Suchen und Finden

Heute Morgen gab es Streit. Das A-Hörnchen konnte seine Brille nicht finden und ich war stark genervt von seiner Schludrigkeit. Wir stritten ausgiebig ohne jeden Erfolg oder Sinn, die Brille blieb verschwunden, ich wütend und er auch. „Wie kann man so dämlich sein?! Wie kann einem das denn bitte passieren…“ mottete ich vor mich hin und so ging er zur Schule und ich machte mich auf den Weg zum Auto.

Da es bei uns wenig Parkplatz gibt, ist es manchmal nicht leicht. Heute suchte ich 10 Minuten lang nach dem Auto und lokalisierte es erst mit Hilfe des Mennes am Telefon. Endlich am Auto angekommen stellte ich fest, dass der Autoschlüssel nicht da war. Ich kochte innerlich und konnte es doch nicht ändern. Der Schlüssel war offenbar im Haus, ich draußen und uns trennte das Schloss. Ich rief meine Schwiegermutter an, sie hat den Ersatzschlüssel. 15 Minuten später öffnete sie mir mein Haus.

Der Schlüssel war nicht da. Nicht an seinem Platz, nicht in meinen Taschen, Jacken und auch sonst an keinem Ort. Zu meiner Wut mischte sich eine gewisse Verzweiflung. „Wie kann man so dämlich sein?! Wie kann einem das denn bitte passieren…“ dümpelte es in meinem Kopf herum. Entnervt stapften wir noch einmal gemeinsam die Straße auf und ab und da lag er, mitten auf einer Straße; mein Schlüssel.

Wenn das A-Hörnchen kommt muss ich mich dringend entschuldigen. Zwar weiß ich immer noch nicht, wie einem SOWAS passieren kann, jedoch passiert es halt. Manchmal, jedem.

Bei uns kommt nix weg

Vor einigen Wochen kaufe sich das C-Hörnchen auf dem Mittelaltermarkt eine Kette mit einem Delfin dran. Zu Hause angekommen war die Kette schon nicht mehr auffindbar. C-Hörnchen war tief traurig  und auch der Menne war getroffen. Wochenlang stellte er alles auf den Kopf und doch war die Kette nicht auffindbar. Gesten dann kapitulierte mein Mann und kaufte eine neue. Da wir keine Delfinkette fanden, gab es eine Pferdekette und endlich war das Hörnchen wieder froh; sie hat eine Kette und den besten Papa der Welt. 

Eben saßen wir am Tisch und sprachen zum 100. Mal über die verschiedenen Farben, die die neue Kette annehmen kann, da sagt das B-Hörnchen furztrocken:“Ach, ich habe C-Hörnchens alte Kette übrigens wiedergefunden. Die ist in meiner Jackentasche von der grünen Jacke!“ Und tatsächlich, da war sie. Inzwischen mindestens drei mal gewaschen, aber intakt. Nun hat das C-Hörnchen zwei Ketten; mal sehen wie lange!

Besonders gut weggepackt

Meine Hörnchen haben seit vielen Jahren unsere geliebten, grünen Kuscheljacken. Bei diesen Exemplaren handelt es sich um klassische Fließjacken mit ungeheuerlich kuscheligen Kapuzen, welche die Hörnchen fast das ganze Jahr über gut tragen konnten. Anfangs trugen A-und B-Hörnchen die Jacken im Partnerlook, dann B- und C- Hörnchen und in diesem Jahr während C- und D-Hörnchen an der Reihe.Letzten Herbst war, in der größeren der beiden Jacken, der Reißverschluss kaputt gegangen. Oma erklärte sich bereit, diesen zu erneuern, und überreichte uns die Jacken nach wenigen Tagen generalüberholt zurück. Ich erinnere mich noch ganz genau daran, wie ich beschloss, die Jacken bis zum Herbst zur Seite zu legen, um sie dann, wenn es kühler werden würde, wieder täglich nutzen zu können.
Nun ist Herbst! Jeden Tag wird es kühler, jeden Tag wird es ungemütlicher. Und die Jacken? Ja! Die habe ich ganz besonders gut weggelegt. Dorthin, wo sie nicht wegkommen. Dorthin, wo kein Hörnchen sie beim Spielen finden würde, um sie dann zu verseibeln. Dorthin…
… wo ich sie jetzt auch nicht wieder finden kann!
Ich brauche eure Hilfe!! Wo liegt man so etwas hin? Wo ist dieses ‚besonders gut‘? Das kann doch alles nicht angehen!

Fundstück 

Mal wieder ein Elternabend. Heute gab’s aber mal was lustiges. 

Nach dem Auflösen des Stuhlkreises lag unter einem Stuhl ein Handy. Eine besorgte Mutter hielt das Gerät in die Luft und rief:“Hier hat jemand sein Handy verloren!“

Alle 60 anwesenden Eltern begannen hektisch auf Hosen- und Jackentaschen zu klopfen und wühlten in Handtaschen. Keiner hatte einen Verlust zu melden. 

Dann dämmerte es der ehrlichen Finderin. Das Telefon war ihr eigenes und der Lacher auf ihrer Seite.