Ein ständiger Begleiter

Schon ofters schrieb ich an dieser Stelle über meine Arbeit in der Drogenhilfe, über die Menschen mit denen ich zu tun habe, schwere Schicksale aber auch über wunderbare Begegnungen. Heute möchte ich den Fokus auf den ständigen Begleiter meines Jobs setzen, auf den, den keiner sehen will und der doch immer da ist. Der Tod gehört untrennbar zum Leben auf der Straße und zur Sucht.

Allein die Tatsache, auf der Straße zu leben, verkürzt das Leben ungemein. Selbst ohne jede Droge zehren Kälte, Unsicherheit und Stress am Körper, so dass die Lebenserwartung auf unter 50 Jahre sinkt. Menschen, die draußen pennen, die nirgendwo hin gehören und nicht willkommen sind, stehen konstant unter Stress. Endlose Vertreibung führt zu einem Leben auf der Flucht. „Die Stadt ist für alle da!“ heißt es und dennoch gilt dies nicht für die, die nicht ins saubere Bild passen. Hinzu kommen die oftmals harten Witterungsbedingungen und mangelnde hygienische Möglichkeiten. Öffentliche Duschen sind in fast jeder Stadt Mangelware, Orte an denen man Schutz vor extremer Sonne oder Kälte finden kann ebenso. Nicht zu vergessen sind Übergriffe, die in jeder Großstadt auf Obdachlose stattfinden. Immer wieder liest man von Menschen die im Schlaf angezündet wurden oder ähnlichem. Es ist grausam!

Kommt dann noch eine psychische Erkrankung oder/und eine Suchterkrankung hinzu, sinkt die Lebenserwartung noch einmal rapide. Der Konsum von Alkohol und/oder Drogen setzen dem Körper zusätzlich massiv zu. Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder HIV sind nach wie vor eine reale Gefahr, hinzu kommen weitere konsumbedingte Erkrankung die Leberzirrhose, Lungenerkrankungen oder Wunden. Auf der Straße hat der Körper kaum eine Möglichkeit zu regenerieren, außerdem ist die ärztliche Versorgung vieler Orts mangelhaft. Hat der Betroffene dann noch keine Krankenversicherung ist er in vielen Städten Deutschlands nach wie vor aufgeschmissen. Es fehlt an aufsuchender Arbeit, an sauberen Spritzen und gutem Verbandsmaterial.

Streetworker*innen haben die Möglichkeit, Betroffene auf zu suchen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen. Diese Angebote zeigen signifikant Wirkung – sind jedoch vollkommen unterfinanziert. Auch Projekte wie Drogenkonsumräume, Spritzenausgaben und ärztliche Sprechstunden für Unversicherte sind noch lange nicht überall in Deutschland zu finden.

Obdach- beziehungsweise Wohnungslosigkeit sowie auch Sucht sind in aller Regel an psychische Erkrankungen wie zum Beispiel Traumata oder Depression gebunden. Jede Lebensgeschichte, jeder Weg, den ein Mensch geht hat Gründe, die in aller Regel schwerwiegend sind. Ein schlecht ausgebautes Hilfssystem lässt immer noch viel zu viele Menschen zurück und ist nicht in der Lage, ihnen das zu bieten, was für sie im Augenblick richtig ist. Oftmals fehlt schlicht die Zeit herauszufinden, was überhaupt notwendig ist. Solange diese Missstände in der Drogen- und Wohnungslosenhilfe nicht behoben sind, werden wir Infektionskrankheiten behandeln, die hätten vermieden werden können. Wir werden Wunden verbinden, die völlig überflüssig sind und wir werden Menschen beerdigen, die man vielleicht hätte retten können. Solange aber die Politik nicht versteht, dass es günstiger ist richtig zu helfen, wird es genauso weitergehen wie bisher – aussichtslos.

