Die Hausordnung 

An A-Hörnchen’s neuer Schule gibt es eine Hausordnung, soweit so gut. In dieser Hausordnung ist unter anderem auch die Bekleidung der Menschen an der Schule geregelt. Bauch, Rücken und Schultern sollen bedeckt sein. Hosen und Röcke sollen unterhalb des Knies enden und die Unterwäsche soll nicht zu sehen sein. 

Soweit so gut. Ich finde mit diesen Regeln kann man leben und auch das A-Hörnchen was einverstanden. Nun liegt es ihm aber leider gar nicht eine Regel einfach so hinzunehmen. Von daher dachte er nur kurz nach bis er Kritik anbrachte. „Die Unterwäsche soll nicht zu sehen sein, aber das darunter ist ja egal!“ Er kicherte und ging seiner Wege. Vielleicht sollte er diesen Aspekt in der Schule aussparen. Ebenso wie die Information, dass der Gottesdienst am ersten Schultag „gar nicht so schlimm war wie er dachte“. 

Weiterführende Schule II

Vor zwei Monaten beschrieb ich in Weiterführende Schule die Probleme mit der Wahl der Weiterführende Schule hier in der Gegend. Inzwischen hat sich einiges getan und wir können endlich aufatmen. 

Die Staatlichen Schulen, soviel sein vorweg gesagt, konnten noch nicht einmal angewählt werden, aus diversen Infoabenden ging jedoch klar hervor, dass  es recht hoffnungslos ist. Drei Private haben abgesagt und dann geschah das Wunder: Die vierte private hat zugesagt! Und nachdem wir heute mit dem A-Hörnchen da waren, zum gucken und zum Reden, ist es nun spruchreif! Das A-Hörnchen wird ab Sommer auf eine Privatschule gehen, die uns zwar arm macht aber eben auch als einzige das bot, was wir erwarten: Sicherheit und Bildung. 

Denn die Stadt Bremen wird irgendwann im April oder Mai verkünden, was denn das ungerechte und hoffnungslos überforderte Verfahren ergeben hat. Bis dahin hieße es bangen und warten. Kann ich nicht, A-Hörnchen ebenfalls. Da die Chancen auf eine annehmbare Schule außerdem schlecht stehen, greifen wir nun dankbar nach dem Strohhalm „Privatbeschulung“ und treten damit in die Fussstapfen meiner Eltern.  Denn auch meine Schwester und ich waren auf einer Privaten. 

Als politisch engagierter Teenie habe ich den Unsinn nie verstanden. „Elitenbildung!“ habe ich geschrien und um ein gerechtes Menschnebild gebangt. Ich habe es gehasst Teil von etwas anderem zu sein und wünschte mir über Jahre eine olle normale Schule; mit Unterrichtsausfall und so. Heute verstehe ich es, habe ich begriffen wie reibungslos und einfach mein Weg war und wie gut mir diese Scheiß- Schule getan hat. Und heute, als Mama und nicht als rebellierender Teenie, möchte ich meinen Kindern einen ebenso reibungslosen Weg ermöglichen. Eben einen Weg der alles offen lässt und es ihnen erlaubt glücklich zu sein. Nun bleibt zu hoffen, dass diese Scheiß-Schule (es ist eine andere als es bei mir war) gut für mein Hörnchen ist, und dass die Entscheidung richtig war. Die Antwort erwarte ich In etwa 25 Jahren. 

Bis dahin werden Spenden unter dem Stichwort „Scheiß-Schule“ gern entgegen genommen. 

Schule stinkt

Ferien zu Ende; mal wieder. Gruselig. 

Und so komme ich, wie so oft, zu dem Schluss, dass es ohne institutionelle Schule auch gut ginge. Vielleicht sogar besser. Vielleicht sogar warscheinlich; oder sicher. 

Das Bisschen, was Kinder in den ersten vier Jahren in der Schule rein sachlich lernen, bekommt man (oder zumindest wir hier) in der  Hälfte der Zeit rein, vor allem dann, wenn man sich nicht mit all dem anderen Schulkram rumschlagen muss, der so anfällt. Dass auch ‚das Soziale‘ wichtig ist, weiß ich auch und finde ich wichtig. Jedoch denke ich, dass auch dieser Aspekt mit Leichtigkeit aufgefangen wäre, mit ein wenig Engagement versteht sich.   

Der Stress, Druck und Zwang der mit dem Modell ‚Ganztagsschule‘ einher geht ist nix für mich. Vielleicht auch nicht für uns alle; zu dumm, dass man sich der Tretmühle nicht entziehen kann. Zumindest ohne Auswanderung. Und das ist es  mir dann auch nicht wert.