Wenn Wünsche wahr werden 

Schon seit gut 1,5 Jahren jammert das A-Hörnchen, dass er in den Heidepark Soltau möchte. Achterbahn bis zum Erbrechen und einen ganzen Tag zwischen Adrenalin und Blümeranz. Immer wieder musste der arme Kerl sich die gleiche Ausrede anhören, die in Wirklichkeit gar keine war. Die einfache Begründung für das nicht Fahren war A-Hörnchens Größe und Gewicht. Für die meisten attraktiven Fahrgeschäfte war er einfach zu kurz oder zu schmal oder beides. 

Heute morgen warfen wir ihn um 8.45 Uhr aus dem Bett. Wenig gut gelaunt fuhr er mich an was das solle. Ich trällerte er solle mal den Ball flach halten, schließlich bekäme er heute eine Überraschung. In wenigen Sekunden war da das Hörnchen angezogen und fünf Minuten später gewaschen. Wir drückten ihm ein Brötchen, einen Kakao und die ausgedruckten Eintrittskarten in die Hand. Das Hörnchen fiel aus allen Wolken und dann gingen Papa und Sohn auf die Reise. 

Voll gut! Voll voll anstrengend und voll ein Erfolg, so lässt sich der Tag wohl zusammenfassen. 


Papas Arbeit 

C- udn D-Hörnchen sprachen im Kindergarten über den Beruf des Papas. Ihre Schilderungen sorgten für einige Verwirrungen. 

„Papa arbeitet im Krankenhaus.“ erklärten die Hörnchen.  Auf die Frage:“Ist euer Papa Arzt?“ Antwortet das D-Hörnchen entsetzt:“Nein! Der repariert Flugzeuge!!“ Es herrsche allgemeine Verwirrung darüber, was denn die Flugzeuge im Krankenhaus machen und man kam zu dem Schluss, dass der Papa vielleicht den Hubschrauber reparieren würde, da mischte sich das C-Hörnchen ein und stellte richtig:“Nein D-Hörnchen. Die heißen ‚Katzen‘, nicht Flugzeuge!  Papa repariert Katzen!“ Die Debatte ging in die nächste Runde; Tierarzt wird er sein! Der Papa repariert Katzen im Krankenhaus für Tiere. Plötzlich machte alles Sinn. 

So lange, bis man mich fragte, was denn mein Mann beruflich mache. „Der ist Elektriker.“ antwortete ich kurz und blickte in vollkommen verstörte Gesichter. Das klären der Verwirrung war ein leichtes: Er ist Elektriker in einem Krankenhaus. Und das was die Kinder als Flugzeuge bezeichnen, sind die sog. Laufkatzen der Beförderungsanlage. 

Vom Einschlafen und Aufwachen

Obwohl unsere Hörnchen prinzipiell gute Schläfer sind und bisher überall irgendwie geschlafen haben, ist dies immer der spannendste Teil am Urlaub. Wer mit wem, wann und wie überhaupt? Zuhause haben wir den großen Luxus, dass jedes Hörnchen sein eigenes Zimmer hat. Im Urlaub gibt es das nicht. Die Konstellationen sind jedes Jahr andere; die kleinen Tücken bleiben die selben! Wenn nachts einer brüllt, werden alle wach, wenn morgens einer früh aufsteht, tuen es alle usw. 

Dieses Jahr ist alles plötzlich einfach. Die Abende sind friedlich, offenbar hat endlich jeder verstanden, dass es keinen Sinn macht Theater zu machen. Die nörgelnde sind harmonisch, wer wach ist verhält sich ruhig und die anderen schlafen weiter. Es ist ganz wunderbar!! Und heute morgen wurde der Menne um 5.30 Uhr kurz geweckt, vom Geschrei eines Babys, das von einem warscheinlich übermüdeten Vater umher geschoben wurde; damit es nicht das ganze Haus weckt. Und der Menne hat es sehr genossen es zu hören und sich noch einmal unzudrehen und zu wissen, dass es dieses Mal nicht sein Problem ist.  

Banana

Heute morgen habe ich einen Krieg geführt, und gewonnen. 

Der Bananenkrieg ist bei uns am Esstisch ausgebrochen. Und er war laut, dreckig und nervenraubend. Begonnen hat er, wie die meisten Konflikte, mit einer Kleinigkeit. D-Hörnchen aß seine Banane zu 5/6 und wollte dann eine zweite. Ich gab zu versehen, dass es die zweite Banane erst gäbe, wenn die erste aufgegessen wäre. 

Langes Gebrüll. 

Nach etwa 20 Minuten wollte ich los, zum Bäcker. Alle hatten Hunger und die meisten hatten nicht vor Bananen zu frühstücken. D-Hörnchen berappelte sich, ließ sich anziehen und kam mit. Die Kinder suchten sich je ein Croissant aus und wir taperten wieder nach Hause. Dort angekommen deckte ich den Tisch und legte auf jedes Frühstücksbrettchen ein Croissant; außer auf D-Hörnchens. Er bekam seine Banane von ‚vorhin‘. 

Es folgte ein weiterer, maßgeblicher Brüllanfall, in dem ich lediglich monoton die Sachlage darstellte:“Du bekommst dein Croissant wenn du die Banane aufgegessen hast!“

Nach einer Viertelstunde nahm D-Hörnchen das Banenenstück, steckte es in den Mund, kaute und schluckte. Der Spuk war vorbei, die Tränen vergessen und als wäre nichts gewesen frühstückten wir alle zusammen. Aber gut, dass wir mal drüber gesprochen haben…

Steak Board

Ganz kurz wollte ich noch schnell die aktuell hübscheste Wortschöpfung meines C-Hörnchens mit euch teilen: 

Das Steak-Board. 

