Der Pakt mit dem Teufel

Zunehmend erkenne ich: Große Kinder stellen uns Eltern vor ganz andere Herausforderung als Kleine. 

Kurz nach Schulschluss klingelte das Telefon. A-Hörnchen. Hörnchen wolle noch mit zu Kumpel. „Klar!“ sage ich, und denke das war’s. Da verlangt der Kumpel nach mir. 

Er erklärt, es handele sich aber um ein Geheimtreffen. Auf meine Nachfrage erläutert er weiter: Mama ist arbeiten, Opa ist da. Mama sagt er darf keinen Besuch wenn Opa da ist. Aber Opa sagt, wenn er seine Ruhe hat ist es ihm recht. 

Nach kurzer Bedenkzeit (etwa 1,7 Sek.) beschließe ich, den Deal einzugehen. Ich halte dicht, er hält dicht. 

Richtig? Falsch? Ich dachte es wäre gut, ein vertrauter Ansprechpartner zu sein. Ich vertraue außerdem den Jungs. Alles wird gut sein. Aber wie ist das? Müssen Mütter sich verbünden? Oder darf ich auch einen Pakt mit dem Teufel eingehen?

Immer wieder

Heut morgen lief ich zügigen Schrittes hinter C- und D-Hörnchen her. C-Hörnchen fuhr Roller und D-Hörnchen mit dem Laufrad. Ich konnte nicht genug von dem Bild bekommen und fotografierte fleißig. Und dann fiel es mir auf: Ich habe das jedes Mal. 

Bei jedem Hörnchen das diesen großen Schritt in die Selbstständigkeit getan hat, war ich vollkommen verzaubert und konnte nicht genug von dem Anblick bekommen. Bei aller Anhänglichkeit und Klettigkeit bin ich doch jedes Mal irre stolz auf meine kleinen, automobilen Hörnchen. Es ist schlicht erstaunlich, wie dieses winzige, eben doch noch vollkommen hilflose Wesen sich plötzlich allein und fast sicher in dieser Welt umherbewegt.