The living Tinder

„Der Bachelor“ auf RTL ist gelaufen und wie so oft habe ich mir die erste Folge angesehen, Tipps abgegeben und eben, nach der letzten Folge, verglichen. Für die, die den Quatsch natürlich nicht gucken: In der ersten Folge steigen nacheinander viele, viele Damen aus einem Auto, begrüßen den Bachelor an einer Tür und gehen dann in eine Villa. Das ganze ist endlos langweilig und dennoch so aufschlussreich!

In diesem Jahr habe ich mir die Arbeit gemacht genau zu notieren, welche der Damen an welcher Stelle aussteigen wird. Für jede einzelne habe ich also einen Prozentrang aufgestellt, also die Wahrscheinlichkeit notiert, mit der sie am Ende die Auserwählte sein wird oder eben auch nicht. Tja, und was soll ich sagen? Ich bin sowas ähnliches wie eine lebendige Partner-Suchmaschine, ein lebendiges Tinder. Die durchschnittlich 90 Sekunden an dieser albernen Tür, reichen mir offenbar um alles zu sehen, was ich sehen muss. Aber seht selbst:

Für diejenigen, die sich diese bescheuerte Sendung selbstverständlich nicht angeguckt haben: die obersten drei Plätze habe ich richtig getippt, die hinteren ebenso. Lediglich im Mittelfeld gab es leichte Irritation, jedoch nicht signifikanter Natur.

Was lehrt uns das jetzt? Nun, im Prinzip sollte ich reich werden. Ich sollte mich in irgendwelchen Discos dafür bezahlen lassen, dass ich Menschen zusammenführen, die zwar wahrscheinlich nicht auf Dauer für einander gemacht sind, jedoch vermeintlich viel Spaß miteinander haben können und zumindest auf der ganz oberflächlichen Ebene hervorragend harmonieren. Was für eine Gabe! Was für ein Geschenk des Himmels – mit dem ich jetzt überhaupt nichts anfangen kann. Außer eben einmal im Jahr damit zu prahlen, dass ich den Ausgang des Bachelors vorher sagen kann. Heureka!

Social genetworked

In Sachen Technik bin ich schwer bewandert. Man kann sich da auf mich verlassen; wenn es was kaputt zu machen gibt, dann geht es mir kaputt. Computer, Handy, Camera, Fernseher, ja selbst USB-Sticks. Mein Supertrick ist immer der Selber: Ganz schlechtes Karma.

Gestern schlug meine Facebook-App mir vor, meine Privatsphäre-Einstellungen zu überprüfen. Gesehen, getan und schwupp, hatte ich binnen weniger Sekunden die Verbindungen zwischen Blog und WordPress gekappt. Plötzlich war der Blog sehr privat! Allein diese Verbindung wieder herzustellen, kostete mich 12 Stunden und dutzende Nervenzusammenbrüche. Vergessene Passwörter, komplizierte Fragen von Seien des Handys.. es war zum verzweifeln!

Als ich es endlich geschafft hatte, fragte WordPress mich, ob ich nicht den Blog auch mal endlich mit Twitter, Google+ und Instagram verbinden wolle. Ich klickte auf „auf jeden Fall“ und kann euch, nur weitere 12 Stunden später mitteilen, dass a) ich nicht Amok gelaufen bin, b) ich nicht das ganze Internet gelöscht habe und c) ich jetzt auf verschiedenen Plattformen verschiedene Accounts habe, die alle unterschiedlich heißen, uneinheitlich aussehen aber irgendwie alle angeblich mit diesem Blog verbunden sind. Ich denke mal, in der Rangliste der sinnlosen Aktionen steht diese recht weit vorn, aber immerhin muss WordPress jetzt nicht mehr meckern! Und ich bin offiziell ein hoch-erfolgloser aber motivierter Social Networker und Influencer. Hoffentlich werde ich jetzt nicht krank. Schniff