Urlaubsfieber

Kaum war der erste Urlaubstag um, da hatte C-Hörnchen hohes Fieber. Da die Nacht alles andere als lustig war, und das Hörnchen zunehmend abbaute, gingen wir am nächsten Morgen zum Arzt. Dreieinhalb Stunden später verließen wir die Praxis schon wieder. Mit drei Rezepten und arg dünnen Nerven. Dicke Mandeln aber nichts Schlimmes. Super! Und für diese Erkenntnis haben wir einen ganzen Urlaubstag gegeben. 

Doch wir heißt es so schön:Ein Reisefieber kommt selten allein. Am 2. Tag der C-Hörnchen’schen Krankheit kam die D-Hörnchen’sche noch dazu. Gleiche Symptome, gleiches Resultat. Es gab jeden Tag eine Krankenwache und eine Aktionsteam. Traurig aber wahr, so kann Urlaub auch gehen. 

Sachensuchersäckchen 

In diesem Jahr hat Oma sich etwas ganz besonderes für die Hörnchen einfallen lassen. Jedes Hörnchen hat ein höchst eigenes Sachensuchersäckchen bekommen. Ein kleines Täschchen zum umhängen, in das man alles die tollen Schätze laden kann, die einem am Meer über den Weg laufen. Die Taschen sind ein voller Erfolg. Die Hörnchen tragen sie mit viel Stolz und sind sehr fleißig am suchen! 

Paper sharing

Urlaub im Ferienhaus ist ja immer ein bisschen eine Wundertüte. Man hat zwei Optionen:

1. Man bringt Seife, Spüli, Waschmittel, Taschentücher, Klopapier, Spülmaschinentabs, Lappen, Handtücher,.. Und all das, was man sonst so bei Rossmann kaufen kann mit, und hat dann ggf. alles doppelt. Zudem reist man mit opulentem Gepäck! 

2. Man bringt es alles nicht mit, sondiert die Lage vor Ort und muss dann ggf. recht spontan einkaufen. 

Wir haben uns klar für 2. entschieden und mussten somit direkt mal los. Fast alles war da, leider kein Klopapier. So zogen wir los um im Geschäft festzustellen, dass es 2er Pakete (viel zu wenig) und 12er Pakete (viel zu viel) gibt. Was für eine Dilemma! Im selben Dilemma steckte zur selben Zeit eine weitere Familie. Wir entschieden uns kurzerhand für’s Papier-sharing. Zu allem Überfluss zahlten die anderen und wollen im Anschluss kein Geld von mir annehmen. Was für ein Schnäppchen!

Vom ankommen und glücklich sein

Wir hatten eine aufregende und zum Glück reibungslose Anreise. Auto, Fähre, Bimmelbahn. Danach folgte der bekannte Fußweg zu unserem Haus. Und spätestens an dieser Stelle zahlte es sich aus, dass wir in diesem Jahr an einen bekannten  Urlaubsort gefahren sind. 

Hallo Weg, hallo Nachbar, hallo Haus.  Alles war da wo es hingehört, es war wie ein kleines nach Hause kommen; wunderschön!! Es entspannt das Unterfangen ‚Urlaub‘ ungemein, wenn man im Vorfeld schon weiß, was man erwartet. Zimmer, Einkauf,… Alle Gegebenheiten, die es einem so richtig versauen können, waren bekannt und für gut befunden. Perfekt!  

Verboten

Was der deutsche an sich gut kann, ist das Aussprechen von Verboten. Ich befinde mich in der Kinder-Spielhalle von Wangerooge. Auf einer überschaubaren Fläche von vielleicht 100 x 60Metern sind drei Trampoline, ein Klettergerüst und einige Kicker sowie ein paar Tische und Stühle untergebracht. Das ist wenig beeindruckend wenn auch nett. Wirklich beeindruckend hingegen ist die Anzahl an Hinweis- und Verbotsschildern. Da mag man gleich befreit losspielen!

Hier eine kleine Auswahl für euch:

Kofferpackers

Vor der Urlaub kommt das Packen. Und da wir in diesem Jahr auf eine kleine Nordseeinsel fahren, muss unser gesamtes Gepäck verschifft werden. Das wäre nicht weiter nennenswert, wenn man nicht jedes Gepäckstück mit 7,50€ bezahlen müsste. Nun sind wir ja lernfähig! Im letzten Jahr (da wussten wir es nicht besser) hatte jedes Hörnchen einen eigenen kleinen Koffer dabei und wir haben viel viel viel Geld für Shipping ausgegeben. In diesem Jahr haben wir uns also die größten Koffer geliehen, die in der ganzen Familie zu bekommen waren. Die nächste Crux: Jeder Koffer darf 30kg haben. Mit sparsamer und geschickter Packweise ist es mir letztendlich gelungen das Gepäck für 11 Tage und 6 Personen auf zwei Koffer von 27,5 und 28 kg zu verteilen.

Am Abend sprachen wir über dieses Gewichtslimit, was das wohl solle und ob es nicht unter Umständen ein kluges Geschäftsmodell wäre.  Da meldete sich das C-Hörnchen zu Wort und erklärte uns die Sache: „Wenn man zu schwere Koffer mitnimmt, dann fällt das Boot nach unten unter das Wasser und muss da unten weiter fahren. Und dann müssen wir alle zu den Urlaub schwimmen!“ Logisch oder? Somit ist es also Ehrensache, dass ich die Koffer so achtsam gepackt habe!!

Urlaub 2016.1

Familie Hörnchen war auf großer Fahrt. In den vergangenen 12 Tagen habt ihr lauter altes und vorgekautes Zeug von mir gelesen und in den kommenden werde ich den Urlaub skizzieren. Natürlich nicht in epischer Breite, aber das eine oder andere Highlight wird sich finden lassen!

Ich fand es irgendwie klug nicht im livestrem zu bloggen, dass wir a) nicht da sind und b) wo wir sind. So lege ich nun allen Stalkern und Einbrechern eine geschickte Finte und jage sie an den jeweils völlig falschen Ort. Gefickt eingeschädelt!

So freut euch also auf die eine oder andere Urlaubsanekdote und bestimmt auch ein paar Bilder vom Meer.  

Augenblick verweile…

Nun ist er fast da, der Abschied vom Urlaub. Wehmut macht sich breit. Große, dicke, fiese Wehmut. Während ich oftmals am Ende eines Urlaubs feststelle, dass es nun auch gut ist, könnte ich grad heulen. 

Wir sind doch noch gar nicht fertig. Liebes Meer, wir haben noch nicht zu Ende gebadet. Lieber Sand, wir wollen noch buddeln. Liebe Pferde hinter dem Haus, wir wollen euch noch weiter begucken. Liebe Dünen, Ihr seit so schön. Es ist einfach zu schön. Viel zu schön um einfach zu gehen. 

Augenblick verweile, du bist so schön!!

Möge Petrus mit uns sein

Und so ging er los; der Urlaub. 

Abfahrt: Planmäßig 

Ankunft: Planmäßig zu früh 

Es folgen: Verladen des Gepäcks, Überfahrt, Bimmelbahn. Und die spannende Frage danach, wie wir die nächste Woche wohnen werden.  

Ich wünsche uns einen schönen Urlaub. Und allen Einbrechern bei uns zu Hause viel Erfolg. Es sei dir gesagt Mensch: Da ist nix zu holn‘!