Hochzeitstag 

Gestern feierten der Menne und ich unseren 14. Hochzeitstag. Vor einigen Tagen schon bekam ich Wind davon, dass der Menne was plant. Kinderfrei, vielleicht essen. Etwa zeitgleich stellte ich fest, dass in einer von mir sehr gemochten Kellerspilunke an diesem Abend eine Wave-Elektroparty stattfinden würde. Innerlich jammerte ich ein wenig, diesem Spektakel nicht beiwohnen zu können. Den Menne aber, der dieser Art Veranstaltung leider gar nicht mag, zu belatschen, den freien Abend in der Spilunke zu verbringen, war keine Option. So schwieg ich. 

Gestern dann erfuhr ich einmal mehr, dass mein Mann wirklich ein Guter ist. Die Kinder wurden abgeholt, wir gingen sehr fein essen. Anschließend trafen wir uns mit meiner Lieblings-Biertrinker-Begleitung um dann, viel später, in die Spilunke zu ziehen. Der Menne ließ einen lauten, vollverqualmten Abend über sich ergehen, ich tanze und lache und trank und freute mich über meinen lieben Gemahl, der einmal mehr so sehr wusste, was ich mag. Danke! 

Wenn Wünsche wahr werden 

Schon seit gut 1,5 Jahren jammert das A-Hörnchen, dass er in den Heidepark Soltau möchte. Achterbahn bis zum Erbrechen und einen ganzen Tag zwischen Adrenalin und Blümeranz. Immer wieder musste der arme Kerl sich die gleiche Ausrede anhören, die in Wirklichkeit gar keine war. Die einfache Begründung für das nicht Fahren war A-Hörnchens Größe und Gewicht. Für die meisten attraktiven Fahrgeschäfte war er einfach zu kurz oder zu schmal oder beides. 

Heute morgen warfen wir ihn um 8.45 Uhr aus dem Bett. Wenig gut gelaunt fuhr er mich an was das solle. Ich trällerte er solle mal den Ball flach halten, schließlich bekäme er heute eine Überraschung. In wenigen Sekunden war da das Hörnchen angezogen und fünf Minuten später gewaschen. Wir drückten ihm ein Brötchen, einen Kakao und die ausgedruckten Eintrittskarten in die Hand. Das Hörnchen fiel aus allen Wolken und dann gingen Papa und Sohn auf die Reise. 

Voll gut! Voll voll anstrengend und voll ein Erfolg, so lässt sich der Tag wohl zusammenfassen. 


Das größte Glück auf Erden 

Das größere Glück auf Erden ist es, dass dem C-Hörnchen ganze zwei Haargummies nicht ins Klo gefallen waren. Heute morgen wollte ich dann in Erfahrung bringen, wie es denn im allgemeinen passieren kann, dass einem elf Haargummies ins Klo fallen. 

Das aber wusste das liebe Kind auch nicht mehr. „Die sind da so einfach, plumps, gefallen und beim Fallen ist auch noch der Klodeckel aufgegangen.“ Logischer Tathergang. Weiter erläutert sie:“Ich habe aber gleich reingegriffen um alle wieder zu holen aber D-Hörnchen hat gespült, da war das Reingreifen ein bisschen doller.“ 

Ein leichtes Schütteln überkommt mich. Zu meiner großen Freude sind Klo-Gummis und Nicht-Klo-Gummies akribisch voneinander getrennt, so dass es heute morgen ein Leichtes war die zwei Guten zu benutzen und den elf Schlechten einen kleinen Ausflug in den ansässigen Kochtopf  zukommen zu lassen. 

Da ist man einmal nicht zu Hause. 

Romantik 

Mein Mann ist romantisch, wer hätte das gedacht. Nachdem ich seit inzwischen 16 Jahren vom Gegenteil überzeugt war, kam heute die Erkenntnis. Ich weiß nicht wie ich ihn all die Jahre so verkennen könnte! War es der abwesende Heiratsantrag oder die überraschenden Candellight Dinner die es nie gab? Egal, ich dachte jedenfalls bis grad eben mit einem emotionalen Backstein verheiratet zu sein. Zu unrecht, wie sich zeigen sollte. 

