Easter Egg an Halloween 

Ich mag kein Halloween; jetzt da es vorbei ist, kann ich das ja sagen, ohne das mir was schlimmes zustößt. Ich bin schreckhaft und in Sachen Grusel leicht zu beeindrucken. Ich mag keine verkleideten Menschen, das gruselt mich auch. Am aller wenigsten mag ich jedoch bettelnde Kinder. Vor zwei Wochen sind die Blagen beim alljährlichen Festumzug mit Kiloweise Bonbons beworfen worden, an Halloween rennen sie schlecht geschminkt von Tür zu Tür und schreien „Süßes oder Saures“ und in fünf Wochen rennen sie mit Nikolausmützen auf ihrem dummen Schädeln umher und leiern unmotiviert Gedichte herunter. Und wer bitte frisstbdad ganze Zeug??? 

Zu allem Übel lagen wir gestern spät abends auf der Couch, endlich Ruhe, da beginnt das Handy meines Mannes undefinierbare Laute von sich zu geben. Geisterhaft, gruselige Stimmen. Ich verkrampfte mich sofort und hatte WIRKLICH Angst. Der Gatte hingegen quiekte laut und erfreut auf und krähte:“Ein Easter egg!!“ Tolle Sache, und das an Hallowenn. 

Nächstes Jahr ummantle ich Rosenkohl mit Schokolade und schenke es den bettelnden Blagen! Vielleicht lassen Sie mich dann im Jahr darauf in Ruhe! Und ganz genau genommen macht es mir vielleicht auch ein bisschen Spaß den einen oder anderen Kürbis auszuhöhlen. Aber ohne Betteln eben. 

Gandalfs Haar

Das Telefon klingelt gegen Mittag. Die Lehrerin vom A-Hörnchen, welches heute morgen als Ganfalf verkleidet zum Fasching gezogen ist. 

Er hätte ein Haar seiner Perücke verschluckt und sie bekämen es nicht raus. Es täte sehr weh, ich solle kommen. 

Unterwegs telefonierte ich schnell mit dem Kinderarzt, welcher mir versicherte, dass das Haar sicher unangenehm und Bäh ist, jedoch sicher nicht schlimm. In der Schule angekommen dann die Not-OP. In einem leeren Raum auf dem Fußboden, das Haar etwa 60cm lang, 20 extern 40 intern. Brechreiz, Panik, Tränen. Und dann war es raus. Und alles war gut. Und die Party ging weiter. Und Mama war der Held; und A-Hörnchen!!