Out-of-Baby-Error

Mein Baby ist weg. Außerhaus. Er schläft im Kindergarten; freiwillig. Ich meine, ich habe ihn da nicht vergessen oder so. Er hat ganz regulär eine Übernachtung im Kindergarten. Schlimm schlimm. 

Mein Baby, das ist übrigens das D-Hörnchen, dieses 2,5 Jahre alte Bürschchen, das inzwischen erschreckend selbstständig ist, alles allein kann und immer malwieder rotzfrech ist. Mein kleines Baby, mein jüngster. Mein Nesthäkchen. Während ich bei den Großen stolz auf jeden Schritt in die Selbstständigkeit bin, bedauere ich beim Nesthäkchen jeden einzelnen. Wenn er mich nich mehr braucht, wer braucht mich dann? 

Das ist nicht gut, ganz und gar nicht. Ich muss auch ihn gehe lassen, wenn es so weit ist. Auch mein Baby hat das Recht groß zu werden und von mir dabei begleitet zu werden. Auch mein Baby wird zur Schule kommen, sich verabreden und irgendwann ausgehen. Auch er wird eines Tages ausziehen und dann nicht mehr hier sein. Nur eins ist er dann überhaupt nicht. Nämlich weg. Ich bleibe die Mama, egal was kommt. Und er bleibt der Baby, egal wie groß er wird.  

Gute Analyse

Ich sitze mit C-Hörnchen im Auto und wir schnallen uns an. Neben uns, auf den Gehweg, spielt sich folgende Szene ab:

Eine Mama, ein Papa und zwei Kinder von etwa 3 und 12 Jahren sind mit einem Abschied beschäftigt. Mama und das große Kind wollen gehen, Papa und das kleine Kind bleiben zurück. Das kleine Kind schreit und weint stark, Mama versucht die Situation zu retten, geht dann aber. Papa übernimmt. 

C-Hörnchen analysiert stichfest:“Man muss aber auch mal ohne die Mama bleiben wenn die weg muss. Und außerdem bleibt ja auch der Papa da!“ Ich fand das beachtlich gut und schnell zusammengefasst, sonst sie ja nur Bild ohne Ton hatte. Und vier ist. 

Getrennt 

Ab heute,

Endlich. 

Nach all dem Warten und den Strapazen und dem Ärger. Ab heute getrennt. 

Kein Wasser mehr im ganzen Bad, keine nassen Fußmatten. Endlich.

Endlich eine Duschabtrennung im Bad. Und damit endlich fertig. Endlich sind Bad und Dusche getrennt, haben nichts mehr miteinander zu tun. Sie haben es ernsthaft miteinander versucht, aber es war zwecklos. Jetzt gehen sie getrennt Wege. 

Eingewöhnen zum Abgewöhnen

C-Hörnchen und D-Hörnchen besuchen seit gestern ihren neuen Kindergarten. 

Eingewöhnung. Dem Kinde die nötige Stärke und das nötige Selbstvertrauen und die nötige Bindung geben, dass es sich in der neuen Umgebung an die neuen Menschen und die Neuen Gegebenheiten gewöhnen kann. 

Hat man in den Jahren vor der Eingewöhnung seine Aufgabe als Mama ernst genommen und gewissenhaft ausgeführt, passiert Eingewöhnen von ganz allein und ist für die Mutter zum

Abgewöhnen! Und somit sitze ich also seit Stunde allein auf dem Spielplatz den Kindergartens und es ist. 

Langweilig. Sehr!!