Bowie & Goethe

Ich sitzen vor dem Haus in der Sonne. Wie an jedem guten Sonntag trage ich meinen Bowie-Hoodie, in dem ich mich pudelwohl fühle. In der Hand halte ich meine Goethe-Kaffeetasse, die macht mich schlau. Für meine Hörnchen ist Anblick vertraut und dennoch bemerkt D-Hörnchen aufmerksam, dass ich ja heute beide Lieblingssachen bei mir habe. Er erkundigt sich, ob der Mann auf der Tasse der selbe sei wie der, auf dem Pulli. Ich verneine. „Kennen die sich?“, fragt er weiter und ich wiederum kläre auf, dass der eine schon seit 200 Jahren tot ist und der andere erst seit drei Jahren.

„Dann kennen die sich jetzt zusammen im Himmel!“ erklärt das Hörnchen und schließt die Frage an, ob die sich denn mögen würden.

Gute Frage! Was sie verbindet ist das Besondere, das Kluge und das Exzentrische. Beide waren ihrer Zeit voraus, lebten in Extremen, ohne Dogmen und Zwang; na ja fast. Vielleicht würden sie sich mögen, hätten sich bei einem Glas Wein auf Auerbachs-Wolke viel zu sagen. Vielleicht aber auch nicht, möglicherweise fänden sie einander in ihrer jeweiligen Eigenheit unmöglich und würden angeregt diskutieren oder schweigen.

Oder aber es gibt gar keinen Hinnel, keine Auerbachs-Wolke, keine Auferstehung und damit auch kein Ostern. Dann sind Goethe und Bowie vielleicht einfach tot und alles was bleibt sind ihre jeweiligen Lebenswerke. Und meine Tasse und mein Pulli. Immerhin.

Fuck cancer

Zwischen „Sie haben Krebs“ und „sie ist tot“ lagen genau drei Wochen. Wieder einmal hat der Krebs zugeschlagen, hat mir einen Menschen genommen. Heute, zwei Tage nachdem Jens Spahn über Twitter bekannt gab, wie man Krebs vermeiden könne:

Jeder kann seinen persönlichen Kampf gegen Krebs heute beginnen. Wie? So: Nicht (mehr) rauchen, sich mehr bewegen, gesund ernähren und die Haut vor UV-Strahlung schützen

Was sich liest wie ein schlechter Witz, ist nichts anderes als eine bodenlose Respektlosigkeit gegenüber den Bettoffenen und deren Angehörigen. In Wahrheit ist Krebs überall. Die Frage scheint nicht zu sein, ob man ihn bekommt sondern wann. Ja, es gibt eine Reihe begünstigender Faktoren und ja, Rauchen und Sonne gehören sicher dazu. Die Liste der Karzinogenen Stoffe, die von der WHO herausgegeben wird, umfasst aktuell 116 Stoffe – viele davon alltäglich. Dieselabgase, Ruß, gepökeltes Fleisch, hormonelle Verhütungsmittel oder Holzstaub. Unsere Lebenswelt ist Menschenfeindlich und das rächt sich – oh Wunder.

Zusammenfassend ist wenig zu sagen. Krebs ist ein Arschloch, er lähmt uns, macht einen hilflos und verfolgt keine guten Ziele. Das wichtigste aber ist, dass niemand Schuld am Krebst ist. Die Entstehung der diversen verschiedenen Arten ist nicht erforscht, die Liste der 116 Risikofaktoren ist garantiert unvollständig und somit weiß keiner von uns, was richtig oder falsch ist. Was wir beeinflussen können ist die Qualität unserer Zeit auf Erden. Verbringen wir diese nicht mit Angst und einem schlechten Gewissen! Unser Job hier ist zu leben; so gut und qualitativ wertvoll wie wir es hinbekommen. Risikofaktoren zu umgehen ist selbstverständlich, niemand bringt sich absichtlich in Gefahr. Und dennoch trägt jeder von uns das eine oder andere Laster, raucht, trinkt zu viel oder tut sonstwas. Leben kann nicht nur Obacht sein. Leben muss auch anders, denn sonst war es am Ende keins. Und das verzeihen wir uns nie.

