B I N G O

Bald fährt das D –Hörnchen mit dem Kindergarten auf Ausreise. Zwei Tage und drei Nächte wird er außer Haus sein und schon jetzt ist die Freude riesengroß. Heute gab’s dann den dazugehörigen Elternabend im Kindergarten. Als gestandene Mutter wusste ich was mich erwartet und fragte das A – Hörnchen ob er mich zu diesem Event begleiten möchte. Selbstverständlich bereiteten wir uns gut vor. Einfach nur zum Elternabend, der übrigens um 15:30 Uhr statt fand, gehen – das kann ja jeder!

Da die kommende Ausreise die 8. in meiner Karriere als Mutter ist, kannte ich alle Fragen, Bedenken, Gründe Gegen die Reise und Risiken aus dem Ff und so entwickelte ich gemeinsam mit dem A – Hörnchen ein Bingo.

„Was genau soll in den Koffer gepackt werden, wie wird sichergestellt dass die Kinder sich auch regelmäßig umziehen? Was gibt’s überhaupt zu essen, und wie kann man sich sicher sein, dass alle Kinder auch satt werden? Putzen die Kinder auch die Zähne, und vor allem tun Sie dies in ausreichendem Maß? Werden überhaupt Süßigkeiten gegessen oder werden womöglich nur Süßigkeiten gegessen? Sind Süßigkeiten überhaupt erlaubt, und wie sieht es mit Handy und Game Boy aus? Wie schlafen die Kinder, wo schlafen die Kinder, wer schläft bei wem, welches Geschlecht übernachtet neben welchem Geschlecht und was passiert überhaupt, wenn jemand nicht einschlafen kann? Was ist los wenn mein Kind weint, wenn es völlig verzweifelt ist weil ich nicht da bin oder wenn es einfach bockig ist weil es denkt ich hätte besser da sein sollen?“

Fragen über Fragen. Wir stecken sie in ein Bingo und hatten eine wunderbare Stunde im Kindergarten. Nach dem Elternabend, oder nennen wir es liebevolle Eltern Nachmittag, stand klar fest: Drei zu eins für das A-Hörnchen. Mindestens genauso klar ist übrigens die Feststellung, dass alles auf der Welt deutlich erträglicher ist wenn man einen Verrückten hat, der mit einem gemeinsamen verrückt ist.

Der Busfahrer 

Manchmal trifft man Menschen…Man man man.  Eben im Bus mit dem B-Hörnchen:

Wir steigen ein, der Fahrer grüßt sehr freundlich:“Guten Morgen, Sie haben freie Platzwahl.“ Ich halte es für einen Witz und gehe mit dem Hörnchen weiter Richtung Stempelautomat. Auf die Frage des Hörnchens, wie herum sie die Fahrkarte hineinschieben soll, kommt der Busfahrer gelaufen und hält ein Referat über den Fahrkartenautomaten. Oh man. Wir setzen und weiter hinten in den Bus und eine Frau betritt selbigen. Als sie bemerkt, dass die mittlere Tür verschlossen ist, steht der Fahrer abermals auf und demonstriert ihr an jeder der drei Türen, welches die Schalter für Notöffnungen sind, wo man drücken kann und welche der Türen nur er bedienen kann. 

Als einen Dame mit Rollator einsteigen will, gibt es eine Durchsage:„Der Busfahrer bittet Personen mit Rollatoren, Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer die zweite Tür zu benutzen. Diese ist für Sie geöffnet und das Fahrzeug wird abgesenkt. Danke!“ Inzwischen dachte ich, schlecht zu träumen. Aber es ging no weiter. Nach unendlichen Minuten  an der selben Haltestelle, bewegt hatte der Bus sich zu diesem Zeitpunkt noch keinen Meter, ließ er den Motor an. Ich erwartet schon die Hinweise zu den Schwimmwesten, da kam tatsächlich eine erneute Ansage:„Sehr  verehrte Fahrgäste, soeben ist am Bahnsteig gegenüber die Linie xx eingetroffen; wir werden noch etwa eine Minute warten, damit die Fahrgäste zusteigen können.“ Wieder öffneten sich Türen, wieder wurde erläutert. Ein Traum, das musste ein schlechter Traum sein. Dann fuhr der Bus endlich los. Als unsere Haltestelle kam, drückte ich den Stop-Knopf und stand auf. Da ertönte schon wieder eine Ansage:„Verehrte Fahrgäste, bitte beachten Sie, dass es beim Aussteigen links eine kleine Stufe zu überwinden gibt; der Bus wird zusätzlich abgesenkt. Ich wünsche Ihnen eine angenehme Weiterreise.“

WAS UN ALLES IN DER WELT REITET DIESEN BUSFAHRER??? 

Unnützes Wissen XV

Wusstet ihr das…

…Menschen, die am Capgrass-Syndrom leidet, glauben, dass nahe Verwandte durch identisch aussehende Doppelgänger ersetzt wurden? Manche glauben sogar, dass unbelebte Objekte, wie Stühle oder Uhren, durch exakte Kopien ausgetauscht wurden.

Ich finde ja, in manchen Situationen wäre es geradezu eine Erleichterung einfach zu glauben, die Person wäre eine andere, als man dachte. Vielleicht sollte ich mir diesen Defekt episodisch zulegen. 

Mein Wort des Tages

Das Wort des heutigen Tages ist für mich: Lochkopfkissen

Nämlich habe ich heute etwas kluges gelernt: Wenn man Babys immer auf dem Rücken liegen lässt, bekommen sie einen platten Kopf. Und damit dass dann weg geht, bekommt Baby ein Lochkopfkissen

Auch klasse, wenn man dann laut andenkt, dass Kind auf den Bauch zu legen, bekommt man als logische Antwort: Das geht nicht, er hat doch noch sein Lochkopfkissen