr sollen wir sein, zu erschrocken um zu denken, zu furchtvoll um zu leben. Unser Weihnachten will man uns verderben und uns in Trauer fangen. Drauf geschissen! Liebe Menschen, lebt weiter. Trauert um die Toten, pflegt die Verletzten und feiert das Leben. Wir sind freie Menschen und haben nichts zu verstecken. Geht auf Konzerte, besucht Weihnachtsmärkte und Einkaufszentren und lebt das Leben. Liebt eure Lieben und seit einfach besser.

Der Terror ist offenbar Teil unseres Lebens, so wie Zahnschmerzen und Norovieren. Aber mal im Ernst, denken wir an Wurzelbehandlung und Magen- Darm- Infekte wenn wir grade gesund sind? Haben wir jeden Morgen Angst davor Zahnschmerzen zu bekommen oder Spucken zu müssen? Im Leben nicht. Lasst uns unsere Wunden lecken, die Krankheit auskurieren und dann weiter leben. Und der Terror, dieser fiese Infekt, schlägt eh wieder dann zu, dann wenn wir ihn nicht erwarten. Denn Terror ist kreativ! Und wenn wir jetzt alle Weihnachtsmärkte mit Pollen umstellen, dann wird das nächste Ziel ein anderes sein. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Der nächste Anschlag wir kommen. Trotz aller Vorkehrungen, trotz Hände waschen und zähne putzen. Keiner weiß wann, was oder wo. Er wird Menschen töten, verletzten und in Angst und schrecken versetzten. Er wird uns schockieren und wir werden trauern. Und dann sollten wir weiter leben. Frei und unbeschwert.

Berlin 

Nun also Berlin. Die Gerüchteküche kocht. Terror, überall Terror, zumindest heißt es das. „Der Terrot ist in Deutschland angekommen!“ heißt es, ebenso wie neulich in München. Und wieder erhält man den Eindruck es wäre gradezu schick auch endlich Terror zu haben. Denn Terror gehört jetzt dazu. 

Um die wesentlichen Fakten zusammenzufassen: Was auch inmer, warum auch immer; es ist schrecklich. Menschen sterben, andere sind verletzt. Kinder verlieren Eltern, Eltern verlieren Kinder,  Freunde verlieren Freunde. Die Gedanken sollten den Betroffen und den Verletzten gehören, nicht dem Terror. Denn genau das ist die Nahrung des Terrors: Angst und Entsetzten! Terror muss im Gespräch sein, Terror muss präsent sein und er muss Angst machen. Je größer und lauter die Angst, desto größer die Panik, desto perfekter der Terror. 

Letztlich spricht ebenso viel für Terror wie für zwei 15-jährige, die nen LKW geklaut haben. Ebenso viel spricht für einen betrunkenen Fahrer, der aus Angst vor den Koseqzenzen geflohen ist. Auch ein Amok sollte wieder in Betracht gezogen werden, und die Dummheit. Vergesst niemals die Dummheit, denn ihr habt es mit Menschen zu tun. 

Angstschweiß 

Die Sache muss in etwa so sein: Informatiker sind ein grundböses Volk! Sie programmieren in Computer etwas ein, das es wittert wenn der User unsicher ist oder Angst hat. So ähnlich wie es angeblich bei Hunden ist; zeig keine Angst, sonst beißt er dich. Und dann beißt der Hund. Beim Computer ist das dann der Moment, in dem der Computer anstürzt oder alles kaputt macht. Schluss Ende aus. 

Ich formatiere derzeit meine Bachelorarbeit. Nun bin ich eh nicht gut in sowas, gerate schnell in Panik und stinke bestimmt schlimm nach Angstschweiß. Und der Computer  wittert das.  In Wahrheit nämlich, haben die Gurken von Apple die Macs mit boshaften Raubtierprogrammen gespickt, deren einziges Ziel es ist mich und meine Existenz zu vernichten. Ich hasse euch!!