Wenn der Tag gekommen ist

Heute wird mein Opa beigesetzt. Für mich eh ein negativ-Highlight; ich mag es einerseits dieses letzten Tag zu begehen, lege viel Wert auf das Drumherum. Andererseits fällt es mir wahnsinnig schwer mit der Endgültigkeit umzugehen. Verstehen, dass jemand wirklich weg ist, tue ich erst am offenen Grab. Als besondere Herausforderung gehen die drei großen Hörnchen mit. Für sie war es keine Frage, dass sie sich auch von ihrem Uropa verabschieden wollen. Und so haben wir in den letzten Wochen viel geredet, gedacht und auch zusammen geweint. Kindliche Trauer hat wenig mit dem zu tun, was wir großen kennen. Hinzu kommt, dass jede Altersstufe eigene Bedürfnisse und Mechnaismen hat.

Das A-Hörnchen ist analytisch an die Sache herangegangen. Was ist passiert, wie ist der Mensch gestorben? Was passiert danach? Er hat sich auf biologischer Ebene erklären lassen, was tot bedeutet, blieb bis heute sachlich. Er hat ein wenig geweint, konnte aber schnell wieder Fassung gewinnen und zu seiner analytischen Herangehensweise zurück finden. Gelegentlich kamen ihm, wie aus dem Nichts, Fragen auf. Diese konnte er kurz und knapp stellen und sie sich beantworten lassen. So schnell wie das Thema kam, war es dann auch wieder erledigt.

B – Hörnchen hat bisher wenig Emotionen gezeigt. Sie hat kurz geweint, sich kurz alles erklären lassen und das Thema dann zu den Akten gelegt. Auch ob sie mit zur Beisetzung möchte, hat sie erst spät entschieden. Sie macht alles mit sich, in ihrem Kopf aus. Von außen ist es schwer ihre Trauer zu sehen, vor allem aber bereitet es mir Sorge. Es bleibt die Hoffnung, dass sie so gut für sich sorgt, dass am Ende alles gut ist und sie ohne Knoten im Herzen aus der Sache heraus geht.

C – Hörnchen trauert auf ihre ganz eigene Art und Weise. Sie überdenkt alles dreimal gut, macht sich um jeden Schritt Sorgen. Geht es dem Opa gut dort wo er jetzt ist? Ist das Grab auch schön genug? Was soll ich zur Beisetzung anziehen? 1000 Fragen schwirren ihr durch den Kopf und so versucht sie auf diese Art und Weise, dass nicht begreifliche irgendwie in Kategorien zu fassen. Dies gelingt ihr nur rudimentär, denn der Verstand ist schon viel zu wach um sich mit Fantasiegespinsten abspeisen zu lassen. Auf der anderen Seite wird ganz deutlich, dass noch nicht ausreichend Verständnis für Leben und Tod da ist, um auch nur in Ansätzen zu verstehen was geschehen ist.

Das D-Hörnchen erlebte den Verlust phantastisch. Er versteht von all dem Tod und Leben noch recht wenig, sich vorzustellen, dass ein Mensch ganz und gar weg ist, ist in fast unmöglich. Somit hat sein Köpfchen eine ganz eigene Realität geschaffen. Ohne mein Zutun ist der zu dem Entschluss gekommen, dass der Opa zu den Wolken gefahren ist, sein Körper gebröselt ist und der Opa uns jetzt von dort oben zu sehen würde. Von diesem Moment an fiel es dem D – Hörnchen leicht sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Alles hat seine Ordnung, alles war logisch und erklärbar. Freudig hatte im Kindergarten gespielt, dass er der Friedhof-Mann ist und alle Leichen ausbuddeln muss.

