Easy-up Pants 

Manche Artikel für Babys und Kleinkinder habe ich viele Jahre lang nicht verstanden – so auch diese Höschenwindeln zum rauf und runter ziehen. Für mich war klar: Windel voll – Windel Müll. Windel leer – Windel Po! Warum man seinem Baby hinterher laufen soll um die Windel rauf und runter zu ziehen, erschloss sich mir nicht. Jetzt endlich habe ich das Konzept verstanden! 

D-Hörnchen ist grad vier geworden. Tags ist er seit 1,5 Jahren trocken, Nachts noch nicht. In den vergangenen Wochen begann er zunehmend zu bemerken wenn er nachts mal muss und rief dann zu jeder Nachtzeit und aller meistens früh morgens: „Iiich muuss auf Kloo-hooo!“ Vor etwa einer Woche erklärte ich ihm dann, er könne auch gern aufstehen und einfach die Windel abmachen (kann er schon lange!) und dann aufs Klo gehen. D-Hörnchen war begeistert und legte sogleich los. 

Den Teil mit „Windel ab machen“ hat er gut verstanden. Leider den mit „aufstehen “ weniger. Nacht für Nacht baute er sich nun seine Windel ab, schlief ein und wenn dann das Pipi kam… Schleif er halt. D-Hörnchen war genervt, wir erwachsenen allemal und die Waschmaschine beklagt langsam ein Burn Out. Heute dann die Lösung: Easy-up Pants – Windeln in Unterhosenform. Ab heute wird also alles besser! Also, ab nachher, oder so. Denn den ersten Abend verbrachte das D-Hörnchen damit, immer und immer wieder zum Klo zu gehen, allein! Er war begeistert und wenn der erste Gaudi raus ist, kann er vielleicht endlich malwieder ruhig schlafen. 

…und dann spülen!

Nun ist mein D-Hörnchen schon seit einigen Tagen windelfrei und es ist ganz wundervoll!! Er sagt klasse bescheid und schaffe es fast immer aufs Klo. Heute Nachmittag ging dann doch mal was daneben. Beinahe beschämt rief der Zwerg mich ins Bad, wo er vor dem Klo stand. Alles war schon zu spät, sowohl Groß als auch Klein waren in der Hose gelandet. 

Ich machte alles sauber und beschwichtigte das Hörnchen, dass das alles nicht schlimm wäre. Als er dann so dastand, sauber und wieder angezogen strahlte er mich an und sagte:“Und jetzt muss ich nur noch spülen!“

Windelfrei!!

Nun ist es passiert! Nach exakt 8 Jahren, 10 Monaten und 10 Tagen des Wickelns ist nun auch das D-Hörnchen als ‚trocken‘ zu bezeichnen. Ich habe mal ein wenig gerechnet:

Im ersten Monat nach der Geburt; pro Kind und Tag 12 Windeln macht 1440 Windeln. 

2.-4. Monat pro Tag und Kind 9 Windeln macht 3240. 

5.-12. Monat/ T. & K. 8 Windeln macht 6880. 

13.-30. Monat/ T. & K. 5 Windeln macht 11.000. 

31.-43. Monat/ T. & K. 1 Windel (Nacht) macht 1460. 

Das macht  24.020 Windeln in fast 9 Jahren. 

A-Hörnchen wurde als einziger mit teuren Pampers gewickelt, was bei durchschnittlich 0,26€ pro Windel 1562,30€ macht. 

B-, C- und D-Hörnchen wurden billig bestückt was bei durchschnittlich 0,14€ pro Windel 2522,10€ macht. 

Zusammengefasst heißt das, dass wir in 8 Jahren, 10 Monaten und 10 Tagen sagenhafte 4083,40€ in Windeln investiert haben. Na immerhin, hätten wir durchgepampert, wären es sogar 4683,90€ gewesen. Wow!!

Gnadenlos; im Schwimmbad

Im Schwimmbad erinnerte ich das D-Hörnchen etwas regelmäßiger daran, dass er das Aa nicht ins Wasser machen dürfte, sondern ins Klo. Einige Male tappte ich mit ihm zum Klo und erinnerte ihn auch hier noch das eine oder andere mal. 

Zurück im Kleinkinderbecken saß ich dicht gedrängt zwischen den anderen Eltern und beglotzte meinen Nachwuchs. Irgendwann stellte sich mein D-Hörnchen vor mich, hob mahnend den Zeigefinger  und erklärte mit viel Nachdruck:“Du nis Aa machen Wassa! Du Lo!“ 

Die anwesenden Eltern waren herrlich amüsiert, D-Hörnchen sehr stolz und ich versprach artig aufs Klo zu gehen. 

Baby-Klo

Gestern Abend sprach es aus dem D-Hörnchen:“Ich muss Klo!“ Ich schnappte mit in ordentlichem Tempo den jungen Herren, der bis dahin Windeln trug, und rannte über zwei Etagen zum Klo. Oben angekommen war es zwar zu spät, beim D-Hörnchen aber, war der Ehrgeiz geweckt. Da wir ja grad etwas schwierige sanitäre Verhältnisse haben, holte ich das Töpfchen und zeigte es dem D-Hörnchen. 

Vollkommen entzückt taufte er den Topf sein ‚Baby-Klo‘ und stieg noch gestern Abend etwa 3000 Male drauf. Mal mit – mal ohne Hose, mal richtig- mal verkehrt herum; immer ohne Erfolg. Beim Zähne putzen dann ging das Pipi in die Hose. Egal. Der Wille zählt. 

Heute morgen machte er mit ungebrochenem Willen weiter. Das Baby-Klo stand hoch im Kurs. Bis dann das Aa kam. Aa in Hose fand der Herr doof. Und so verlangte er dann doch wieder nach seiner Windel. Das Baby-Klo liebt er weiter, zum Glück geht das ja auch mit Windel!