Der Menne hat nämlich eben für das liebe C-Hörnchen eine Halskette gekauft; genau genommen eine Stimmungskette. Und diese hat er etwa 30 Minuten lang in seiner Gesäßtasche transportiert. Und dann folgte die große Überraschung: Der Hintern meines Gatten ist ein großer Romantiker!! Keine Spur von Stress, genervt sein oder Muffeligkeit, und das obwohl ich wirklich lange irgendwelche Dinge anprobiert habe. Ist das schön ! Ein Romantiker, wenn auch nur am Ar***. 

Unverhofft kommt oft 

Ich habe Muffins gebacken. Schokoladenmuffins mit Smarties.    

Und wie das bei einem guten Glas Kirschen so ist: In einer Kirsche ist der Stein! Der Stein war in diesem Falle eine Glasmurmel, die sich irgendwie in den Muffin geschummelt hatte. Der Menne barg das gute Stück aus seinem Mund und hielt es mir hin. „Was macht das in meinem Essen?“

Die Erklärung war einfach. Die Smarties waren Reste von Weihnachten, die in einer  Dose seit Wochen im Esszimmer im Regal  standen. Die Glasmurmel stammt aus dem Setzkasten über dem Esstisch. Und unter schelmischem Grinsen gab das C-Hörnchen zu, die Murmel erst in den Smarties versteckt zu haben, und dann vergessen. 

 

117 Monate

Dieses Jahr im April wohnen wir ganze 10 Jahre in unserem Haus. Eine wirklich lange, lange Zeit. 

Vor etwa neun Jahren bekamen wir unser erstes Kind, das A-Hörnchen. Und ich erinnere mich noch wie heute, wie ich das kleine Wesen eines Tages zum ersten Mal oben, im kleinen Bad, in der Duschwanne hatte und feststellte, dass diese total undicht ist. Von dem Tag an duschte ich regelmäßig das A-Hörnchen und später auch seine Geschwister und feudelte anschließend das ganze Bad. 

Mein Mann postulierte lange, dass ich einfach unfähig wäre und beim Duschen rumsauen würde; bis er im vergangenen Herbst zum aller ersten Mal selber dort oben duschen musste, da im Hauptbad ja renoviert wurde. Und da fiel es ihm auf: Die Dusche ist ja total undicht!! 

Seit dem sind weitere Monate vergangen und heute dann kam ich nach Hause, er strahle mich an ich teilte mir mit, er habe mir einen großen Wunsch erfüllt! Tatsächlich, nach nur 117 Monaten in diesem Haus ist die Dusche abgedichtet. Das ging ja mal flott. 

Iiihhhhhhh Bah!!

Wisst ihr was zu den wohl unerfreulichsten Anrufen im Leben einer Mutter gehört? Brrrrr, ich schon!! Grad habe ich einen bekommen:

„Könntest du C-Hörnchen bitte schon abholen? (Sie war bei einer Freundin) Sie hat Pipi in die Hose  gemacht und… Groß auch und ich hab auch echt jetzt keine Klamotten und…“ 

Natürlich holte ich sie. Und wow… Ich wünschte ich hätte auch keine Klamotten!! 

Für die hart gesottenen unter euch, hier die Details:

Pipi und Aa, beides gleicher Konsistenz in Unterhose, durch Strumpfhose und Leggins. Was schon so nicht attraktiv klingt, entwickelt sich bei dem Versuch das Kind zu entkleiden zu einem echten Krimi. Bah. Bäh. Iiiihhhhhh. Uuuaaaaarrgh. 

Fertig. 

Bahnhof ohne Briefkasten 

Komisch, was Playmobil sich so bei seinem Adventskalender denkt. Da hatte mein C-Hörnchen heute einen Bahnhof mit Briefen ohne Briefkasten im 16. Türchen. Komisch. Wirklich komisch. 

Erklären konnte sie sich das nicht so richtig, vor allem das mit den Briefen. Unseren Einwand, dass der Bahnhof eine Krippe sein könnte fand sie lächerlich. „Eine Krippe hat ja nichts von Weihnachten!“ 

Genau.. Aber ein Bahnhof ohne Briefkasten.