So hat jeder seinen eigenen Umgang. Meine Aufgabe ist es, jeden so vorzubereiten, dass er den Tag gut überstehen kann und sich gut aufgehoben fühlt. Diese ersten Erfahrungen mit dem Tod sind prägend für das ganze Leben und in erster Linie wünsche ich jedem meiner Kinder, dass sie einen guten und vor allem angstfreien Umgang mit dem Tod finden. Denn genau das ist es, was vielen Erwachsenen fehlt. Der Tod, und alles damit verbundene, ist nichts vor dem man große Angst haben muss. Vielleicht ist es nicht zu begreifen, nicht zu verstehen und irgendwie komplex. Beängstigend aber sollte es nicht sein.

Wenn der Tag gekommen ist

Eben witzelte ich mit meiner Schwester über meine eigene Beerdigung. Lustige Musikauswahl, kluge letzte Worte; allerlei Unfug um eine bedrückende Situation erträglicher zu machen. Eben noch lachte ich sehr und versprach was lustiges dazu zu schreiben. Jetzt, wo ich so darüber nachdenke, gelingt das nicht.

Eine Beerdigung zu planen ist nicht leicht. Sie so zu gestalten, dass sie den Anwesenden gefällt, ist das eine. Sie so zu gestalten, dass sie dem Verstorbenen gefallen hätte, ist das ganz andere. Ich mag den Gedanken, die Sache aufzulockern. Ich mag dem Gedanken, über Lustiges zu lachen; ganz wichtig finde ich es aber auch an gemeinsames zu erinnern, Schönes zu ehren und Schlimmes zu würdigen. Für alle Anwesenden ist dieser letzte Moment das, was im Kopfe haften bleiben wird. Ein bescheidener Redner, welke Blumen oder schlechte Musik, alles bleibt dann für immer.

Ich, als grenzenloser Perfektionist, habe zwei Welten in mir. Zum einen sollte ich wahrscheinlich rechtzeitig alles selber planen, damit es auch gut wird, zum anderen hoffe ich sehr, dass es am Ende Menschen auf der Welt geben wird, die in der Lage sein werden meine wesentlichen Züge und das wofür ich gelebt habe in diesen letzen Akt zu geben.

In einigen Tagen werden wir unseren Opa beerdigen. Hoffentlich gefällt es ihm.

Vom Tod

„Was ist wenn Oma stirbt?“ fragt das D-Hörnchen. „Dann sind wir alle bestimmt sehr traurig!“ antwortete ich und füge hinzu, dass Oma aber sicher noch sehr lange nicht sterben wird. D-Hörnchen will wissen, wieso ein Mensch sterben kann und ich versuche zu erklären. „Zu Ende gelebt“ und „der Körper ist dann alt und angestrengt“ stammle ich hilflos.

Prinzipiell macht es mir keine Mühe üben den Tod zu sprechen. Ich möchte mich als recht reflektiert udn gleichzeitig einfühlsam bezeichnen. Der Tod ist ein Teil des Lebens, traurig aber unumgänglich. Er ist nicht nur furchtbar, manches mal ist er logisch oder sogar erlösend. Das alles aber gehört nicht in den Kopf eines vierjährigen. Das letzte was ich will ist ihm Angst zu machen und so versuche ich weiter zu erklären, dass der Tod eben dazu gehört, dass man die Menschen, die gestorben sind niemals vergisst und sie im Herzen bei sich trägt, da holt der Zwerg zu seiner Erklärung aus:

Die Sache sei also so: Wenn der Körper alt ist, hört der Darm auf Kaka zu kneten und Pipi zu machen und dann kann man nicht mehr essen weil schon alles voll ist. Und da das Leben ohne essen auch doof ist, kann man dann auch gleich aufhören zu leben! Ich finde diese Herangehensweise der pragmatisch und hochgradig logisch. Denn mal im Ernst, beim Essen hört der Spaß auf.

Helmut Kohl 

Auch ich werde heute nicht an daran vorbei kommen über den Tod von Helmut Kohl zu schreiben. So will ich einmal zusammenfassen, was Helmut Kohl für mich, mit meinem 1982er Geburtsdatum bedeutet und was für mich bleibt. 