Hamster gekauft

Das Bundesamt für Katastrophenschutz empfiehlt für den Notfall genügend Lebensmittel, Trinkwasser und anderes Equipment zu Hause zu haben um ggf. 14 Tage autark leben zu können. So lange nämlich bis staatliche Hilfe anrollt. Ich habe hier einmal die Liste für uns, also einen 6 Personenhaushalt, vorbereitet:

Lebensmittel

– Vollkornbrot: 6000 g

– Zwieback: 2400 g

– Knäckebrot: 6000 g

– Nudeln, roh: 3000 g

– Reis, roh: 2000 g

– Hafer-/Getreideflocken: 6000 g

– Kartoffeln, roh: 6000 g

– Bohnen in Dosen: 4800 g

– Erbsen/Möhren in Dosen: 5400 g

– Rotkohl in Dosen/Gläsern: 4200 g

– Sauerkraut in Dosen: 4200 g

– Spargel in Gläsern: 2400 g

– Mais in Dosen: 2400 g

– Pilze in Dosen: 2400 g

– Saure Gurke im Glas: 2400 g

– Rote Bete: 2400 g

– Zwiebeln, frisch: 3000 g

– Kirschen im Glas: 4200 g

– Birnen in Dosen: 2000 g

– Aprikosen in Dosen: 2000 g

– Mandarinen in Dosen: 2100 g

– Ananas in Dosen 2100 g

– Rosinen: 1200 g

– Haselnusskerne: 1200 g

– Trockenpflaumen: 2000 g

– Zitronensaft 1,2 l

– Kaffee (Pulver) / Instantkaffee 2000 g

– Tee schwarz, trocken 750 g

– H-Milch 3,5% , 18l

– Streichfett 2000 g (Butter, Margarine)

– Öl (z.B. Maiskeim, Sonnenblumen) 1,8 l

– Hartkäse 4200 g

– Thunfisch in Dosen 900 g

– Ölsardinen in Dosen 600 g

– Heringsfilet in Soße, Konserve 600 g

– Corned Beef in Dosen 2000 g

– Bockwürstchen im Glas/Dosen 1800 g

– Kalbsleberwurst im Glas/Dosen 1800 g

– Dauerwurst (z.B. Salami) 2160 g

– 60 Eier

– Mineralwasser 168 l

Frischobst (6000 g)

– Apfel roh

– Birne roh

– Banane roh

– Orange roh

Hausapotheke

– DIN-Verbandskasten

– Vom Arzt verordnete Medikamente

– Schmerzmittel

– Hautdesinfektionsmittel

– Wunddesinfektionsmittel

– Mittel gegen Erkältungskrankheiten

– Fieberthermometer

– Mittel gegen Durchfall

– Insektenstich- und Sonnenbrandsalbe

– Splitterpinzette

Hygieneartikel

– Seife (6 Stück), Waschmittel (6 kg)

– Zahnbürste, Zahnpasta (6Stück)

– Sets Einweggeschirr & Besteck (Stück)

– Haushaltspapier (6 Rollen)

– Toilettenpapier (6 Rollen)

– Müllbeutel (6 Stück)

– Campingtoilette, Ersatzbeutel (Stück)

– Haushaltshandschuhe (6 Paar)

– Desinfektionsmittel, Schmierseife (6 Stück)

Brandschutz

– Keller und Dachboden entrümpeln

– Feuerlöscher

– Rauchmelder

– Löschdecke (notfalls Wolldecke)

– Behälter für Löschwasser

– Wassereimer

– Kübelspritze oder Einstellspritze

– Garten- oder Autowaschschlauch

Energieausfall

– Kerzen, Teelichter

– Streichhölzer, Feuerzeug

– Taschenlampe

– Reservebatterien

– Camping-, Spirituskocher mit Brennmaterial

– Heizgelegenheit

– Brennstoffe

Nun war ich einmal so frei, die Liste in korrekter Menge in meine Rewe-ShoppingApp einzugeben; vollkommen selbstständig habe ich noch Tampons, Binden, Taschentücher und Windeln hinzugefügt; und da sagt mir die App:720,67€! Ich muss an dieser Stelle leider feststellen, dass wir für den Katastrophenschutz zu arm sind. Fast ein ganzes Monatsgehalt einer 20 Std. Stelle an Lebensmitteln zu bunkern ist eine tolle Idee, aber wer kann das? Zudem stellt sich zumindest für uns die deutliche Frage: Wohin? Ohne Keller und Abstellraum bliebe die Möglichkeit all das in den Kinderzimmern zu lagern; bestimmt gut gegen Panik. Und schlecht für den, der das frische Obst und die Eier abbekommt.