Das ist so ein Brett, aus Kuh oder so, und da sind dann Räder dran. Oder so. Keine Ahnung. Finde ich ein wunderschönes Bild, mit dem im Kopf ich jetzt einschlafe. 

Hemmungslose Partynacht 

Heute startet ein erneuter Versuch in ‚kinderfrei Ausgehen‘. Ein langjähriger Freund feiert seinen 40. und wir haben schon vor Monaten ausreichend Babysitter organisiert. Rein theoretisch sind wir von Ca. 18.00 bis morgen Nachmittag allein! Theoretisch 

Zunächst einmal ist nachher Laternelaufen vom Kindergarten. Dieses Highlight kann und will ich nicht verpassen, somit muss die Party etwas warten. Aber das wird gehen. Genauso wie es kaum unstände macht, vier Koffer zu packen, ein Geschenk, einen Salat und einiges an KlimBim für ein anderes Event am Sonntag vorzubereiten. Na ein Glück hat der Tag so viele Stunden. 

Zu guter letzt sei erwähnt, dass D-Hörnchen eine harte Nacht hinter sich hat. Zähne. Popo, Aa, Aua. Alles auf einmal und das einzig Wichtige: Ich konnte nicht schlafen. 

Dann steht doch einer hemmungslosen Partynacht nichts im Wege. Ich bin in Topform, und D-Hörnchen hoffentlich auch. 

Am Ende am ende 

Kennt ihr das, wenn es so gut und gemütlich ist, und der Tag ewig weiter gehen könnte? Genau so war es gestern. Nach einem langen Spaziergang und einer kurzen Pause beschlossen wir zum krönenden Abschluss noch essen zu gehen. Wsr der Tag doch so perfekt gewesen. 

Und was soll ich sagen; man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Ganz bestimmt aber, bevor es schei**e wird. Gestern wurde es schei**e. 

A-Hörnchenn maulte; weiß der Kukuk warum. Ausgerechnet sein Essen kam dann auch noch zu spät. Wurde vergessen. Die Sprite, die ich ihm bestellt hatte, fand er eine Zumutung. Demonstrativ goss er sie ins Klo und trank Leitungswasser. 

D-Hörnchen hatte ich versehentlich unterwegs mit trockenen Brötchen abgefüllt, so dass er sein Essen verschmähte, und es bevorzugte mit seinem Getränk zu spielen. Ich muss fast nicht erwähnen, dass dieses später über den Tisch lief. 

B-Hörnchen hatte Mega-Hunger und orderte Salamie Pizza. Nach einem halben Stück war sie satt. Äußerem wäre Salamie voll wiederlich. Angeekelt pulte sie von nich einem weiteren Stück die Salamie und kapitulierte dann.

Die einzige, die ganz beachtlich aß, war C-Hörnchen. Beinahe unberührt von all dem Theater aß sie immerhin einen halben Teller Nudeln. 

Ach ja, und natürlich aßen wir Großen auch gut. Alle Reste in Bestzeit. Was für eine Geldverschwendung. An dieser Stelle soll aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass wir normalerweise total super mit unseren Hörnchen essen gehen können. Nur nicht manchmal. 

Essen zu zweit

Die Werbung sagt, wenn man bei Lieferanten Pizza bestellt, bekommt man sein Essen und isst gemütlich, zu zweit, zu Hause.Das klingt für mich nach einer spannenden Lösung. Wenn ich also mein Essen bestelle, bringt der Pizzabote unser Essen, und nimmt dann die vier Kinder mit. Logisch! Denn sonst könnten wir ja nicht zu zweit essen.
Nun die Sache scheint beschlossen. Morgen bestelle ich das Abendessen bei Lieferando

Stell dir mal vor…

Da unsere Mädels immernoch mit Oma und Opa auf großer Fahrt sind, waren der Menne und ich (und die Grippe..) heute Morgen mit den Jungens brunchen. Und schon nach wenigen Minuten platze es auch mir heraus:“Stell mal vor, wir hätten nur zwei Kinder!!“ 

Es war schon fast beängstigend einfach mit den Beiden. A-Hörnchen mit seinen 8,5 Jahren braucht uns beim Essen nicht mehr. Es bedient sich ordentlich am Buffet, bestellt sich selbst zu trinken und benimmt sich so, wie man es sich von ihm wünscht. Somit bleib viel, viel freie Aufmerksamkeit für das kleine D-Hörnchen. Letztlich war der aber mit seinem Haufen Essen auch sehr zufrieden, so dass der Menne und ich einfach so, ganz entspannt futtern konnten. 

Als die Jungs fertig waren, sind sie dann vor die Tür zum Spielen gegangen, und so saßen wir da. Allein, und stellten und vor, wie das wohl so wäre.. zwei Kinder zu haben. 

Und wie wäre das wohl? Grässlich wäre das!! Langweilig auf Dauer. Außerdem wäre A- Hörnchen nach sechs Jahren Einzelkind-Dasein nie im Leben so ein passionierter großer Bruder, und D-Hörnchen mit nur einem ganz großen Bruder nie so ein robustes, pflegeleichtes Kind. Ein Glück, dass wir nicht nur zwei Kinder haben. Ein Glück!!