Helmut Kohl war der Kanzler meiner Kindheit. Er wurde Kanzler in dem Jahr, in dem ich geboren wurde. Es gab immer nur Kohl, an wenig andere Namen erinnere ich mich aus meiner Kindheit. Mit der Jugend kam ein intensives politisches Engagement. Kohl wurde zum Feindbild. Demonstrationen, Diskussionen und Parolen begleiteten mich in der Zeit zwischen 1995 bis 1998. Die Spendenaffähre, Waffenhändler und der gehasste Kapitalismus; Kohl war, neben den Nazis, sinngeber der Proteste. Noch heute weiß ich genau wo ich von Kohls Abwahl erfahren habe. 

Und was bleibt? Wenig von dem Groll ist übrig geblieben. Gerhard Schröders Amtszeit war nichts besser, vielleicht sogar schlechter. Die Welt hat so viel gesehen seit Kohl, vieles hat sich relativiert. Die Linke in Bremen schrieb jüngst, er habe die „Liste der Spender von einst nun mit ins Grab genommen“. Für mich ein konsequenter Akt, vielleicht allein dadurch gerechtfertigt, dass ein Mensch sich selbst treu geblieben ist. Die Probleme, die ich einst mit Helmut Kohl in Verbindung gebracht habe, sind größtenteils geblieben, haben sich modifiziert oder verschoben. Heute sehe ich die Dinge anders, und so sehe ich auch Helmut Kohl heute anders. Was bleibt ist ein großer, grauer Mann, der viel bewegt, einiges angestoßen und einiges umgestoßen hat. Einiges Gutes, einiges schlechtes und vieles anderes. 

Blut und Asche 

C-Hörnchen rennt die Treppe runter. „Das Nasenblut hat wieder angefangen!“, schreit sie und angelt dabei kompetent nach Tüchern. „Auf der Oben-Treppe ist alles voll“ berichtet sie weiter. Zeitgleich kommt D-Hörnchen genannte Treppe herunter. Lappen und Los, ich mache mich auf die unbehandelte Holztreppe zu retten. 

Erfolgreich kehre ich fünf Minuten später mit einem blutigen Lappen zurück. C-Hörnchen sitzt in der Küche und tropft. Ich parke sie vor dem Waschbecken und versorge sie mit kühlem Lappen und guten Worten. Nasenbluten ist doch wirklich das Letzte was man braucht; vor allem wenn man schon seit Tagen hohes Fieber hat. 

D-Hörnchen ist zum Glück die ganze Zeit still und beschäftigt, so dass ich etwa zehn Minuten mit dem armen C-Hörnchen im Bad verbringe. Als das Bluten zum Stillstand gekommen ist, will ich grade ins Esszimmer zurück um nach dem D-Hörnchen zu sehen. Und da kommt er um die Ecke; schwarz wie ein Schornsteinfeger. Er hat in aller Ruhe den erkalteten Ofen ausgeräumt. Alles ist voller Asche. Also auf in die nächste Runde. Ich putze das D-Hörnchen und gehe dann das Aschefeld im Esszimmer beseitigen. Der blutige Lappen liegt noch da. In der Lufz liegt der Geruch von erkaltetem Feuer und Blut. „Wie auf einem Schlachtfeld“, denke ich als mir der beißende Geruch, erdig und eisenhaltig, in die Nase steigt. Und ein kleiner Schauer läuft mir über den Rücken. 

David Bowie 

Ins Mark erschüttert; nicht auch noch Bowie. Noch vor drei Tagen freute ich mich phrenetisch über das neue Album, feierte es das ganze Wochenende. Es ist als hätte er uns in Stimmung gebracht, die Sinne sensibilisiert, um dann zu gehen. 

Bowies Musik war für mich immer etwas ganz besonderes. Sie konnte aufgreifen, festhalten und bewegen. Sie gab was ich dringend brauchte und brachte mich auf andere Gedanken, wenn ich mich festgefahren hatte. Sein Werk wird mir ewig erhalten bleiben; es wird mich weiter halten und bewegen. Und in nächster Zeit wird es mich traurig machen. 

Rest in peace David Bowie.