Halb gekotzt…

In unserer Heimatstadt gastiert grade der Freimarkt, ein Volksfest wie der Hamburger Dom, das Oktoberfest oder viele andere. Natürlich kommen auch wir nicht daran vorbei ein halben Vermögen auszugeben und so lange Karussell zu fahren, bis wir fast kot*** müssen. Rekordhaltern in diesem Jahr ist das B-Hörnchen. Sie hat 11 Kotzschleudern bezwungen und damit ausgiebig celebriert, dass sie endlich über 1.30m groß ist – der neuralgischen Große für fast alle Fahrgeschäfte. Nichts war doll genug, sie hatte immer weiter gekonnt. Und zum Glück ist sie irgendwann auch einfach allein gefahren, denn sowohl den Menne als auch mich hatte sie relativ schnell hingerichtet. Boa, kann einem schlecht sein! 

Natürlich sind auch die anderen Hörnchen voll auf ihre Kosten gekommen! D-Hörnchen wäre gern noch weitere 5 Male in das „Quatsch-Haus“ gegangen; einem Hindernisparcours. A- und C-Hörnchen kämpften tatsächlich gelegentlich gegen die Übelkeit, haben sich aber dennoch nicht entmutigen lassen. Und sein wir mal ehrlich, wer bei so einer Veranstaltung bei fast ** musste, der hat es nicht richtig gemacht. Hauptsache am Ende schmeckt das Essen wieder. 

Heute morgen gab es dann eine Art Reste- oder Katerfrühstück. die Gurke suchte das C-Hörnchen sich übrigens als Entschädigung aus, als sie wegen ihrer Größe nicht in die Looping Bahn durfte.

Süßes oder Saures…

Freimarktsumzug

Auch in diesem Jahr ist in Bremen Freimarkt; ein großes, traditionelles Volksfest, das es seit fast 1000 Jahren gibt. Und an diesem Wochenende fand der ebenfalls traditionelle Freimarktsumzug statt. Wagen über Wagen, laute Musik, feiernde Menschen und fliegende Kamellen. Für mich persönlich jedes Jahr das absolute negativ-Highlight. 

Da ich als Kind nicht zum Freimarktsumzug gegangen bin, verbinde ich nichts emotionales damit. Es ist mir genau genommen ziemlich egal. Meine Kinder haben den Umzug über den Papa und Oma und Opa kennengelernt und verbinden mit ihm vor allem eins: Bonbons. Und so ziehen wir jedes Jahr an die Strecke, bewaffnet mit Beuteln, und sammeln ein was uns so trifft. 

Schlussendlich sieht die Sache so aus: Die Wagenbetreiber kaufen billigsten Bonbon-Müll in großen Mengen ein; man muss ja was zu werfen haben. Am Umzugstag werden dann von betrunkenen Leuten diese Bonbons in die Kindermenge geworfen. Es ist kalt, nebelig und feucht. Der Bonbon-Müll fällt zwischen den Kinderfüssen auf den Boden, bricht in 1000 Teile. Die Feuchtigkeit gibt ihr bestes den Schaden zu kitten, verklebt aber letztlich nur Bonbon-Müll mit Plastikfolie und dann packen die Kinder die Teile ein. Nach Stunden zu Hause angekommen beginnt dann der zweite Akt: Der Streit um die feuchten, kaputten Billigbonschen. Auge um Auge und Zahn  um Zahn streiten die Hörnchen um jedes Teil um dann weit über die Hälfte der Beute am Ende doch wegzuwerfen. 

Für mich ist dieser Umzug ein wiederkehrender Graus. Ich hasse die Verschwendung und die Sinnlosigkeit und kann dem ganzen Event so gar nichts abgewinnen. Die Hörnchen hingegen mögen es. Leider.