Nicht ohne meine Mama

Bisher war es nie ein Problem, das D-Hörnchen zum Kindergarten zu bringen. Auch andere Kinder zu besuchen war easy. Er verabredete sich gern und oft. Seit kurzem aber ist die Welt im Wandel.

Zunächst begann sich das Hörnchen mit dem Alter, dem Altern und dem Ableben zu befassen. Wie alt ist Oma, wie alt ist Uroma? Wann hat man zu Ende gelebt? Viele große Fragen die in seinem kleinen Kopf herumspukten. Neuerdings mag er nicht gern im Kindergarten bleiben; am besten wäre es mit Mama zusammen. Und verabreden? Na ja, eben mit Mama.

Was zunächst skurril oder sogar beunruhigend klingt, ist im zweiten Blick ganz normal. Mein Hörnchen wird groß! Jetzt, mit 4,5 Jahren schärft er seinen Blick für das was war und das was kommt. Er kann sich die Zukunft vorstellen, zumindest die nahe – und das ist nicht immer einfach oder schön. Hinzu kommt die schleichende Vorbereitung auf einen großen Schritt: Die Abnabelung von Mama und der Gang in die Selbstständigkeit. Jetzt, etwa 1,5 Jahre vor diesem riesigen Schritt ist es einfach wichtig für seine kleine Seele, die Basis zu stärken und die bestehenden festen Bänder noch stärker zu knüpfen. denn zumindest sein Unterbewusstsein weiß ganz genau: Je fester die Verbindung, desto leichter kann man sich auch entfernen.

Für mich als Mama ist es nicht immer leichte diese Schritte zu begleiten. Manches wirkt gradezu verrückt, albern oder arg rückschrittig. Tatsächlich aber folgt er einem verborgenen Programm und alles was ich gutes tun kann, ist mich dem hhinzugeben. Ich möchte ihm bis in jede Faser seiner Selbst zeigen, dass ich immer da bin, immer verlässlich und konstant. Ich bin da um mich zu freuen, zu staunen, zu weinen, zu trösten und um hibbelig auf den Weihnachtsmann zu warten. Ich bin da wenn er etwas unglaublich tolles geschafft hat und ich bin da wenn mal was in die Hose gegangen ist. Ich bin Mama. Ich bin pro-Hörnchen; immer!