Und Überhaupt, die Panik. Sicherlich ist es gut, für den Ernstfall einen Plan zu haben. Aber genauso sicher ist es Unfug für den Ernstfall schonmal Panik zu haben. Diese Liste ist so theoretisch wie Feueralarm in der Schule. Sicher, es kann in jeder Schule jederzeit brennen. Genaugenommen muss nur ein Depp auf dem Klo eine Rolle Klopapier anzünden oder ein Chemie- Experiment mißglücken. Das ist alles sogar relativ wahrscheinlich, trotzdem lohnt es sich nicht, beim Vorbeigehen am Fluchtpaln schon mal Panik zu haben. Cool down, es ist nur eine Theorie. Und außerdem fehlt auf der Liste Ketchup!

Gewalt erzeugt Gegengewalt 

Grad fand ich im Imbiss eine Bild. Auf sieben Seiten zermalmt das Blatt den Terror der vergangenen Tage. München, Würzburg, Ansbach. Und überall waren es die Ausländer. Episch wird über die Unkalkulierbarkeit der Zuwanderung geschrieben; der Held, der einen der Täter überfuhr, wird heroisch gefeiert.

Ich bin entsetzt. Nicht dass die BILD jemand besonders sachlich oder fair berichtete hatte; nicht dass ich ernsthafte und informative Berichte erwartet hätte. Aber das was dort auf sieben Seiten steht, ist einfach nur menschenverachtend und gefährlich. Menschen werden brachial sortiert, Hass wird geschührt. Und ich frage mich, wie soll denn die Welt besser werden, wenn die einzigen Mittel gegen Hass und Gewalt Hass und Gewalt sind?  Wie soll das gehen? „Gewalt erzeugt Gegengewalt..“ sangen die Ärzte in den 90ern. Und dagegen hilft nur eins: Aufhören! 

Ich denke an einen Raucher der Angst vor Krebs hat weil alle sagen:“Rauchen erzeugt Krebs!“ Was hilft ihm also? Aufhören! Immer mehr rauchen hingegen beschleunigt den Vorgang und facht den Krebs an. Würden nun alle mitrauchen und gegenan rauche, würde das die Ängst des betroffenen sogar noch steigern, warscheinlich sogar eine Erkrankung begünstigen. Es wäre lediglich so, dass dann ja alle rauchen würden und es somit legitimiert wäre. 

Wenn ihr also Angst habt, dann kippt doch kein Öl ins Feuer und hasst mit. Seit nicht schlimmer als die, vor denen Ihr Angst habt. Schürt nicht Gewalt und Misstrauen! Die einzigen die ihr ändern könnt seit ihr selbst. Also hört auf!  

Werther Effekt 2.0

Der Werther Effekt betitelt ein menschliches Verhalten der Nachahmung, das sich auf die Figur des Werthers aus Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“ bezieht. Das psychologische Phänomen „Werther Effekt“ meint die Tatsache, dass es nach einer schlimmen Tat die viel Beachtung bekommen hat, viele Nachahmer gibt. Bei Goethe tötet sich der Werther aus Liebeskummer. Nach der Veröffentlichung des Buches töteten sich viele junge Männer auf die selbe Art und Weise, der Ruhm und Erfolg des Werthers inspirierten sie und schien den Suizid lohnend zu machen. 

Es ist bekannt bekannt und Usus, über Suizide nicht medial zu berichten. Absolut Tabu ist es gar Details zu nennen und den Suizid womöglich zu heroisieren. Die Medien halten sich an dieses Gebot. Läuft aber ein Mensch Amok und tötet einer welche im Zug, berichten die Medien in epischer Breite. Das Resultat ist bekannt und zeigt sich aktuell jeden Tag. 

Liebe Medien, gebt diesen Ereignissen nicht die Aufmerksamkeit, die sie sich wünschen und die sie nicht verdient haben. Das Töten von Menschen darf sich nicht lohnen. Es gehört nicht medial breitgetreten und heroisiert. Es gehört ignoriert.